Signify hat pünktlich zur IFA 2026 in Berlin ein umfangreiches Update für sein Philips-Hue-Ökosystem vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen neue KI-gestützte Automationen, eine tiefere Verzahnung mit Sonos, mehr Möglichkeiten zur Fernseher-Synchronisation sowie eine Kooperation mit Nanoleaf. Dazu kommen mehrere neue Design-Leuchten für innen und außen. Die ersten Produkte und Software-Updates sind bereits ab dem 3. September 2026 verfügbar, weitere folgen im Laufe der nächsten Monate.
Custom AI Behaviors, Backup & Restore und Sonos-Integration
Exklusiv für die Hue Bridge Pro führt Signify mit „Custom AI Behaviors“ eine Funktion ein, mit der sich komplexe Automationen künftig einfach in natürlicher Sprache beschreiben lassen. Die Hue-KI übersetzt die Eingabe automatisch in eine Kombination aus Auslösern, Bedingungen und Lichtaktionen. Nutzer könnten so etwa festlegen, dass sich Schalter und Sensoren am Wochenende anders verhalten oder eine bestimmte Szene aktiviert wird, sobald es dunkel wird – unabhängig von der Uhrzeit.
Die Funktion soll ab Anfang Oktober 2026 per Software-Update für Bridge-Pro-Nutzer in unterstützten Sprachen ausgerollt werden. Ebenfalls neu ist „Backup & Restore“: Nutzer von Hue Bridge und Bridge Pro können künftig ihre komplette Konfiguration – Leuchten, Zubehör, Räume, Zonen, Szenen und Automationen – in der Hue-Cloud sichern.
Das Wiederherstellen eines gesicherten Setups bleibt zunächst Bridge-Pro-Nutzern vorbehalten. Ein Termin für den Rollout steht noch nicht fest. Hinzu kommt eine bereits im Vorfeld geleakte Sonos-Integration, die nun offiziell bestätigt ist: Ausgewählte Hue-Schalter, darunter der Tap Dial Switch, sollen Sonos-Favoriten abspielen, Musik pausieren, die Lautstärke regeln und zwischen Titeln wechseln können – ganz ohne separate App. Die Integration soll im November 2026 per Update folgen.
Mehr Sync-Optionen fürs Heimkino und neue Nanoleaf-Kooperation
Für den Entertainment-Bereich bringt Philips Hue mit „Play Screen Sync“ eine Plug-and-Play-Lösung, die per Fischaugenlinse den kompletten Bildschirminhalt erfasst und unabhängig von der Quelle – Smart-TV-App, Broadcast oder HDMI-Zuspieler – in dynamisches Umgebungslicht übersetzt. Preis: ab 119,99 Euro, verfügbar ab dem 3. September 2026.
Wer lieber auf eine klassische HDMI-Lösung setzt, bekommt mit der neuen „Play HDMI Sync Box 4K“ eine schlankere und günstigere Alternative zur bisherigen Sync Box, die einen einzelnen HDMI-Eingang synchronisiert. Sie kostet ab 149,99 Euro. Neu ist zudem eine bridgelose Synchronisation: In Kombination mit einem Play-Gradient-TV-Strip lässt sich das Fernseherlicht ab sofort auch ganz ohne Hue Bridge per Bluetooth einrichten, mit Bridge sind bis zu 10 Leuchten im Surround-Setup möglich.
Über die Philips Hue Wall Light Module (ab 39,99 Euro) lassen sich künftig zudem kompatible Nanoleaf-Shapes – Hexagons, Triangles und Mini Triangles – in Hue-Szenen und Entertainment-Bereiche einbinden. Damit rückt Hue näher an Wettbewerber wie das kürzlich vorgestellte KI-gestützte Govee Sky Ceiling Light heran, das ebenfalls auf smarte Lichtstimmungen setzt.
Neue Design-Leuchten: Liane, Signe und Festavia
Auch abseits der Software gibt es Nachschub: Die neue „Liane 360°“-Lichtleiste (ab 399,99 Euro) sorgt dank Philips-Hue-OmniGlow-Technologie für eine rundum gleichmäßige Ausleuchtung und lässt sich flexibel um Möbel oder Architekturelemente legen.
Die preisgekrönte Signe-Kollektion wächst um Pendant-, Pendulum- und Pole-Varianten (ab 299,99 Euro), die nordamerikanische Verfügbarkeit folgt im November.
Im Außenbereich erweitert Festavia sein Sortiment um Curtain-, Netz- und Icicle-Lichter (ab 229,99 Euro) sowie neue, günstigere Wandleuchten und Spots (ab 79,99 Euro). Ein neuer OmniGlow-Außenstreifen (ab 199,99 Euro) rundet das Update ab. Alle Design-Produkte sind ab dem 3. September 2026 in Europa verfügbar.
Quelle: Signify Pressemitteilung, 3. September 2026