Framework senkt die Preise für den 32 und 64 GB großen LPCAMM2-Arbeitsspeicher im Laptop 13 Pro, nachdem sich der Hersteller eine Charge günstigeren Speichers bei Micron sichern konnte. Wer bereits zum teureren Preis bestellt hat, bekommt die Differenz automatisch zurückerstattet. Die gute Nachricht hat aber einen Haken: Im Gegenzug werden vorkonfigurierte Modelle des Laptop 13 und des Laptop 16 teurer, weil die günstigen Lagerbestände an Arbeitsspeicher und Storage aufgebraucht sind.
TL;DR: Framework hat günstigeren LPCAMM2-Speicher bei Micron gesichert und senkt die RAM-Aufpreise für den Laptop 13 Pro (32 GB/64 GB). Bereits verschickte Bestellungen werden automatisch rückerstattet, offene Vorbestellungen bis Batch 10 ebenfalls angepasst. Im Gegenzug werden vorkonfigurierte Laptop-13- und Laptop-16-Modelle teurer, weil die günstige Lagerware aufgebraucht ist. Die neue Charge des Core Ultra X9 388H bleibt beim bisherigen Preis von 1.899 US-Dollar, ist aber nur in begrenzter Stückzahl verfügbar.
Was sich beim Framework Laptop 13 Pro ändert

Framework hatte die Preise für LPCAMM2-Arbeitsspeicher im Juli 2026 drastisch angehoben, nachdem sich die Beschaffungskosten für Speicherchips mehr als verdoppelt hatten. Jetzt ist dem Hersteller zufolge eine begrenzte Menge an 32- und 64-GB-Modulen von Micron zu deutlich günstigeren Konditionen verfügbar geworden – die Einsparung gibt Framework direkt an die Kundschaft weiter. Wichtig: Die neuen Preise liegen laut Framework weiterhin über dem ursprünglichen Einführungspreis zum Marktstart, aber spürbar unter dem Juli-Niveau.
Betroffen sind laufende Vorbestellungen bis einschließlich Batch 10, neue Bestellungen werden inzwischen in Batch 20 eingeordnet. Käufer:innen sollten also einkalkulieren, dass sich die aktuell kommunizierten Liefertermine je nach Konfiguration weiter verschieben können.
Wer von den günstigeren RAM-Preisen profitiert
Die Preissenkung betrifft ausschließlich Varianten des Laptop 13 Pro mit Intel-Core-Ultra-Series-3-Prozessoren, die auf die kompakten LPCAMM2-Module setzen. Modelle mit AMD-Ryzen-AI-300-CPUs nutzen klassische SO-DIMM-Riegel und sind von der Anpassung nicht betroffen, da hier ein anderer, weniger angespannter Beschaffungsmarkt gilt.
We were able to get additional shipments of memory at this cost and have updated all Framework Laptop 13 Pro pre-orders configured with 32GB or 64GB LPCAMM2 to the new lower pricing. This pricing and also the X9 CPU config are available for new pre-orders too.
— Framework (@FrameworkPuter) September 29, 2026
Rückerstattung für bereits verschickte Bestellungen
Wer sein Gerät bereits zum höheren Juli-Preis bezahlt und erhalten hat, muss selbst nichts unternehmen: Framework zahlt die Differenz zwischen altem und neuem RAM-Aufpreis automatisch zurück. Kundinnen und Kunden mit einer DIY Edition, die ihre Speicherkonfiguration nachträglich ändern oder auf eine größere Kapazität upgraden möchten, können das über das Kontaktformular des Herstellers anstoßen.
Die Kehrseite: Vorkonfigurierte Modelle von Laptop 13 und 16 werden teurer
An anderer Stelle greift Framework tiefer in die Tasche der Kundschaft: Vorkonfigurierte, bereits auf Lager befindliche Modelle des Laptop 13 und des Laptop 16 mit klassischem DDR5-Speicher werden teurer. Der Hersteller begründet das mit aufgebrauchten Lagerbeständen jener Konfigurationen, die ursprünglich noch mit günstigerem Speicher und Storage kalkuliert worden waren. Neu gefertigte Einheiten müssen entsprechend zu den aktuell höheren Marktpreisen für Arbeitsspeicher eingekauft werden, was sich direkt im Verkaufspreis niederschlägt.
Wie stark der Arbeitsspeicher den Endpreis eines Geräts beeinflusst, zeigt sich aktuell branchenweit: Die weltweite RAM- und Storage-Knappheit sorgt seit Monaten dafür, dass auch bei anderen Herstellern Speicherpreise unberechenbar schwanken.
Core Ultra X9 388H: Preis bleibt stabil, Verfügbarkeit aber begrenzt
Keine Änderung gibt es beim Spitzenprozessor Intel Core Ultra X9 388H: Die DIY-Konfiguration mit dieser CPU bleibt beim zuletzt gültigen Preis von 1.899 US-Dollar (umgerechnet rund 1.672 Euro), eine weitere Erhöhung fällt also aus. Allerdings weist Framework ausdrücklich darauf hin, dass die neue Charge dieser CPU ebenso wie der günstigere LPCAMM2-Speicher nur in begrenzten Stückzahlen verfügbar ist. Wer zuschlagen möchte, sollte also nicht zu lange warten – die neue X9-Charge soll im November 2026 ausgeliefert werden.
| Konfiguration | Status | Hinweis |
|---|---|---|
| 32 GB LPCAMM2 | günstiger | unter Juli-Preis, aber über Launch-Baseline |
| 64 GB LPCAMM2 | günstiger | unter Juli-Preis, aber über Launch-Baseline |
| Core Ultra X9 388H (DIY) | unverändert | 1.899 US-Dollar, nur begrenzt verfügbar |
| Laptop 13 / 16, vorkonfiguriert (DDR5) | teurer | günstige Lagerware aufgebraucht |
| Laptop 13 Pro mit AMD Ryzen AI 300 | nicht betroffen | nutzt SO-DIMMs statt LPCAMM2 |
Fazit
Unterm Strich ist die Preissenkung beim Framework Laptop 13 Pro eine gute Nachricht für alle, die ohnehin auf eine gut ausgestattete Intel-Variante mit viel RAM gewartet haben – zumal die Rückerstattung ohne Zutun erfolgt. Wer dagegen ein vorkonfiguriertes Laptop-13- oder Laptop-16-Modell ins Auge gefasst hatte, zahlt nun drauf. Die Episode zeigt einmal mehr, wie stark die globale Speicherknappheit selbst bei einem Hersteller durchschlägt, der sonst für Preisstabilität und Transparenz bekannt ist.
Quellen: Framework-Blog