iPhone 17: Steht die Preiserhöhung schon in dieser Woche bevor?

Philipp Briel
Philipp Briel · 5 Min. Lesezeit
iPhone 17 Pro
Bild: Apple

Das iPhone wird teurer, wie es aussieht. Eine iPhone-17-Preiserhöhung soll laut aktuellen Gerüchten schon in den kommenden Tagen kommen, mitten im Lebenszyklus des Geräts und Monate vor dem eigentlichen Modellwechsel. Grund sind laut einem Bericht von 9to5Mac explodierende Kosten für Speicherchips. Eine globale Preiserhöhung für ein bereits erhältliches iPhone-Modell hätte es in dieser Form noch nie gegeben.

Normalerweise rührt Apple an den Preisen seiner Smartphones erst dann, wenn im September die nächste Generation vorgestellt wird. Diesmal könnte es anders kommen: Laut dem chinesischen Leaker Fixed Focus Digital, dessen Hinweise über 9to5Mac verbreitet wurden, bereitet Apple eine Preisanpassung noch vor dem Marktstart des iPhone 18 Pro vor.

Kurz zusammengefasst: Apple soll die Preise der iPhone-17-Reihe wegen steigender Speicherchip-Kosten schon vor dem iPhone-18-Pro-Start anheben. Weltweit ist von einem Aufschlag um rund 74 US-Dollar die Rede, konkrete Zahlen für Deutschland fehlen noch. Die Quelle des Gerüchts gilt als nicht durchgehend zuverlässig, das Szenario passt aber zu Apples bereits erfolgten Preisrunden bei Mac und iPad.

Warum will Apple die Preise mitten im Modelljahr erhöhen?

Der Auslöser liegt laut den Berichten nicht bei Apple selbst, sondern bei den Zulieferern. Speicherbausteine wie DRAM und NAND-Flash sind seit Monaten knapp und entsprechend teuer, unter anderem, weil Rechenzentren für KI-Anwendungen laut Marktbeobachtern inzwischen einen Großteil der weltweiten Speicherchip-Produktion abnehmen. Das trifft praktisch die gesamte Elektronikbranche, und Apple hatte bereits Ende Juni 2026 die Preise für Mac, iPad und Apple Music angehoben. Erst im Juli hatte der Konzern zudem mit AppleCare One ein neues, kostenpflichtiges Abo-Modell für Apple-Geräte in Deutschland eingeführt.

Die aktuellen Gerüchte gehen davon aus, dass Apple aus dem gleichen Grund nun auch beim iPhone 17 nachziehen könnte. Zusätzlich soll der Konzern geplante Kapazitätserweiterungen in der Fertigung bestimmter Produktlinien von 15 auf 30 Prozent vorerst gestoppt haben, was ebenfalls auf angespannte Lieferketten hindeutet.

Wie hoch könnte die Preiserhöhung ausfallen?

Konkrete Zahlen für Deutschland liegen bislang nicht vor, aber einzelne Berichte nennen erste Anhaltspunkte aus anderen Märkten. Laut ad-hoc-news soll der weltweite Aufschlag bei umgerechnet rund 74 US-Dollar liegen. In Japan wurden die Preise für die iPhone-17-Reihe bereits im Juli 2026 um 8 bis 11 Prozent angehoben, beim iPhone 17 Pro Max sogar um 10,3 Prozent, was dort allerdings auch mit der schwachen Landeswährung zusammenhängt.

Markt Bisheriger Trend Zeitpunkt
Japan iPhone 17 Pro Max: +10,3 Prozent Juli 2026
USA (Gerücht) rund +74 US-Dollar auf die iPhone-17-Reihe angeblich ab 10. August 2026
Mac, iPad, Apple Music Preise bereits erhöht 25. Juni 2026

Ob und wie stark der deutsche Markt betroffen wäre, ist offen. Bei früheren Preisrunden hat Apple Erhöhungen in den USA nicht automatisch eins zu eins auf Europa übertragen, teilweise wurden sie hierzulande sogar stärker oder schwächer ausgeschlagen, je nach Wechselkurs und Mehrwertsteuer.

Wie verlässlich ist die Quelle des Gerüchts?

Hier ist Vorsicht angebracht. Fixed Focus Digital ist ein Account auf der chinesischen Plattform Weibo, und solche Leaker liegen erfahrungsgemäß nicht immer richtig. Selbst 9to5Mac weist in der eigenen Berichterstattung darauf hin, dass am Gerücht Zweifel bestehen. Auf der anderen Seite lag die Quelle in der Vergangenheit auch schon richtig, etwa beim Namen des iPhone 16e vor dessen Vorstellung. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet am besten die nächsten Tage ab, bevor er eine Kaufentscheidung danach ausrichtet.

Warum bleibt das iPhone 17 überhaupt so lange im Programm?

Der Zeitpunkt des Gerüchts hängt eng mit Apples veränderter Modellstrategie zusammen. Im September 2026 bringt Apple nur das iPhone 18 Pro und ein faltbares Gerät auf den Markt. Die Standardversionen der 18er-Reihe sollen dagegen erst im Frühjahr 2027 folgen, ähnlich wie es beim iPhone 16 schon der Fall war. Das iPhone 17 muss also deutlich länger als Einstiegsmodell durchhalten als frühere Generationen, was eine Preisanpassung mitten im Zyklus aus Apples Sicht nachvollziehbarer macht als bei einem Modell, das ohnehin in wenigen Wochen abgelöst wird.

Wie stark sich Apples Produktstrategie insgesamt gerade wandelt, zeigen auch andere aktuelle Gerüchte: Für die Apple Watch kursieren bereits Hinweise auf ein dünneres Gehäuse und neue Gesundheitsfunktionen, und selbst zum übernächsten iPhone gibt es erste, zugegeben sehr spekulative Berichte über das iPhone 20 Pro Max.

Was bedeutet das für Käufer des iPhone 18 Pro?

Wer ohnehin auf das iPhone 18 Pro im September wartet, sollte sich ebenfalls auf höhere Preise einstellen. Berichten zufolge müssen Käufer mit einem Aufschlag von etwa 300 US-Dollar gegenüber dem aktuellen iPhone 17 Pro rechnen, umgerechnet knapp 260 Euro. Die knappen Speicherchips treffen also nicht nur das laufende Modell, sondern auch die kommende Generation.

Fazit

Ob die iPhone-17-Preiserhöhung tatsächlich in dieser Woche kommt, lässt sich derzeit nicht seriös vorhersagen. Die Gemengelage aus steigenden Speicherchip-Preisen, Apples bereits erfolgten Preisrunden bei Mac und iPad sowie der ungewöhnlich langen Lebensdauer des iPhone 17 macht das Szenario aber plausibel. Wer sowieso ein iPhone 17 kaufen wollte, tut gut daran, das eher früher als später zu tun, bis Apple offiziell Klarheit schafft.