IFA 2026: Midea Omni Trio macht Wäschesortieren überflüssig

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Vor Ort konnten wir mit Ellen | Head of Product Management, Midea FFC sprechen

Vom 4. bis 8. September verwandelte sich das Berliner Messegelände wieder in die Bühne der Consumer-Electronics-Welt. Mit dabei war auch Midea, das in Halle H5.1, Stand 101, unter dem Motto „Zoned Care, Omni Clean“ seine neue Vision für die Haushaltsreinigung präsentiert. Im Zentrum der Wäschepflege-Neuheiten steht dabei ein Gerät, das mit einem altbekannten Ärgernis aufräumen will: dem Wäschesortieren. Wir haben uns die Neuheit vorab genauer angeschaut und Midea dazu einige Fragen gestellt.

Das Problem: Nicht jede Wäsche ist gleich

Buntwäsche, Feinwäsche, Handtücher, die Sportklamotten der Kinder – wer seinen Haushalt effizient organisieren will, kommt am lästigen Vorsortieren kaum vorbei. Genau hier setzt Midea an: Unterschiedliche Stoffe brauchen unterschiedliche Pflege, Familien wünschen sich effizientere Waschroutinen, steigende Energiekosten treiben die Suche nach sparsameren Lösungen an und nicht jeder Haushalt hat den Platz für mehrere Geräte. Die Midea Omni Trio soll all das unter einen Hut bringen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Drei Trommeln, ein Gehäuse

Das Kernkonzept des Omni Trio: Statt einer Waschtrommel verbaut Midea gleich drei unabhängig voneinander arbeitende Trommeln in einem einzigen Gerät, gesteuert über ein 3-in-1-Bedienpanel.

Jede Trommel verfügt über einen eigenen Wasserzulauf und ein eigenes automatisches Dosiersystem. Buntwäsche, Feinwäsche und stark verschmutzte Kleidung lassen sich damit theoretisch zeitgleich, aber komplett getrennt voneinander waschen, ganz ohne vorheriges Sortieren in mehreren Durchgängen.

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Bild: Midea

Trotz der drei Trommeln bleibt das Gerät mit einer Höhe von 850 mm und einem flachen Design vergleichsweise kompakt – ein Zugeständnis an Haushalte mit begrenztem Platzangebot, das Midea als eigenen Pain Point identifiziert hat.

Angetrieben wird jede Trommel von einem eigenen Direct-Drive-Motor (DDM). Das gesamte Gerät ruht zudem auf einem verstärkten Stahlrahmen mit fünf horizontalen und sechs vertikalen Streben, der für einen stabilen Betrieb sorgt. Dieses Konstruktionsprinzip trägt laut Midea auch zur Energieeffizienzklasse A-10 % sowie zum zertifiziert leisen Betrieb bei.

Reinigungsleistung: Foam & Flow DualSpray

Bei der eigentlichen Waschleistung setzt Midea auf die sogenannte Foam & Flow DualSpray-Technologie, die für eine gleichmäßigere und gründlichere Durchdringung der Wäsche sorgen soll. Für die Hygieneleistung ist hingegen eine erhöhte Waschtemperatur verantwortlich: Laut Hersteller werden dadurch 99,9 % der Keime abgetötet und 99 % der Hausstaubmilben entfernt – Werte, die vor allem für Allergiker-Haushalte interessant sein dürften.

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Bild: Midea

Ergänzt wird das durch eine Woolmark-Green-Label-Zertifizierung, die eine besonders schonende Wollpflege bescheinigt. In mechanischer Hinsicht kommt das sogenannte TriBalance-System zum Einsatz. Dieses sorgt für eine Energieeffizienz von A-10 % und einem laut Midea besonders leisen Betrieb – relevant, wenn drei Trommeln potenziell gleichzeitig laufen.

Teil eines größeren Ökosystems

Die Omni Trio ist Teil einer größeren Omni-Produktfamilie, zu der laut Midea auch der Omni Fusion (mit Wärmepumpentrocknung für mehr Energieeffizienz) und der Omni Duo gehören. Ergänzt wird das Wäsche-Lineup auf der IFA um Neuheiten im Bereich Bodenreinigung, etwa den AT8 Ultra mit Schaumreinigung, 60 °C heißem Hochdruckwasser und einem mechanischen Arm zur Kantenreinigung – ein Hinweis darauf, dass Midea seine Cleaning-Sparte konsequent in Richtung eines vernetzten Gesamtkonzepts für den Haushalt ausbaut.

Nachgefragt bei Midea

Vor Ort auf der IFA 2026 haben wir mit Ellen | Head of Product Management, Midea FFC über die neue Omni-Reihe gesprochen. Hier ihre Antworten aus dem Interview:

Was zeigt Midea auf der IFA 2026?

