JBL Cove heißt die neue Multiroom-Lautsprecherserie von JBL, die ab dem 8. Oktober 2026 in den Handel kommt. Drei Modelle namens M1, P1 und X1 sollen WLAN-Sound in jeden Raum bringen und dabei mit AirPlay 2, Google Cast und Dolby Atmos gegen etablierte Anbieter wie Sonos antreten. Die Preise starten bei 229,99 Euro.
Für JBL ist das ein größerer Schritt als es zunächst klingt. Bluetooth-Boxen wie die Xtreme-Reihe oder die Charge-Modelle mit WLAN-Update kennt man schon, doch ein waschechtes Multiroom-System mit Raumkalibrierung und Streaming-Diensten direkt an Bord hatte die HARMAN-Marke bislang nicht im Portfolio. Genau diese Lücke soll Cove jetzt schließen.
Die drei Modelle: M1, P1 und X1 im Vergleich
Alle drei Cove-Lautsprecher teilen sich die Grundausstattung: WLAN, Bluetooth, ein Moment-Button für Spotify Tap und die JBL-One-App zur Steuerung. Unterschiede gibt es bei Treibern, Stromversorgung und Dolby-Atmos-Unterstützung.
| Modell | Preis (UVP) | Treiber | Dolby Atmos | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Cove M1 | 229,99 € | 2× 30-mm- + 1× 20-mm-Hochtöner, 4-Zoll-Woofer | Nein | Nur Netzbetrieb, als Rear-Speaker für Bar-Soundbars nutzbar |
| Cove P1 | 449,99 € | 3× 30-mm- + 1× 20-mm-Hochtöner, 4-Zoll-Woofer | Ja | Bis zu 14 Stunden Akkulaufzeit, IP56, Ladedock, Rear-Speaker-fähig |
| Cove X1 | 499,99 € | 4× 30-mm-Hochtöner, 2× 4-Zoll-Woofer | Ja | Flaggschiff, aktuell nicht als Rear-Speaker nutzbar |
Auffällig: Der X1 kostet zwar am meisten, verzichtet aber auf den tragbaren Akkubetrieb des P1 und auf die IP56-Zertifizierung. Wer also einen portablen Lautsprecher mit Atmos-Support sucht, greift eher zum P1, während der X1 als fest installierter Klangriese für Wohn- oder Arbeitszimmer gedacht ist. Genaue Angaben zu Gehäusemaßen, Gewicht oder Verstärkerleistung hat JBL bislang nicht veröffentlicht.
Multiroom, Streaming und smarte Extras
Bei der Konnektivität fährt JBL breit auf: AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, Tidal Connect und Qobuz Connect werden ebenso unterstützt wie Roon Ready und Hi-Res Audio. Damit lassen sich die Cove-Lautsprecher in praktisch jede bestehende Streaming-Umgebung einbinden, ohne dass man zwingend die JBL-One-App oder ein Nutzerkonto braucht.
Zwei Softwarefunktionen sollen den Alltag erleichtern. „Constant Sound Field“ kalibriert den Klang automatisch anhand der Raumakustik, während „AI Sound Boost“ bei hoher Lautstärke Verzerrungen in Echtzeit reduzieren soll. Über die Moment-Taste lässt sich außerdem „Music Follows Me“ auslösen: Ein langer Druck schickt die aktuelle Wiedergabe an den nächsten Cove-Lautsprecher im Haus, etwa wenn man vom Wohnzimmer in die Küche wechselt.
Sprachsteuerung kommt erst später und zunächst nur in einem Markt: Alexa+ soll im weiteren Verlauf von 2026 folgen, vorerst exklusiv für die USA. Wann und ob eine Alexa-Integration nach Deutschland kommt, hat JBL noch nicht bestätigt.
Wer bereits eine JBL-Soundbar besitzt, kann die M1- und P1-Modelle als kabellose Rear-Speaker einbinden. Kompatibel sind die Bar 300MK2, Bar 500MK2, Bar 800MK2, Bar 1000MK2 und Bar 1300MK2. Der X1 unterstützt diese Funktion zum Marktstart noch nicht, laut JBL könnte das aber per Software-Update nachgereicht werden.
JBL Cove gegen Sonos, Denon und Bluesound
Die Preisgestaltung zeigt, wen JBL im Visier hat. Der M1 tritt für 229,99 Euro direkt gegen den Sonos Era 100 (219 Euro) an, während der X1 mit vier Hochtönern, zwei Woofern und Dolby Atmos preislich nah am Sonos Era 300 liegt. Beim P1 wird es interessant: Für 449,99 Euro bekommt man einen tragbaren Lautsprecher mit Dolby Atmos, IP56-Schutz und 14 Stunden Akkulaufzeit, während der vergleichbare Sonos Move 2 keine Atmos-Unterstützung bietet.
Auch der eigene Konzern bekommt Konkurrenz von innen. Denon Home, ebenfalls Teil des HARMAN-Portfolios, positioniert sich mit dem Home 400 im HEOS-Ökosystem deutlich teurer als der Cove X1, bei ähnlicher Dolby-Atmos-Music-Unterstützung. HEOS punktet zwar mit tieferer Integration in AV-Receiver und Verstärker, doch preislich hat Cove hier klar die Nase vorn.
Sonos bleibt trotzdem der Platzhirsch mit dem ausgereifteren Ökosystem und einer deutlich größeren Nutzerbasis. Ob JBL mit aggressiven Preisen und vollem Streaming-Support genug Käufer überzeugt, wird sich erst zeigen, wenn die ersten Praxistests vorliegen.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Alle drei Cove-Modelle erscheinen am 8. Oktober 2026 in den Farben Schwarz und Weiß. Die unverbindlichen Preisempfehlungen:
- JBL Cove M1: 229,99 Euro
- JBL Cove P1: 449,99 Euro
- JBL Cove X1: 499,99 Euro
Verkauft werden die Lautsprecher zunächst über JBL.com, weitere Handelspartner dürften zum Marktstart folgen. Carsten Olesen, President of Consumer Audio bei HARMAN, beschreibt den Schritt so: „JBL Cove markiert einen wichtigen Schritt in unserem Anspruch, eine führende Kraft im Bereich Home Audio zu werden, indem wir den kraftvollen JBL-Sound mit Einfachheit und Flexibilität verbinden.“
Fazit
Mit Cove bringt JBL sein erstes durchdachtes Multiroom-System auf den Markt und deckt dabei gleich drei Preisklassen ab. Die Kombination aus AirPlay 2, Google Cast, Roon Ready und Dolby Atmos ist auf dem Papier stark, und der P1 ist mit Akku, Atmos und IP56-Schutz in seiner Preisklasse aktuell ziemlich einzigartig positioniert. Ob die Praxis hält, was die Datenblätter versprechen, muss sich zeigen, sobald die ersten Testgeräte verfügbar sind. Wer schon länger auf eine günstigere Alternative zu Sonos gewartet hat, sollte den Marktstart am 8. Oktober im Auge behalten.
Quellen: JBL Newsroom
