JBL Pulse 6: Neuer Lichtshow-Lautsprecher mit 40 Watt, IP68 und Auracast statt PartyBoost

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
JBL Pulse 6
Bild: JBL

JBL schickt mit dem Pulse 6 die sechste Generation seines Lichtshow-Lautsprechers ins Rennen. Der tragbare Bluetooth-Speaker liefert 40 Watt Leistung, ist nach IP68 staub- und wasserdicht und bekommt erstmals einen beleuchteten Tragegriff. Der Marktstart erfolgt zunächst in China, zum Preis von 2.499 Yuan, umgerechnet knapp 320 Euro.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 40 Watt Gesamtleistung (30 W Tieftöner, 10 W Hochtöner), Frequenzgang 42 Hz bis 20 kHz
  • IP68-Schutz, 34-Wh-Akku mit bis zu 12 Stunden Laufzeit, per Playtime Boost bis zu 14 Stunden
  • Bluetooth 6.0 mit Auracast statt des bisherigen PartyBoost-Systems der Pulse 4 und Pulse 5
  • Marktstart in China für 2.499 Yuan (ca. 320 Euro), Preis und Termin für Deutschland stehen noch aus

Technische Daten im Überblick

Merkmal JBL Pulse 6
Leistung 40 W gesamt (30 W Tieftöner + 10 W Hochtöner)
Frequenzgang 42 Hz bis 20 kHz
Akku 34 Wh, bis zu 12 Std. Laufzeit (Playtime Boost: +2 Std.)
Ladezeit ca. 4,5 Std. über 15-W-USB-C-Schnellladung
Schutzklasse IP68 (staub- und wasserdicht)
Konnektivität Bluetooth 6.0, Auracast, USB-C mit integriertem DAC
Codecs SBC, AAC, LC3
Maße 131,7 × 264,1 × 106,4 mm
Gewicht 1,49 kg
Material PVC-frei, recyceltes Metallgehäuse

Beim Klang setzt JBL auf die hauseigene AI-Sound-Boost-Funktion, die auch schon in anderen aktuellen Modellen der Marke steckt. Dabei analysiert eine Software das Musiksignal in Echtzeit und steuert die Treiber so an, dass möglichst wenig Verzerrung entsteht, selbst wenn der Pulse 6 auf voller Lautstärke läuft. Zum Vergleich, wie sich das in der Praxis auswirkt, lohnt sich ein Blick in unseren Test der JBL Xtreme 4, die technisch ähnlich aufgestellt ist.

Design: 360-Grad-Lichtshow und ein Griff, der jetzt selbst leuchtet

Am grundsätzlichen Design ändert JBL wenig: Der Pulse 6 bleibt ein transparenter Zylinder, durch den man die Technik im Inneren sehen kann, umgeben von einem LED-Ring, der rundherum leuchtet. In der JBL-One-App stehen 16 Lichtmuster zur Auswahl, die sich zur Musik synchronisieren lassen. Ein Doppeltipp auf das Gehäuse aktiviert eine sanfte Beleuchtung als Nachtlicht, und ein Sonnenuntergangsmodus dimmt das Licht über einen Timer von bis zu 60 Minuten langsam herunter.

JBL Pulse 6
Bild: JBL

Neu ist der beleuchtete Tragegriff oben am Gehäuse. Er fügt sich optisch in die Lichtshow ein, macht den Lautsprecher aber auch bei Dunkelheit leichter zu finden und zu greifen, ein kleines, aber praktisches Detail für Garten- oder Poolpartys.

Auracast statt PartyBoost: Ein Bruch mit dem alten Ökosystem

Der wichtigste Unterschied zu den Vorgängern liegt unter der Haube. Statt auf JBLs proprietäres PartyBoost-System setzt der Pulse 6 auf Auracast, einen offenen Bluetooth-Standard der Bluetooth SIG, der Audio an beliebig viele kompatible Geräte gleichzeitig überträgt, auch herstellerübergreifend. Damit lässt sich der Pulse 6 mit anderen Auracast-fähigen JBL-Lautsprechern koppeln, etwa aus der PartyBox- oder PartyLight-Reihe, wie sie auch in unserem Test der JBL PartyBox Club 120 zum Einsatz kommt.

JBL Pulse 6
Bild: JBL

Der Haken dabei: PartyBoost und Auracast sind technisch nicht kompatibel, eine Firmware-Lösung gibt es nicht. Wer bislang mehrere Pulse-4- oder Pulse-5-Lautsprecher über PartyBoost gekoppelt hat, kann den Pulse 6 nicht einfach ins bestehende Setup einbinden. Stattdessen beginnt man mit einem komplett neuen, Auracast-basierten System. Für Käufer mit größerem JBL-Lautsprecherpark ist das ein Punkt, den man vor dem Umstieg im Kopf haben sollte.

Preis und Verfügbarkeit

Bislang ist der JBL Pulse 6 ausschließlich in China gelistet, dort kostet er 2.499 Yuan, umgerechnet etwa 320 Euro. Das Gerät taucht mittlerweile auch auf der kambodschanischen JBL-Website auf, was auf einen baldigen Rollout in weiteren südostasiatischen Märkten hindeutet. Zu Preis und Verfügbarkeit in Deutschland oder dem Rest Europas hat sich JBL bislang nicht geäußert. Der Vorgänger JBL Pulse 5 startete hierzulande bei rund 200 Euro. Mit Bluetooth 6.0, größerem Akku und Auracast-Unterstützung dürfte der Pulse 6 aber teurer werden.

Sobald JBL konkrete Angaben für den deutschen Markt macht, aktualisieren wir diesen Artikel. Wer zwischenzeitlich nach Alternativen sucht, wird in unserer Übersicht zu aktuellen Bluetooth-Lautsprechern fündig.

Fazit

Mit dem Pulse 6 bleibt sich JBL bei Optik und Lichtshow treu, verändert aber die technische Basis grundlegend: Bluetooth 6.0, ein leistungsfähigerer Akku und vor allem der Wechsel zu Auracast machen aus der Pulse-Reihe erstmals einen Teil eines offenen, herstellerübergreifenden Systems statt eines geschlossenen JBL-Ökosystems. Ob sich der höhere technische Aufwand auch im Preis für den europäischen Markt niederschlägt, zeigt sich erst, wenn JBL offizielle Zahlen für Deutschland nennt.

Quellen: JBL (offizielle Produktseite),