„Wir bringen dieses Jahr eine neue Innovationsgeschichte zu den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern nach Hause. Unter dem Omni-Zone-Kit zeigen wir verschiedene Lösungen: den Omni Fusion mit Wärmepumpentrockner, eine Wasch-Trockner-Kombination mit zwei Trommeln zu je zwei Kilogramm für insgesamt vier Kilogramm, und den Omni Trio mit drei Trommeln. Dazu präsentieren wir verschiedene Bodenpflegelösungen wie Bodenwischer und kabellose Staubsauger.“

Warum setzt Midea auf ganzheitliche Reinigungslösungen fürs ganze Zuhause?

„Verbraucherinnen und Verbraucher haben heute ganz unterschiedliche Textilien, Reinigungsbedürfnisse und Wohnsituationen. Es ist uns wichtig, all diese unterschiedlichen Bedürfnisse gut zu bedienen. Deshalb investieren wir jedes Jahr Ressourcen, um genau diese Problempunkte anzugehen – das ist eine zentrale Aufgabe für uns als professioneller Markenhersteller.“

Welche Alltagsprobleme stecken hinter der Entwicklung des Omni Trio?

„Der Hauptschmerzpunkt für Verbraucher ist das Sortieren: Bei klassischen Maschinen muss eine Ladung fertig gewaschen sein, bevor die nächste starten kann. Beim Omni Trio können verschiedene Ladungen gleichzeitig laufen – die große Trommel fasst zehn Kilogramm für die tägliche Wäsche, eine weitere eignet sich zum Beispiel für Babywäsche, eine dritte für Socken oder Unterwäsche. So lassen sich unterschiedliche Textilien zeitgleich waschen, was viel Zeit spart.“

Was unterscheidet Mideas Ansatz von klassischen Reinigungslösungen?

„Uns ist wichtig, die Verbraucher wirklich zu verstehen. Bei der Entwicklung eines neuen Produkts betreiben wir viel Kundenforschung, um herauszufinden, was tatsächlich gebraucht wird. Ein Beispiel ist unser Wärmepumpen-Waschtrockner: Im Vergleich zum klassischen Kondensations-Wäschetrockner spart er deutlich Energiekosten und ist schonender für die Textilien, da er mit 40 bis 60 Grad statt rund 80 Grad arbeitet.“

Welche Rolle spielt Innovation in Mideas globaler Strategie?

„Innovation ist für unsere Forschung und Entwicklung sehr wichtig. Wir befinden uns im Wandel vom klassischen Hersteller hin zu einem Technologieunternehmen und wollen unsere fortschrittliche Technik in echten Nutzen für die Endverbraucher übersetzen. Deshalb investieren wir jedes Jahr viele Ressourcen in genau diesen Bereich – das Ziel ist ein wirklich einfacheres Leben für unsere Kunden.“

Ist der Omni Trio größer als eine normale Waschmaschine?

„Zehn Kilogramm gelten in Europa schon als große Kapazität – acht bis neun Kilogramm sind hierzulande meist schon gut. Zusätzlich zu den zehn Kilogramm haben wir noch einmal 0,5 Kilogramm, insgesamt also elf Kilogramm. Trotzdem hat das Gerät die Standardhöhe einer normalen Waschmaschine, sodass sich zum Beispiel ein Wärmepumpentrockner obendrauf stapeln oder die Geräte nebeneinander aufstellen lassen.“

Verfügbarkeit und Fazit

Die Omni Trio ist ein spannender Ansatz, das leidige Wäschesortieren technisch zu lösen, statt es dem Nutzer zu überlassen – drei unabhängige Trommeln in einem Gerät haben wir bislang noch nicht gesehen. Ob sich das Konzept auch im waschtäglichen Alltag bewährt, wie sich die einzelnen Trommeln in puncto Kapazität und Handhabung tatsächlich schlagen und wie spürbar der Unterschied zu klassischen Frontladern in der Praxis ausfällt, bleibt abzuwarten.

Bild: Midea

Zur Kapazität hat uns Midea im Interview schon verraten: Die Haupttrommel des Omni Trio fasst rund 10 kg, ergänzt um eine zusätzliche 0,5-kg-Trommel für insgesamt rund 11 kg – bei einer Standardhöhe wie bei einem gewöhnlichen Frontlader. Konkrete Preise und einen Marktstart-Termin nennt Midea bislang aber noch nicht. Uns interessiert dabei vor allem, wie sich das Drei-Trommel-Prinzip im echten Wäschealltag schlägt. Weitere Infos zum Omni Trio gibt es auf der offiziellen Midea-Produktseite.