Kurz vor dem Marktstart ist der Garmin CIRQA gleich doppelt geleakt: Neue Produktbilder zeigen das display-lose Fitness-Armband erstmals in vier Farben und verraten auch, welcher Sensor auf der Rückseite sitzt. Und genau der sorgt für Diskussionen. Garmin verbaut offenbar den älteren Elevate-4-Sensor statt der aktuellen fünften Generation, wahrscheinlich um den Preis zu drücken.
Die Bilder stammen laut dem Reddit-Nutzer jneuveglise direkt von einem offiziellen Garmin-Server und wurden zuerst über Garmin Rumors verbreitet. Offiziell bestätigt ist bis dahin nichts, die Vorstellung wird aber für heute, Dienstag den 21. Juli 2026, erwartet.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Garmin CIRQA kommt in vier Farben: Schwarz, Beige (French Gray), Rot (Berry) und Blau (Navy). Das Gehäuse bleibt immer schwarz.
- Auf der Rückseite sitzt der ältere Elevate-4-Sensor, ein EKG dürfte damit fehlen.
- Der Preis liegt bei rund 199 Euro (199 US-Dollar, 179 Pfund), unabhängig von Farbe und Größe.
- Bedient wird per App und über einen einzelnen physischen Knopf, ein Display gibt es nicht.
- Das Armband nutzt den Schnellwechsel-Mechanismus von Garmin-Uhren, verschlossen wird per Klett.
- Der Marktstart wird für den 21. Juli 2026 erwartet.
Garmin CIRQA in vier Farben, aber nur das Armband ändert sich
Zum ersten Mal ist der CIRQA in seiner kompletten Farbpalette zu sehen. Neben Schwarz gibt es ein helles Beige (bei Garmin „French Gray“), ein kräftiges Rot („Berry“) und ein dunkles Blau („Navy“). Wichtig für die Optik: Garmin färbt nur den Stoff des Armbands und die kleine Metallschlaufe passend zur jeweiligen Farbe. Das eigentliche Gehäuse mit Elektronik, Akku und Sensoren bleibt in allen Varianten schwarz.
Dazu passt die aufgeräumte Modellstruktur: Vier Farben in je zwei Größen (S/M und L/XL) ergeben acht Varianten. Auf der Rückseite ist „CIRQA SMART BAND“ eingraviert, der finale Name steht also fest. Vier Torx-Schrauben halten die Rückplatte, was auf ein leicht zu öffnendes Gehäuse hindeutet, etwa für einen Akkutausch. Eine Kennzeichnung zur Wasserdichtigkeit fehlt auf den Bildern allerdings.
Elevate 4 statt Elevate 5: Was der ältere Sensor bedeutet
Der spannendste Punkt steckt auf der Unterseite. Die optische Sensoreinheit entspricht dem älteren Garmin Elevate 4, nicht dem moderneren Elevate 5. Das fällt besonders auf, weil Garmins anderes display-loses Gerät, der Index Sleep Monitor, bereits mit dem Elevate 5 arbeitet. Im direkten Vergleich ist der Unterschied klar zu erkennen: Der CIRQA zeigt die typische Vier-Fenster-Anordnung des Elevate 4.
Konkret heißt das vor allem eins: Ein EKG, das an die neuere Sensorgeneration gekoppelt ist, dürfte dem CIRQA fehlen. Beim Thema Hauttemperatur gehen die Einschätzungen auseinander. Notebookcheck geht davon aus, dass auch dieser Wert wegfällt, während frühere Leaks rund um Garmins Health-Status-Listung zumindest auf SpO2 und eine Temperaturmessung hindeuteten. Bis zur offiziellen Vorstellung bleibt dieser Punkt offen.
Allein steht Garmin mit der Entscheidung nicht. Auch das konkurrierende Polar Loop nutzt einen älteren Sensor statt des aktuellen Modells. Der Grund ist in beiden Fällen naheliegend: der Preis. Der CIRQA soll laut Garmins eigener Datenbank rund 199 Euro kosten, und da muss an der Hardware gespart werden.
