iPad 12 Leak: A19-Chip, 8 GB RAM und endlich Apple Intelligence bestätigt

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
iPad 11
Bild: Apple

Das iPad 12 bekommt laut einem frischen Code-Fund einen A19-Chip, 8 GB RAM und damit erstmals Apple Intelligence auf dem günstigsten iPad-Modell. Entdeckt hat die Details der MacRumors-Mitarbeiter Aaron Perris direkt in Apples eigenem Code. Ein offizielles Release liegt trotzdem noch in weiter Ferne.

Für alle, die aktuell mit dem Gedanken an ein neues Einsteiger-iPad spielen, ist das eine wichtige Nachricht: Wer auf Apple Intelligence warten will, muss sich noch bis mindestens Frühjahr 2027 gedulden.

Was der Leak konkret zeigt

Perris ist in Apples eigenem Code auf mehrere Referenzen gestoßen, die sich eindeutig dem Nachfolger des iPad 11 zuordnen lassen. Ungewöhnlich ist das nicht, denn Apple hinterlässt in Beta-Firmware und internen Frameworks immer wieder Spuren kommender Hardware, lange bevor irgendetwas offiziell angekündigt wird. MacRumors selbst schreibt in seinem Bericht, der Fund sei „more of a confirmation than a new leak“, weil einzelne Specs schon länger kursierten.

iPad 11
Bild: Apple

Bemerkenswert ist trotzdem, wie detailliert die Liste ausfällt. Neben dem Prozessor tauchen auch Angaben zu Modem und Funkstandards auf, die bislang nur vage vermutet wurden.

Die Spezifikationen im Überblick

Im Vergleich zum aktuellen iPad 11 bringt das iPad 12 laut den geleakten Daten vor allem beim Speicher und bei der Konnektivität einen spürbaren Sprung:

Komponente iPad 11 (aktuell) iPad 12 (Leak)
Chip A16 A19
Arbeitsspeicher 6 GB 8 GB
5G-Modem Qualcomm Apple C1X
Konnektivität Wi-Fi 6 Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread (N1-Chip)
Apple Intelligence Nein Ja

Der A19 debütierte bereits im September 2025 im iPhone 17 und bringt laut Notebookcheck einen deutlichen Leistungsschub gegenüber dem A16. Zusammen mit den zusätzlichen 2 GB RAM ist das genau die Kombination, die es braucht, um Apples KI-Funktionen überhaupt lauffähig zu machen: Apple Intelligence setzt aktuell mindestens 8 GB Arbeitsspeicher voraus. Wer sich fragt, wie sich der A19 in der aktuellen Chip-Generation einordnet, findet einen guten Vergleichspunkt in unserer Vorstellung des iPhone 18 Pro mit A20 Pro.

Auch beim Mobilfunk tut sich etwas: Notebookcheck beschreibt den hauseigenen C1X-Modem-Chip als effizienter im Vergleich zum bisher verbauten Qualcomm-Modem, was sich direkt auf die Akkulaufzeit unterwegs auswirken dürfte. Der neue N1-Chip übernimmt parallel Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread und bringt das günstigste iPad damit auf den gleichen Funkstandard wie die teureren Modelle der aktuellen Generation.

Apple Intelligence auf dem Einsteiger-iPad: Warum das wichtig ist

Bislang war Apple Intelligence dem iPad 11 komplett verwehrt, weil schlicht der Arbeitsspeicher fehlte. Das dürfte viele potenzielle Käufer bislang zum teureren iPad Air oder iPad Pro getrieben haben, wenn ihnen KI-Funktionen wichtig waren. Mit 8 GB RAM verschwindet diese künstliche Hürde beim iPad 12, zumindest auf dem Papier. Ob Apple die volle Funktionspalette von Apple Intelligence tatsächlich freischaltet oder einzelne rechenintensive Features den Pro-Modellen vorbehält, geht aus dem aktuellen Leak nicht hervor.

Zu möglichen neuen Farboptionen gibt es im aktuellen Fund übrigens nur vage Andeutungen, keine belastbaren Details.

Release und Preis: Wann kommt das iPad 12?

Sowohl MacRumors als auch Notebookcheck gehen davon aus, dass ein offizielles Announcement nicht vor Frühjahr 2027 kommt. Das passt zum bisherigen Rhythmus: Das iPad 11 kam im März 2025 auf den Markt, und Apple lässt sich beim Einsteiger-iPad meist rund zwei Jahre Zeit bis zum Nachfolger. Beim Preis zeichnet sich bislang Kontinuität ab. Nach der Preiserhöhung im Juni 2026 kostet das iPad 11 aktuell 449 Euro, und genau auf diesem Niveau dürfte laut den aktuellen Berichten auch das iPad 12 starten.

Fazit

Der iPad 12 Leak liest sich wie ein überfälliges Update fürs Einsteiger-Modell: A19-Chip, 8 GB RAM, modernes Funkmodul und endlich Apple Intelligence machen aus dem bisherigen Sparmodell ein deutlich zukunftsfähigeres Gerät. Bis zur offiziellen Vorstellung dürfte allerdings noch reichlich Zeit vergehen. Wer jetzt ein neues iPad braucht, kommt am aktuellen iPad 11 vorerst nicht vorbei. Für alle anderen lohnt sich ab Anfang 2027 ein zweiter Blick, sobald Apple näher an eine offizielle Ankündigung heranrückt.

Quellen: MacRumors