Der Hersteller intelligenter Wärmebildtechnik HIKMICRO feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer technologischen Neuerung: dem KI-gestützten SuperScene Mode. Die Funktion soll Wärmebildinspektionen deutlich vereinfachen und sowohl Profis aus dem Handwerk als auch ambitionierten Heimwerkern schnellere und präzisere Analysen ermöglichen.
Von der Wärmebildaufnahme zur sofortigen Diagnose
Wärmebildkameras gelten seit Jahren als wertvolles Werkzeug, um verborgene Probleme in Gebäuden oder technischen Anlagen sichtbar zu machen – etwa Wasserlecks, Wärmeverluste oder elektrische Fehler. Allerdings erforderte die korrekte Interpretation der Bilder bislang häufig Fachwissen und Erfahrung. Mit dem neuen SuperScene Mode verfolgt HIKMICRO das Ziel, diese Hürde zu senken. Die Technologie nutzt künstliche Intelligenz, um thermische Daten automatisch zu analysieren und in konkrete Handlungsempfehlungen zu übersetzen.
Nutzer erhalten damit nicht nur ein Wärmebild, sondern direkt interpretierbare Ergebnisse. „Unsere Vision war es von Anfang an, Wärmebildtechnik aus der Nische in den Massenmarkt zu bringen und sie intelligenter sowie zugänglicher zu machen“, erklärt Stefan Li, Overseas General Manager bei HIKMICRO. „SuperScene™ Mode ist der nächste Schritt dieser Entwicklung: Die Erfahrung von Fachleuten wird direkt in das Gerät integriert.“
Zwei Ebenen für mehr Effizienz
Der neue Modus basiert auf einer zweistufigen Architektur:
Expert Presets – „Sehen wie ein Experte“
Vordefinierte Szenenprofile passen die Kameraeinstellungen automatisch an typische Inspektionssituationen an. Dazu zählen unter anderem:
- Wasserlecksuche
- Dämmungsprüfung
- Fußbodenheizung
- Elektrische Anlagen
- Solarmodule
- Makro-Inspektionen
Dadurch entfallen manuelle Anpassungen und die Kamera liefert sofort optimierte Bilder für die jeweilige Anwendung.
Smart SuperScene – „Denken wie ein Experte“
Auf der zweiten Ebene analysiert eine KI die Wärmebilder und erkennt automatisch Auffälligkeiten. Bei Szenarien wie Wasserlecks, Dämmproblemen oder Fußbodenheizungen werden potenzielle Problemstellen direkt im Bild markiert.
So wird aus einer reinen Temperaturaufnahme eine verständliche Diagnose – schneller und konsistenter als bei rein manueller Auswertung.
Praxisfeedback aus der Thermografie
Erste Anwender berichten bereits von deutlichen Vorteilen. Der zertifizierte Thermograf Aleksandar Stojanović erklärt: „Die visuellen Hinweise, etwa Markierungen für Anomalien, sind sehr klar und effektiv. Sie beschleunigen die Inspektion und erleichtern es, Ergebnisse verständlich zu kommunizieren.“
KI lernt aus realen Einsatzdaten
Seit der Unternehmensgründung arbeitet HIKMICRO eng mit Fachkräften aus verschiedenen Gewerken zusammen – darunter Elektriker, Installateure, HVAC-Techniker und Energieberater. Die KI im SuperScene-System basiert auf tausenden realen Anwendungsfällen aus der Praxis. Dabei kombiniert das System thermische Daten mit sichtbarem Licht, um die Umgebung besser zu verstehen.
Eine Auffälligkeit wird beispielsweise nur dann als Leck gemeldet, wenn sowohl Temperaturmuster als auch die erkannte Szene plausibel sind. Laut Hersteller konnte dadurch die Zahl der Fehlalarme von rund 90 % auf nahezu null reduziert werden, während die Erkennungsgenauigkeit um 61 % gestiegen ist.
Echtzeit-Analyse direkt auf dem Gerät
Ein weiterer Vorteil: Die Analyse erfolgt vollständig auf dem Gerät selbst. Es ist keine Cloud-Verbindung erforderlich, wodurch Ergebnisse ohne Verzögerung verfügbar sind und gleichzeitig Datenschutzbedenken entfallen. Der SuperScene™ Mode ist bereits auf ausgewählten Modellen der Wärmebildkameras der Serien Eco, B und Pocket verfügbar.
Blick in die Zukunft
HIKMICRO plant, seine KI-Funktionen künftig weiter auszubauen. Denkbar sind zusätzliche Anwendungsbereiche wie Solarinspektionen oder Diagnosen im Automotive-Bereich. Mit der neuen Technologie will das Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung intuitiver und für jedermann zugänglicher Wärmebildtechnik gehen – ein passender Meilenstein zum zehnjährigen Jubiläum.
Bilder: Hikmicro