| Merkmal | Garmin CIRQA (laut Leak) |
|---|---|
| Display | keines |
| Sensor | Garmin Elevate 4 (optische Herzfrequenz) |
| EKG | voraussichtlich nein |
| Hauttemperatur | unklar / umstritten |
| Bedienung | ein physischer Knopf, Rest per App |
| Laden | Garmin-Standard (4-Pin, magnetisch) |
| Armband | Schnellwechsel, Nylon-Loop mit Klett |
| Größen | S/M und L/XL |
| Farben | Schwarz, Beige, Rot, Blau |
| Preis | ca. 199 Euro (199 USD / 179 GBP) |
| Marktstart | erwartet am 21. Juli 2026 |
Knopf, Laden und Wechsel-Armbänder
Weil ein Display fehlt, läuft die Bedienung fast komplett über die App. Fast, denn die Bilder zeigen einen einzelnen physischen Knopf an der Seite des Moduls, mit geriffelter Kante, damit du ihn blind ertasten kannst. Denkbare Funktionen: Vibrationsalarme stummschalten oder in Verbindung mit dem gekoppelten Smartphone Aktivitäten starten und stoppen.
Beim Laden bleibt Garmin sich treu. Der CIRQA nutzt den bekannten Vier-Pin-Anschluss, den auch aktuelle Garmin-Uhren verwenden. Vorhandene Ladekabel dürften also weiter funktionieren. Das Armband setzt auf denselben Schnellwechsel-Mechanismus wie herkömmliche Uhren, verschlossen wird der Nylon-Loop per Klett. Das ist ein Unterschied zum Index Sleep Monitor, dessen Sensor eher als Puck in das Band geschoben wird.
Preis, Konkurrenz und Connect+
Mit rund 199 Euro positioniert sich der CIRQA gegen Whoop, das display-lose Google Fitbit Air und das Polar Loop. Das Polar Loop (rund 179 Euro auf Amazon) ist dabei der direkteste Preis-Konkurrent. Hinweis für die Redaktion: Amazon-Link ist ein Platzhalter, bitte ASIN prüfen und gegebenenfalls den direkten Produktlink setzen.
Ein Punkt, den man im Blick behalten sollte: Für erweiterte Funktionen dürfte Garmin ein Connect+-Abo voraussetzen, die Basiswerte bleiben in Garmin Connect voraussichtlich kostenlos. Wer bewusst ohne Abo trainieren will, findet mit Systemen wie dem abofreien Amazfit Helio Strap Pro eine Alternative. Wie Garmin den CIRQA ins bestehende Ökosystem einbettet, hatten sich schon erste Hinweise in Garmin Connect angedeutet.
Häufige Fragen zum Garmin CIRQA
Wann erscheint der Garmin CIRQA?
Die offizielle Vorstellung wird für den 21. Juli 2026 erwartet. Fertige Preise und die komplette Modellpalette liegen in Garmins System bereits vor, ein Start steht also unmittelbar bevor.
Was kostet der Garmin CIRQA?
Laut Garmins eigener Datenbank rund 199 Euro, umgerechnet 199 US-Dollar oder 179 Pfund. Farbe und Größe ändern den Preis nicht.
Hat der Garmin CIRQA ein Display?
Nein. Der CIRQA ist ein display-loses Fitness-Armband. Alle Daten siehst du in der App, dazu kommen Vibration und ein einzelner Knopf.
Welchen Sensor nutzt der Garmin CIRQA?
Die Leak-Bilder zeigen den älteren Garmin Elevate 4, nicht den neueren Elevate 5 aus dem Index Sleep Monitor.
Hat der Garmin CIRQA ein EKG?
Sehr wahrscheinlich nicht. Die EKG-Funktion hängt an der neueren Sensorgeneration, und die fehlt dem CIRQA offenbar.
Fazit: mutige Sparmaßnahme kurz vor dem Start
Der Elevate 4 in einem brandneuen Wearable ist eine Ansage, und keine, die allen gefallen wird. Garmin baut den moderneren Elevate 5 sonst schon in günstigere Modelle wie den Index Sleep Monitor ein, der bei etwa 169 Euro startet. Ausgerechnet das teurere Recovery-Band mit älterer Optik auszustatten, wird Fragen provozieren, gerade bei Käufern, die den CIRQA auf Augenhöhe mit Whoop erwartet hatten.
Andererseits: Für ein reines Gesundheits- und Erholungsband ohne Display zählt am Ende weniger die letzte Sensorstufe als die Auswertung in der App und der Preis. Ob 199 Euro mit Elevate-4-Hardware das richtige Paket sind, entscheidet sich, sobald Garmin offiziell alle Werte nennt. Bis dahin gilt: spannender Leak, aber noch kein fertiges Urteil.

Ansatt fehlerhaft über einen alten Sensor und potenzielle Folgen zu spekulieren, könnte man die specs auch bei Garmin nachlesen, oder?