Apple hat sich beim iPad mini 8 offenbar selbst verraten. Aus Code, den der Konzern eigentlich nicht öffentlich zeigen wollte, hat MacRumors-Mitarbeiter Aaron Perris Produktdetails und Bilder herausgezogen. Das Ergebnis: ein A20-Pro-Chip, ein OLED-Display und eine Frontkamera, die künftig im Querformat sitzt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Neuer A20-Pro-Chip für spürbar mehr Leistung
- Etwas größeres Display, vermutlich mit OLED-Panel
- Frontkamera wandert an die lange Displaykante
- Neues Lautsprecher-System auf Vibrationsbasis plus Wasserschutz
- Marktstart laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman noch im Oktober 2026
A20 Pro und ein größeres Display
Im Zentrum des Leaks steht der A20-Pro-Chip. Er würde dem iPad mini einen ordentlichen Leistungssprung bescheren, gerade für Aufgaben wie Bildbearbeitung, Gaming oder KI-Funktionen, bei denen das aktuelle Modell an seine Grenzen stößt. Dazu kommt ein Bildschirm, der laut den geleakten Daten etwas größer ausfällt als beim Vorgänger. Wie viel Zoll am Ende dabei herumkommen, verraten die Unterlagen nicht, frühere Gerüchte hatten von einem Sprung auf rund 8,5 Zoll gesprochen.
OLED-Display, aber mit kleiner Kerbe
Schon länger halten sich Berichte, wonach Apple beim iPad mini auf OLED-Technologie umsteigt, ähnlich wie bereits beim iPad Pro geschehen. Der aktuelle Leak liefert dafür weitere Indizien. Auffällig ist eine kleine Aussparung am oberen Rand der Displayglasscheibe, ähnlich der Notch, wie man sie von aktuellen iPhones kennt. Sie soll Platz für die Lautsprecherkomponenten schaffen und ist der sichtbarste Design-Unterschied zum aktuellen Modell. Wie die Rückseite und die Seitenprofile aussehen, zeigen die Apple-eigenen Unterlagen bislang nicht.
Kamera wandert ins Querformat
Die zweite große Änderung betrifft die Frontkamera. Sie rückt an die lange Seite des Displays, also in eine Position, die für Videocalls im Querformat deutlich angenehmer ist. Wer im Hochformat filmt, kennt das Problem: Man blickt ständig knapp an der Linse vorbei. Beim iPad Pro hat Apple diesen Schritt bereits vollzogen, das iPad mini wäre damit das letzte Modell der Reihe, das nachzieht. An den Kamerasensoren selbst ändert sich laut bisherigen Berichten nichts, es bleibt wohl bei 12 Megapixeln vorne wie hinten.
Vibrations-Lautsprecher und mehr Wasserschutz
Neben der Notch für die Lautsprecher deutet der Leak auf ein komplett neues Audiosystem hin, das auf Vibrationstechnik statt klassischer Lautsprecheröffnungen setzt. Bloomberg-Journalist Mark Gurman hatte genau das schon zuvor vermutet und bringt zusätzlich einen verbesserten Wasserschutz ins Spiel. Lautstärkewippe und Powertaste bleiben den Bildern zufolge oben am Gehäuse, wo sie schon beim aktuellen Modell sitzen.
Release und Preis: Wann kommt das iPad mini 8?
Ein festes Vorstellungsdatum hat Apple nicht genannt, das überrascht bei einem Leak aus dem eigenen Code auch nicht. Mark Gurman geht davon aus, dass das Gerät noch im Oktober 2026 in den Handel kommt, andere Berichte halten inzwischen auch einen Rutsch ins erste Quartal 2027 für möglich. Zum Preis äußert sich der aktuelle Leak nicht. Die aktuelle Generation startet bei 599 Euro, nachdem Apple den Einstiegspreis im Sommer 2026 bereits von 499 Euro angehoben hatte. Mit OLED-Panel und neuem Chip wäre ein weiterer Aufschlag keine Überraschung, dürfte sich aber in Grenzen halten.
iPad mini 8 im Vergleich: Was sich laut Leak ändert
| Merkmal | Aktuelles iPad mini | iPad mini 8 (Leak) |
|---|---|---|
| Chip | A17 Pro | A20 Pro |
| Display | LCD, 8,3 Zoll | OLED, etwas größer |
| Frontkamera | Hochformat | Querformat |
| Lautsprecher | Klassische Öffnungen | Vibrationsbasiert, mit Notch |
| Wasserschutz | Nein | Laut Gerücht ja |
| Einstiegspreis | 599 Euro | Noch unbekannt |
Fazit
Der Leak zum iPad mini 8 liest sich nach dem größten Update, das Apples kleinstes Tablet seit Jahren bekommen hat: neuer Chip, neues Display, neue Kameraposition. Offiziell ist davon nichts, doch dass die Informationen direkt aus Apples eigenem Code stammen, macht sie glaubwürdiger als die üblichen Gerüchteküche-Meldungen. Bis zur Vorstellung, die laut Gurman noch im Oktober ansteht, dürfte weiter durchsickern, was Apple lieber für sich behalten hätte. Wer noch mit dem Kauf wartet, findet in unserer iPad-Kaufberatung einen Überblick über alle aktuellen Modelle.
Wie leistungsfähig der A20 Pro tatsächlich ist, zeigt sich schon jetzt im iPhone 18 Pro, das den Chip als erstes Gerät erhalten hat. Auch softwareseitig tut sich bei Apple gerade einiges, einen Überblick über die aktuelle Systemgeneration gibt unser Artikel zum iOS-27-Release.
Quellen
