iPhone 18 erst 2027? Lieferketten-Bericht deutet Verspätung des Standardmodells an

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
iPhone 17
Bild: Apple

Das Standard-iPhone 18 könnte erst im Frühjahr 2027 erscheinen – und damit nicht wie gewohnt im September. Darauf deuten gleich mehrere Lieferketten-Berichte hin, zuletzt bestärkt durch Aussagen eines wichtigen Apple-Zulieferers. Die Pro-Modelle und ein faltbares iPhone sollen dagegen wie üblich im Herbst 2026 starten. Apple würde damit erstmals seit über einem Jahrzehnt seinen Release-Rhythmus aufbrechen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • iPhone 18 (Standard): Marktstart angeblich erst Frühjahr 2027
  • iPhone 18 Pro & Pro Max: weiterhin Herbst 2026 erwartet
  • Faltbares iPhone („Fold“/„Ultra“): ebenfalls Herbst 2026
  • iPhone 18e & iPhone Air 2: gemeinsam mit dem 18 im Frühjahr 2027
  • Quelle des Hinweises: Aussagen von Apple-Zulieferer Largan Precision
  • Status: Gerücht – keine offizielle Bestätigung von Apple

Was steckt hinter dem Gerücht zur iPhone-18-Verspätung?

Der jüngste Hinweis kommt von einer eher ungewöhnlichen Stelle: Largan Precision, ein taiwanischer Hersteller, der als zentraler Zulieferer für die Kameralinsen des iPhone gilt. Auf der jährlichen Aktionärskonferenz erklärte Chairman Lin En-Ping, dass ein „bedeutsamer Kunde aus den USA“ den Start eines neuen Modells auf das Jahr 2027 verschoben habe. Einen Namen nannte er nicht – das ist in der Lieferkette so üblich. Doch die Branche ist sich einig, wer gemeint sein dürfte.

Besonders aufschlussreich ist ein Detail: Lin sprach davon, dass die Werksauslastung Ende 2026 höher ausfalle als gedacht, damit bestimmte Bauteile Anfang 2027 bereitstehen. Genau dieser Zeitplan passt zu den seit Wochen kursierenden Berichten – unter anderem von MacRumors – wonach das Standard-iPhone 18 nicht zusammen mit den Premium-Modellen im Herbst ausgeliefert wird. Dass sich ein Apple-Zulieferer öffentlich zu Produktplänen äußert, ist ohnehin selten und verleiht dem Gerücht zusätzliches Gewicht.

Geteilter Release: Pro-Modelle im Herbst, Standardmodell im Frühjahr

Den Berichten zufolge gibt Apple die iPhone-18-Reihe nicht auf, sondern teilt sie auf. Die Premium-Modelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sollen im September 2026 erscheinen – gemeinsam mit Apples erstem faltbaren iPhone, das in Berichten mal als „Fold“, mal als „Ultra“ bezeichnet wird. Es wäre Apples Einstieg in einen Markt, den Samsung seit Jahren dominiert.

Das reguläre iPhone 18 würde dann gemeinsam mit dem iPhone 18e und einem iPhone Air 2 ins Frühjahr 2027 rutschen. Aus Apple-Sicht hätte das durchaus Logik: Ein Abstand von rund sechs Monaten zwischen den Modellen entzerrt den Release-Zyklus und sorgt über das Jahr verteilt für konstantere Verkäufe, statt alles auf ein einziges September-Event zu konzentrieren.

Erste Abweichung seit dem iPhone 4S

Sollte sich das Gerücht bestätigen, wäre es die erste echte Abweichung vom gewohnten Veröffentlichungszyklus seit dem iPhone 4S aus dem Jahr 2011. Das Frühjahr hat Apple bislang nur für die Einsteigermodelle iPhone 16e und 17e genutzt – die naturgemäß weniger Aufsehen erregen als die Hauptserie. Ein komplettes Standardmodell ins Frühjahr zu verschieben, wäre ein deutlich größerer Bruch mit der Tradition.

Wer sich die aktuelle Generation noch einmal vergegenwärtigen will: Mit dem iPhone 17 und den iPhone 17 Pro-Modellen hat Apple zuletzt im September 2025 geliefert, das günstigere iPhone 17e folgte im Frühjahr 2026. Genau dieser Frühjahrs-Slot der E-Reihe könnte künftig auch das Standardmodell beherbergen.

Einordnung: Wie belastbar ist die Verspätung?

Stand jetzt handelt es sich um ein gut untermauertes Gerücht, nicht um eine offizielle Ankündigung. Apple selbst hat sich erwartungsgemäß nicht geäußert. Allerdings stützen sich die Berichte inzwischen auf mehrere Insider-Quellen, und die öffentliche Aussage von Largan Precision lässt sich kaum als Zufall abtun. Bis Apple Fakten schafft, bleibt vieles Spekulation – aber die Indizien für einen verspäteten Marktstart des iPhone 18 verdichten sich zunehmend.