iPhone 18 mit 9 GB RAM: Apple wählt eine ungewöhnliche Speichergröße

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
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Das iPhone 18 und das iPhone 18e sollen laut Analyst Ming-Chi Kuo mit 9 GB RAM auf den Markt kommen – nicht mit den zwölf Gigabyte, die viele erwartet hatten. Das ist eine krumme Zahl für Arbeitsspeicher, und genau das macht die Meldung interessant. Der Hintergrund: Apple will die KI-Funktionen von iOS 27 unterstützen, gleichzeitig aber die Kosten im Griff behalten.

Die beiden Basismodelle werden für das Frühjahr 2027 erwartet, rund um März oder April. Aktuell stecken im iPhone 17 acht Gigabyte. Der Sprung auf neun ist also ein Plus, fällt aber kleiner aus als gedacht.

Das Wichtigste in Kürze

  • iPhone 18 und iPhone 18e sollen 9 GB RAM bekommen, statt der vorher gehandelten 12 GB.
  • Der RAM setzt sich aus sechs Modulen mit je 1,5 GB zusammen – realisiert über den neuen A20-Chip.
  • Grund für die ungerade Größe ist der teure Speichermarkt. Apple spart hier bewusst.
  • Die Pro-Modelle behalten ihre 12 GB für komplexere KI-Aufgaben auf dem Gerät.
  • Ob 9 GB für alle Apple-Intelligence-Funktionen reichen, ist offen.

iPhone 18 mit 9 GB RAM: Warum eine so krumme Zahl?

Speichergrößen wachsen normalerweise in Zweierschritten: 4, 8, 16, 32 GB. Neun fällt aus dieser Logik komplett heraus. Der Grund liegt in der Bauweise. Kuo berichtet auf X, dass der kommende A20-Prozessor den Speicher als sechs Module mit jeweils 1,5 GB anordnet – macht zusammen neun. Zum Vergleich: Das iPhone 17 mit dem A19 nutzt vier Module zu je zwei Gigabyte, also acht.

Apple geht damit einen Mittelweg. Genug RAM, damit zumindest ein Teil der neuen KI-Features läuft, aber nicht so viel, dass die Produktionskosten explodieren. Denn der A20 ist nicht billig: Berichte aus der Lieferkette nennen einen Stückpreis von bis zu 280 US-Dollar, rund 80 Prozent mehr als beim Vorgänger. Gefertigt wird der Chip übrigens in TSMCs 2-nm-Verfahren, was spürbar mehr Tempo und bessere Effizienz verspricht.

Kostendruck statt Großzügigkeit

Lange sah es so aus, als würde Apple die Basismodelle direkt auf zwölf Gigabyte hieven. Dann kam die Korrektur. Schuld sind die Preise auf dem globalen Speichermarkt, die seit Monaten anziehen. Derselbe Druck hat Apple schon dazu gebracht, die Preise für Macs und iPads anzuheben.

Passend dazu gab es bereits früher Hinweise, dass Apple beim Standard-iPhone 18 an mehreren Stellen spart. Ein Leaker aus China berichtete von Fertigungs-Downgrades, die das reguläre Modell näher an das günstigere iPhone 18e rücken – einige Bauteile sollen sogar zwischen beiden Geräten austauschbar sein. Die neun Gigabyte fügen sich in dieses Muster.

Bei den teureren Geräten ändert sich nichts. iPhone 18 Pro, Pro Max und das erwartete Falt-iPhone behalten ihre zwölf Gigabyte (1,5 GB × 8 Module) und kommen schon im Herbst 2026 auf den Markt. Diese Geräte gelten als Voraussetzung, um anspruchsvollere KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät auszuführen, ohne die Cloud zu bemühen. Das ist auch ein Datenschutzvorteil, weil die Daten das Telefon nicht verlassen.

Reichen 9 GB für Apple Intelligence?

Hier wird es heikel. Apple nennt aktuell zwölf Gigabyte als Mindestvoraussetzung für seine aufwendigsten On-Device-KI-Funktionen. Das iPhone 17 mit acht Gigabyte kann diese Modelle nicht lokal ausführen. Mit neun Gigabyte liegt das iPhone 18 dazwischen – über der alten Grenze, aber unter der KI-Decke.

Was das konkret heißt, weiß außerhalb von Apple niemand. Möglich ist, dass Apple die Schwelle für einige Funktionen senkt. Genauso gut könnte das Unternehmen die schwersten Features den Pro-Modellen vorbehalten. Käufer der Basisgeräte dürfen eine flüssigere Nutzung der in iOS 27 integrierten KI erwarten, aber wohl mit Einschränkungen gegenüber den teureren Varianten.

Technische Daten im Überblick

Modell RAM Konfiguration Chip Erwarteter Start
iPhone 17 (aktuell) 8 GB 2 GB × 4 Module A19 September 2025
iPhone 18 / 18e 9 GB 1,5 GB × 6 Module A20 (2 nm) Frühjahr 2027
iPhone 18 Pro / Pro Max 12 GB 1,5 GB × 8 Module A20 Pro Herbst 2026
Angaben basierend auf Prognosen von Ming-Chi Kuo. Offiziell bestätigt ist davon noch nichts.

Einordnung

Kuo gilt als gut vernetzte Quelle, trifft aber nicht immer ins Schwarze. Bis Apple selbst etwas sagt, bleibt das eine fundierte Prognose und kein Datenblatt. Bis zum Release der Basismodelle ist noch fast ein Jahr Zeit, da kann sich einiges verschieben.

Wer aktuell ein iPhone 15 oder älter nutzt, bekommt mit dem iPhone 18 trotzdem ein ordentliches Paket: 2-nm-Chip, mehr RAM und voraussichtlich bessere Akkulaufzeit. Die spannende Frage bleibt, wie viel von Apples KI-Ambitionen am Ende wirklich auf dem günstigeren Modell läuft. Falls dir die aktuelle Generation reicht: Wir haben das iPhone 17 bei seiner Vorstellung ausführlich beschrieben, ebenso das günstigere iPhone 17e und die Pro-Modelle iPhone 17 Pro und Pro Max.

Quellen: WinFuture, MacRumors, Cult of Mac, Ming-Chi Kuo (X)