Googlebook vorgestellt: Google entwickelt KI-Laptops rund um Gemini Intelligence neu

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
Googlebook
Bild: Google

Mit dem neuen Googlebook kündigt Google eine komplett neue Laptop-Kategorie an, die speziell für Gemini Intelligence entwickelt wurde. Mehr als 15 Jahre nach dem Start der Chromebooks möchte Google den klassischen Laptop neu denken und KI stärker in den Mittelpunkt des Nutzererlebnisses rücken. Googlebook kombiniert dabei Elemente von Android und ChromeOS mit neuen Gemini-Funktionen, die direkt in das Betriebssystem integriert werden. Erste Geräte sollen noch im Herbst 2026 erscheinen.

  • Neue Laptop-Kategorie mit Gemini-KI direkt im System integriert
  • „Magic Pointer“ liefert kontextbezogene KI-Hilfe direkt am Cursor
  • Android-Apps und Smartphone-Integration stehen im Fokus
  • Premium-Hardware von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo geplant

Googlebook setzt Gemini Intelligence in den Mittelpunkt des Laptop-Erlebnisses

Mit Googlebook verfolgt Google einen deutlich anderen Ansatz als bei klassischen Chromebooks. Statt primär auf Cloud-Funktionen und Browser-Anwendungen zu setzen, soll Gemini Intelligence künftig tief in das gesamte Nutzungserlebnis integriert werden.

Eine der auffälligsten Neuerungen ist der sogenannte Magic Pointer. Dabei handelt es sich um eine KI-gestützte Cursor-Funktion, die direkt mit Gemini arbeitet. Wird der Mauszeiger bewegt oder auf bestimmte Inhalte gerichtet, analysiert das System den aktuellen Kontext und schlägt passende Aktionen vor.

Das könnte beispielsweise bedeuten, dass Termine in E-Mails automatisch erkannt werden, um direkt Meetings anzulegen. Auch kreative Anwendungen stehen im Fokus. Werden etwa zwei Bilder ausgewählt – beispielsweise ein Wohnzimmer und ein Möbelstück – kann Gemini daraus sofort eine kombinierte Visualisierung erstellen.

Zusätzlich führt Google die Funktion „Create your Widget“ ein. Damit lassen sich personalisierte Widgets per Texteingabe erstellen. Gemini greift dabei auf Informationen aus Google-Diensten wie Gmail oder Google Calendar zu und erzeugt individuelle Dashboards für Reisen, Termine oder Aufgabenverwaltung.

Google beschreibt die Plattform nicht mehr nur als Betriebssystem, sondern als „Intelligence System“. Dieser Fokus zeigt deutlich, wie stark KI künftig in alltägliche Arbeitsabläufe integriert werden soll.

Android-Integration und neue Hardware sollen Googlebook von klassischen Laptops abheben

Technisch basiert Googlebook teilweise auf dem Android-Ökosystem. Dadurch möchte Google neue Funktionen schneller entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Smartphone und Laptop deutlich verbessern.

Im Mittelpunkt steht dabei ein nahtloser Gerätewechsel. Anwendungen vom Smartphone sollen direkt auf dem Laptop nutzbar sein, ohne dass Arbeitsabläufe unterbrochen werden. Laut Google können Nutzer beispielsweise eine Smartphone-App kurzfristig öffnen und danach sofort zum Laptop-Workflow zurückkehren.

Auch die Dateiübertragung wird enger integriert. Über die Funktion „Quick Access“ lassen sich Dateien vom Smartphone direkt im Datei-Explorer des Googlebooks durchsuchen, anzeigen oder verwenden – ganz ohne manuelle Übertragung.

Parallel dazu arbeitet Google mit mehreren bekannten Hardware-Herstellern zusammen. Zu den Partnern gehören Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Die ersten Geräte sollen unterschiedliche Größen und Bauformen bieten und dabei auf hochwertige Materialien sowie Premium-Design setzen.

Ein besonderes Erkennungsmerkmal wird die sogenannte Glowbar sein – eine beleuchtete Designleiste, die laut Google sowohl funktionale als auch optische Aufgaben übernimmt.

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Mehr Informationen

Noch bleiben viele technische Details offen. Google spricht aktuell lediglich von einem ersten Ausblick auf die Plattform. Konkrete Hardware-Spezifikationen, Preise oder finale Geräte wurden bislang nicht vorgestellt.

Fazit

Mit Googlebook deutet Google einen großen Strategiewechsel im Laptop-Markt an. Statt klassischer Betriebssystemfunktionen stehen KI-Unterstützung, Gerätezusammenarbeit und personalisierte Arbeitsabläufe im Vordergrund. Besonders die enge Integration von Gemini Intelligence und Android könnte Googlebook von herkömmlichen Windows- oder Chromebook-Systemen unterscheiden. Erste Geräte verschiedener Hersteller sollen im Herbst 2026 erscheinen. Informationen zu Preisen und konkreten Modellen stehen aktuell noch aus.