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Homey startet Self-Hosted Server: Volle Smart-Home-Kontrolle auf eigener Hardware

Der niederländische Smart-Home-Spezialist Athom hat mit dem Homey Self-Hosted Server eine neue Softwarelösung vorgestellt, die das Betriebssystem des beliebten Homey Pro erstmals auf eigene Hardware bringt. Damit richtet sich das Unternehmen an fortgeschrittene Anwenderinnen und Anwender, die ihre Smart-Home-Umgebung selbst hosten und vollständige Kontrolle über ihre Infrastruktur behalten möchten. Das Angebot verspricht dieselbe Funktionsvielfalt wie die Homey-Pro-Geräte – nur flexibler und unabhängiger.

  • Läuft auf eigener Hardware (z. B. Raspberry Pi, PC, NAS, Docker).
  • Unterstützt Zigbee, Z-Wave, Bluetooth LE, 433 MHz und Infrarot mit Homey Bridge.
  • Bietet über 50.000 Geräte-Integrationen und Homey-typische Features wie Flow, Insights und Energy.
  • Abonnement für 4,99 US-Dollar/Monat oder lebenslange Lizenz für 149 US-Dollar.

Flexibles Hosting dank breiter Plattformunterstützung

Der Self-Hosted Server bringt das komplette Homey-Erlebnis auf nahezu jedes System. Ob Raspberry Pi, Windows-PC, macOS, Linux, Docker-Container, Synology- oder QNAP-NAS – die Installation lässt sich laut Athom überall realisieren, wo Linux lauffähig ist. Damit öffnet Homey seine Plattform für Power-User, die bisher auf dedizierte Hardware wie Homey Pro angewiesen waren.

Homey
Bild: Homey

In Sachen Konnektivität setzt Athom auf Offenheit: Bereits ab Werk kommuniziert die Software mit Geräten im LAN, über Cloud oder Matter. Thread-Geräte sind ebenfalls kompatibel, wenn ein entsprechender Thread Border Router vorhanden ist. Dank Unterstützung von Modbus-TCP, KNX-IP und zahlreicher lokaler APIs deckt der Self-Hosted Server auch professionelle Installationsumgebungen ab – von Smart-Home-Enthusiasten bis hin zu komplexen Automatisierungen im Haus- oder Bürobereich.

Mehr Funkstandards über Homey Bridge

Wer zusätzlich Zigbee-, Z-Wave-, Bluetooth-LE-, 433-MHz- oder Infrarot-Geräte steuern möchte, kann den Self-Hosted Server mit einer Homey Bridge koppeln. Diese ist separat für 69 Euro erhältlich und erweitert die lokale Funkabdeckung erheblich. Durch die sogenannte Satellite-Mode-Unterstützung lassen sich zudem mehrere Bridges im Heimnetzwerk platzieren, um die Reichweite in größeren Gebäuden zu optimieren.

So wird der Software-only-Ansatz nicht nur zu einer offenen, sondern auch zu einer skalierbaren Lösung – ideal für individuelle Smart-Home-Architekturen oder experimentelle Setups auf Basis bestehender Hardware.

Vollständige Homey-Funktionalität ohne Einschränkungen

Athom betont, dass der Self-Hosted Server funktional gleichwertig zum Homey Pro ist. Nutzerinnen und Nutzer können also auch hier über 50.000 Geräte von mehr als 1.000 Marken einbinden und mit den bekannten Tools Homey Flow und Advanced Flow automatisierte Routinen erstellen. Funktionen wie Homey Energy, Homey Insights und individuell gestaltbare Dashboards stehen ebenfalls zur Verfügung.

Homey
Bild: Homey

Gleichzeitig integriert die Lösung alle Homey-Cloud-Dienste, darunter Remote Access, App Store-Zugang, Over-the-Air-Updates, cloudbasierte APIs und Sprachsteuerungsoptionen über gängige Assistenzsysteme. Damit kombiniert Homey das Beste aus zwei Welten: lokale Kontrolle mit Cloud-Komfort.

Preis, Verfügbarkeit und Fazit

Der Homey Self-Hosted Server ist ab sofort weltweit verfügbar. Zum Einstieg bietet Athom eine kostenlose 30-Tage-Testphase. Anschließend lässt sich der Dienst für 4,99 US-Dollar monatlich abonnieren oder einmalig als Lifetime-Lizenz für 149 US-Dollar erwerben.

Mit dieser Einführung erweitert Athom die Homey-Plattform entscheidend – weg von reiner Hardwarebindung, hin zu einer flexiblen, softwarebasierten Lösung. Für Smart-Home-Enthusiasten ist das Self-Hosted-Modell ein starkes Signal: maximale Kontrolle, hohe Anpassbarkeit und die gewohnte Benutzerfreundlichkeit des Homey-Ökosystems in einem offenen Format.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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