Googlebook ab 21. September vorbestellbar – das steckt drin

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 5 Min. Lesezeit

Google hat bestätigt: Das Googlebook kann ab dem 21. September um 9 Uhr US-Ostküstenzeit vorbestellt werden. Wer sich per E-Mail für Updates angemeldet hat, bekam die Nachricht direkt ins Postfach. Welche Modelle an Tag eins tatsächlich bestellbar sind, hat Google bisher nicht kommuniziert – das dürfte spätestens beim heutigen Medienevent in New York feststehen.

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Was ist das Googlebook?

Kurz gesagt: ein Premium-Laptop, der Android als Unterbau nutzt statt ChromeOS. Google hat das Googlebook im Mai 2026 beim Android Show I/O Event angekündigt – als eigenständige Kategorie neben dem Chromebook, nicht als dessen Ersatz. Chromebooks laufen weiter, Google verspricht bis zu zehn Jahre ChromeOS-Updates für bestehende Geräte.

Der wesentliche Unterschied liegt im Betriebssystem: Googlebooks laufen auf einer neuen Plattform, die bislang intern als Aluminium OS bekannt ist. Sie vereint Android und ChromeOS in einer gemeinsamen Codebasis – native Android-Apps laufen direkt, ohne Kompatibilitätsschicht. Gleichzeitig ist der vollständige Chrome-Desktop-Browser an Bord. Details dazu haben wir in unserem Artikel zur ursprünglichen Googlebook-Ankündigung zusammengefasst.

Vorbestellung ab 21. September – was Google bestätigt hat

Google hat die Vorbestellung für Montag, den 21. September, um 9 Uhr ET angekündigt. Vorbestellungen laufen über den Google Store sowie direkt bei den teilnehmenden Herstellern. Einen konkreten Liefertermin gibt es noch nicht – Google nennt weiterhin nur „Herbst 2026″.

Partner für die erste Hardware-Welle sind Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Welche Modelle am 21. September tatsächlich verfügbar sind, ist noch offen.

Erste Modelle: Was aus Leaks und Händlerlisten bekannt ist

Offizielle Hardware-Specs hat Google noch nicht veröffentlicht. In den vergangenen Wochen sind aber mehrere Geräte durch Händlerlisten und Leaks aufgetaucht. Am vollständigsten dokumentiert ist das Lenovo Googlebook 15:

Merkmal Lenovo Googlebook 15 (Leak) Acer Googlebook (Leak) ASUS Googlebook (Leak)
Display 15,3″ OLED, 2880×1800, 120 Hz 14″ OLED, 120 Hz k. A.
Prozessor Intel Core Ultra 5 325 Intel Core Ultra 5 325 Intel Core Ultra 5 325
RAM 16 oder 32 GB LPDDR5X 16 GB 16 GB
Speicher bis 512 GB SSD 256 GB SSD 512 GB SSD
Besonderheiten Thunderbolt 4, Glastrackpad, Gesichtserkennung – –
Preis (Leak) noch nicht bekannt ca. 1.150 € ca. 1.365 US-Dollar

Alle drei Hersteller setzen laut Leaks auf Intels Core Ultra 5 325 aus der Panther-Lake-Generation. Das Lenovo-Modell soll zusätzlich Thunderbolt 4, ein Glastrackpad und eine Gesichtserkennung mitbringen, die laut Leak in eine ähnliche Liga wie Apples Face ID kommen soll. Sämtliche Angaben sind noch nicht offiziell bestätigt.

Aluminium OS: Android und ChromeOS als neue Plattform

Aluminium OS ist der inoffizielle Name, den Leaks und Code-Funde dem neuen Betriebssystem gegeben haben. Google hat ihn nie bestätigt. Beim heutigen Event in New York könnte das endlich passieren.

Technisch vereint Aluminium OS den Android-Unterbau mit Desktop-Elementen aus ChromeOS: virtuelle Desktops, ein vollständiger Dateimanager, externe Monitorunterstützung. Wer sein Android-Handy in der Nähe hat, kann es als Touchpad nutzen oder Apps direkt vom Handy auf den Laptop streamen. Das klappt – wenn es so funktioniert wie angekündigt – ohne Kabel und ohne zusätzliche Software.

Magic Pointer, Glowbar und weitere Features

Das auffälligste neue Feature ist der Magic Pointer: Der normale Mauszeiger, aber mit Gemini dahinter. Schwebt man mit dem Cursor über einem Datum, einer Grafik oder einem Fremdwort, erscheinen sofort kontextbezogene Aktionen – Termin erstellen, Bild analysieren, Begriff übersetzen. In der Praxis könnte das viele Copy-Paste-Umwege ersetzen.

Weitere von Google bestätigte Features:

  • Create My Widget: Gemini erstellt individuelle App-Widgets direkt auf dem Desktop
  • Cast My Apps: Android-Apps vom Handy kabellos auf den Laptop übertragen
  • Quick Access: Schnellzugriff auf Gemini-Funktionen per Tastenkombination

Dazu kommt der Glowbar – ein beleuchteter Streifen auf dem Laptop-Deckel, der alle Googlebooks optisch vereinen soll. Was er über Statusanzeige hinaus kann, hat Google noch nicht erklärt. Beim geleakten Lenovo-Modell war er gut sichtbar.

Preis und Verfügbarkeit

Offizielle Preise für Deutschland fehlen noch. Aus Händlerlisten lassen sich erste Anhaltspunkte ableiten: Das Acer-Modell soll laut einem europäischen Retailer bei rund 1.150 Euro starten. Ein ASUS-Modell mit 512 GB Speicher taucht in einem kanadischen Listing für umgerechnet rund 1.365 US-Dollar auf. Günstigere Konfigurationen hält die Branche für möglich – Schätzungen gehen von rund 700 Dollar als Einstieg aus.

Zum Vergleich: Chromebook-Plus-Modelle kosten heute typischerweise zwischen 400 und 900 Euro. Das Googlebook positioniert sich damit klar darüber – und direkt gegen MacBook Air und Copilot+-Laptops.

Einen Lieferzeitpunkt hat Google nicht genauer eingegrenzt. Wer vorbestellt, weiß also noch nicht, wann das Paket tatsächlich ankommt.

Unser Eindruck

Das Googlebook ist jetzt kein Konzept mehr, sondern kaufbar – zumindest vorbestellbar. Was noch fehlt, ist Klarheit: Preise für Deutschland, ein Liefertermin, und die Frage, ob Aluminium OS in der Praxis so flüssig läuft wie ChromeOS und dabei tatsächlich die Stärken von Android liefert. Das lässt sich erst beurteilen, wenn erste Geräte bei Testern landen.

Wer schon jetzt im Google-Ökosystem unterwegs ist, findet mit der neuen Gemini-App für Windows einen ersten Vorgeschmack darauf, wie Google KI-Assistenz auf dem Desktop denkt. Mehr Details zum Googlebook sind spätestens nach dem heutigen Event zu erwarten – wir halten euch auf dem Laufenden.