JBL Cinema SB MK2: Neue Soundbar-Serie nutzt den Flip 7 als Rear-Speaker

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
JBL Cinema SB MK2
Bild: JBL

JBL bringt mit der Cinema SB MK2-Serie vier neue Soundbars auf den Markt, die ab dem 1. Oktober 2026 für Preise zwischen 199,99 und 449,99 Euro erhältlich sind. Die Modelle SB510MK2, SB550MK2, SB580MK2 und SB595MK2 unterscheiden sich vor allem bei Leistung, Subwoofer und Dolby-Unterstützung, teilen sich aber eine Besonderheit: Per SurroundPlay-Technik lassen sich zwei JBL Flip 7 kabellos als Rear-Speaker einbinden.

Die vier Modelle im Überblick

Alle vier Soundbars setzen auf einen dedizierten Center-Kanal für klarere Dialoge, dazu kommen Bluetooth und Auracast für die Kopplung mit kompatiblen Kopfhörern. Bei Leistung und Formaten gibt es aber deutliche Unterschiede:

Modell Preis (UVP) Leistung Kanäle Subwoofer Dolby HDMI
SB510MK2 199,99 € 200 Watt 3.1 integriert Dolby Audio ARC
SB550MK2 249,99 € 360 Watt 3.1 5,25 Zoll, kabellos Dolby Audio ARC
SB580MK2 349,99 € 440 Watt 3.1 6,5 Zoll, kabellos Dolby Atmos eARC
SB595MK2 449,99 € 440 Watt 3.1.2 6,5 Zoll, kabellos Dolby Atmos (mit Upfiring-Treibern) eARC

Das Spitzenmodell SB595MK2 ist die einzige Soundbar der Serie mit echten Upfiring-Treibern für Dolby Atmos. Das SB580MK2 verarbeitet Atmos-Signale zwar auch, verzichtet aber auf die nach oben abstrahlenden Treiber. Wer nur Dolby Audio braucht, etwa für klassisches Stereo- oder Surround-Material ohne Atmos-Objekte, ist mit SB510MK2 oder SB550MK2 günstiger bedient.

SurroundPlay: Der Flip 7 wird zum Rear-Speaker

Das auffälligste neue Feature heißt SurroundPlay. Damit lassen sich zwei JBL Flip 7 kabellos mit der Soundbar koppeln und als hintere Surround-Kanäle nutzen, ganz ohne zusätzliche Rear-Lautsprecher kaufen zu müssen. Zum Marktstart funktioniert das ausschließlich mit dem Flip 7, JBL kündigt aber an, die Kompatibilität später auf weitere Lautsprecher der eigenen Reihe auszuweiten. Wie zuverlässig sich die Kopplung im Alltag verhält und wie groß der Klangunterschied zu fest verkabelten Rear-Speakern ausfällt, muss sich erst in der Praxis zeigen.

Faltbares Design für weniger Verpackung

Bei SB550MK2, SB580MK2 und SB595MK2 setzt JBL zudem auf ein zusammenklappbares U-förmiges Gehäuse. Dadurch soll sich das Packvolumen um bis zu 20 Prozent verringern, was laut Hersteller sowohl beim Transport als auch beim CO2-Fußabdruck des Versands helfen soll. Nur das Einstiegsmodell SB510MK2 mit integriertem Subwoofer bleibt bei der klassischen Bauform.

Carsten Olesen, President of Consumer Audio bei HARMAN, fasst die Positionierung der Serie so zusammen: Es gehe darum, Kundinnen und Kunden echten Mehrwert zu bieten, mit klaren Dialogen, kräftigem Bass und echtem Kinosound zu einem erschwinglichen Preis.

Preise und Verfügbarkeit

Die JBL Cinema SB MK2-Serie startet am 1. Oktober 2026 auf JBL.com. Wer bereits eine ältere JBL-Soundbar besitzt oder über ein Upgrade nachdenkt, findet mit dem SB510MK2 für 199,99 Euro den günstigsten Einstieg, während das SB595MK2 für 449,99 Euro als einziges Modell echtes Dolby Atmos mit Upfiring-Treibern und 3.1.2-Kanäle bietet. Wer stattdessen kompakte Bluetooth-Lautsprecher sucht, findet in unserem Bericht zu den JBL Xtreme 5 und Go 5 weitere aktuelle Modelle aus dem Portfolio, und auch Boombox 3 und Charge 5 haben zuletzt ein Update erhalten.

JBL
Bild: JBL

Konkurrenz gibt es genug: Sonos bietet mit der Arc ebenfalls eine Dolby-Atmos-Soundbar an, und erst vor Kurzem hat Marshall den Heston 120 vorgestellt. Beide Modelle liegen preislich deutlich über der JBL-Serie, bieten dafür aber keine vergleichbare SurroundPlay-Funktion.

Für alle, die bereits einen Flip 7 besitzen, dürfte genau das der entscheidende Punkt sein: Statt separate Rear-Lautsprecher zu kaufen, reicht ein zweiter Flip 7 und ein Software-Update, um aus der Soundbar ein echtes Surround-System zu machen. Ob das im Alltag genauso gut funktioniert wie versprochen, werden die ersten Tests nach dem Marktstart am 1. Oktober zeigen.