Das iPhone Ultra, Apples erstes faltbares iPhone, könnte zum Verkaufsstart deutlich knapper ausfallen als gedacht. Laut TF-Securities-Analyst Ming-Chi Kuo dürfte die Verfügbarkeit sich um mehrere Wochen verzögern, während Scalper von den daraus resultierenden Engpässen profitieren könnten.
Parallelen zum iPhone-X-Start 2017
Wie Kuo laut Notebookcheck mitteilte, ziehe er klare Parallelen zum iPhone X aus dem Jahr 2017: Damals wurde das Gerät zwar zeitgleich mit dem iPhone 8 am 12. September vorgestellt, der Vorverkauf startete aber erst am 27. Oktober, die eigentliche Verfügbarkeit sogar erst am 3. November. Für das iPhone Ultra rechnet Kuo mit einem ähnlichen Muster: Vorgestellt werden soll es zwar im Rahmen der für den 8. oder 9. September erwarteten Apple-Keynote, der eigentliche Verkaufsstart könnte aber erst im vierten Quartal 2026 folgen. Auch 9to5Mac bestätigt diese Einschätzung anhand von Kuos aktueller Analyse.
Grund für die Verzögerung sind laut Kuo begrenzte Produktionsmengen: Im dritten Quartal 2026 sollen lediglich 500.000 bis 1 Million Einheiten gefertigt werden – nur rund 10 Prozent der für das zweite Halbjahr insgesamt erwarteten 7 bis 8 Millionen Geräte. Dass Apples faltbares iPhone mit Produktionsproblemen zu kämpfen hat, ist dabei keine neue Erkenntnis, sondern reiht sich in eine ganze Serie an Berichten über Verzögerungen bei Display und Scharniermechanik ein.
Hohe Preise, noch höhere Wiederverkaufsmargen
Schon die unverbindliche Preisempfehlung dürfte kräftig ausfallen: Kuo geht von 2.300 bis 2.500 US-Dollar aus und übertrifft damit sogar frühere Preis-Leaks rund um die 3.000-Euro-Marke in Europa. Sollte die Nachfrage bis Jahresende das Angebot tatsächlich übersteigen, könnten Wiederverkäufer laut Kuo zusätzlich 50 bis 100 Prozent Aufschlag auf den offiziellen Verkaufspreis erzielen – eine satte Gewinnspanne für Scalper, die frühzeitig zugreifen können.
Anders als beim iPhone X, das allein in der zweiten Jahreshälfte 2017 rund 30 Millionen Mal über die Ladentheke ging, rechnet Kuo diesmal mit deutlich geringeren Stückzahlen. Für das zweite Halbjahr 2026 kalkuliert er mit etwa 7 bis 8 Millionen verkauften Foldables – ein Bruchteil der damaligen iPhone-X-Zahlen, was vor allem am hohen Preis und an Problemen in der Fertigung liegen dürfte.
Was das für Kaufinteressierte bedeutet
Wer sich für das iPhone Ultra interessiert, sollte sich laut Kuo auf Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen oder länger einstellen, sobald der Vorverkauf startet. Wirklich verlässliche Aussagen über die langfristige Nachfrage seien ohnehin erst gegen Ende des Jahres oder im ersten Quartal 2027 möglich, wenn sich der anfängliche Hype gelegt hat und sich die Produktionsengpässe entspannen. Bis dahin bleibt unklar, ob Apple mit seinem ersten Foldable ähnliche Erfolge wie einst mit dem iPhone X feiern kann – zumindest die Vorzeichen für einen holprigen Verkaufsstart verdichten sich derzeit.
Fazit
Das iPhone Ultra dürfte zum Verkaufsstart eines der am schwersten zu bekommenden Apple-Geräte der vergangenen Jahre werden. Zwischen hohem Einstiegspreis, begrenzten Stückzahlen und einem möglichen verspäteten Marktstart im vierten Quartal spricht derzeit einiges dafür, dass Interessierte entweder sehr schnell vorbestellen oder mit deutlichen Aufpreisen bei Wiederverkäufern rechnen müssen.