Lenovo hat das ThinkPad X13 Detachable Gen 1 weltweit gestartet und dabei alle Varianten sowie bislang offene Details bestätigt. Das 2-in-1-Gerät läuft mit Intels Panther-Lake-Prozessoren, lässt sich mit bis zu 64 GB RAM konfigurieren und zielt als Surface-Pro-Alternative klar auf Business-Nutzer. Der ursprünglich genannte Startpreis lag bei 1.949 Euro – ob er angesichts der aktuell hohen Speicherpreise hält, ist offen.
Das Wichtigste in Kürze
- Intel Panther Lake: Core Ultra 5 332, Core Ultra 5 335 oder Core Ultra 7 365
- 16, 32 oder 64 GB LPDDR5X-7467, SSD mit 256 GB, 512 GB oder 1 TB (PCIe 4.0, M.2 2242)
- 13-Zoll-IPS-Display im 3:2-Format, 2.880 × 1.920 Pixel, bis zu 500 Nits und 120 Hz VRR
- 890 g als reines Tablet, 1,25 kg mit Tastatur-Folio; 45-Wh-Akku, rund 11 Stunden Laufzeit
- Startpreis ursprünglich 1.949 Euro – Preisänderung wegen hoher RAM-Kosten möglich
ThinkPad X13 Detachable: Der Surface-Pro-Konkurrent wird konkret
Vorgestellt hatte Lenovo das Gerät bereits im März auf dem MWC 2026. Seither ist einiges passiert: Microsoft hat sein Surface Pro 12 mit Panther Lake und Snapdragon X2 Elite längst weltweit ausgeliefert, während Lenovo den Verkaufsstart bislang in keiner Region hingelegt hat. Jetzt liefert die hauseigene PSREF-Datenbank die Details zur geplanten Markteinführung – und die zeigt, dass das ThinkPad X13 Detachable in allen wichtigen Märkten inklusive Deutschland und dem restlichen Europa erscheinen soll.
Der Ansatz unterscheidet sich bewusst vom Microsoft-Vorbild. Statt einer dünnen, teils labbrigen Tastaturabdeckung setzt Lenovo auf ein festes Folio mit Tasten in voller Größe und 1,5 mm Hub. Das soll das gewohnte ThinkPad-Tippgefühl auf ein Detachable übertragen – ein Argument, mit dem das Surface Pro seit Jahren zu kämpfen hat. Dazu kommt der Precision Pen 3, der direkt am Folio andockt und dort geladen wird.
Technische Daten im Überblick
| Komponente | Lenovo ThinkPad X13 Detachable Gen 1 |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core Ultra 5 332 (6C/6T), Core Ultra 5 335 (8C/8T) oder Core Ultra 7 365 (8C/8T), Panther Lake |
| Grafik | Intel Xe3-iGPU (2 bzw. 4 Kerne, je nach CPU) |
| Arbeitsspeicher | 16, 32 oder 64 GB LPDDR5X-7467 (fest verlötet) |
| Speicher | 256 GB, 512 GB oder 1 TB PCIe-4.0-SSD (M.2 2242, ein Steckplatz) |
| Display | 13 Zoll IPS, 3:2, 2.880 × 1.920 Pixel, bis zu 500 Nits (SDR), 48–120 Hz VRR, 100 % sRGB |
| Akku | 45 Wh, ca. 11 Stunden (MobileMark 30 bei 250 Nits) |
| Gewicht | 890 g (Tablet), 1,25 kg (mit Tastatur-Folio) |
| Anschlüsse / Funk | Thunderbolt 4, WiFi 7, optionales 5G-Modul |
| Sicherheit | Fingerabdruckleser, IR-Kamera, Webcam-Shutter, ThinkShield, Windows 11 Pro |
| Startpreis | ursprünglich 1.949 Euro (Eurozone) |
Display, Akku und Ausstattung
Das 13-Zoll-Panel bleibt beim bewährten 3:2-Format, das im Alltag mehr vertikale Arbeitsfläche liefert als 16:10. Mit 2.880 × 1.920 Pixeln, bis zu 500 Nits im SDR-Betrieb und einer variablen Bildrate von 48 bis 120 Hz ist es ein solides IPS-Display – ein OLED-Panel gibt es allerdings nicht, was bei einem Preis jenseits der 1.900-Euro-Marke durchaus auffällt.

Beim Akku bleibt Lenovo bodenständig: 45 Wh sollen im MobileMark-30-Test bei 250 Nits für knapp elf Stunden reichen. Der Speicher steckt in einem einzelnen M.2-2242-Steckplatz und lässt sich damit theoretisch tauschen – ein Pluspunkt gegenüber vielen fest verbauten Tablets. Der Arbeitsspeicher ist dagegen verlötet, hier muss die Wahl zwischen 16, 32 und 64 GB also beim Kauf sitzen.
ThinkPad X13 Detachable vs. Surface Pro 12
Auf dem Papier treffen zwei unterschiedliche Philosophien aufeinander. Microsofts Surface-Pro-Reihe punktet mit schlankem Design und einem großen Zubehör-Ökosystem, überlässt die Tastatur aber weiterhin einem separaten Cover. Lenovo kontert mit dem festen Folio, ThinkPad-typischen Sicherheitsfeatures und der Option auf 64 GB RAM – eine Konfiguration, die Microsoft im Surface Pro 12 gar nicht erst anbietet. Wer ein Windows-Tablet primär zum produktiven Arbeiten sucht, findet hier das kompromisslosere Paket. Wer möglichst leicht und günstig einsteigen will, ist beim Surface oft besser aufgehoben.
Auch bei der CPU-Basis gibt es Überschneidungen: Beide Geräte setzen auf Intels Panther-Lake-Plattform (Core Ultra 300), Microsoft bietet zusätzlich eine ARM-Variante mit Snapdragon X2 Elite an.
Preis und Verfügbarkeit
Genannt hatte Lenovo zum Start einen Einstiegspreis von 1.949 Euro für die Eurozone. Ob dieser Wert bleibt, ist offen: Die Speicherpreise sind zuletzt deutlich gestiegen und belasten Lenovo wie andere Windows-PC-Hersteller gleichermaßen. Ein konkretes Verkaufsdatum nennt die PSREF-Datenbank noch nicht – trotz des zeitlichen Vorsprungs, den das bereits erhältliche Surface Pro 12 mittlerweile hat.
FAQ
Wann kommt das Lenovo ThinkPad X13 Detachable Gen 1?
Lenovo hat den weltweiten Launch bestätigt und alle Varianten über die PSREF-Datenbank gelistet, ein exaktes Verkaufsdatum aber noch nicht genannt. Ursprünglich war Juli 2026 im Gespräch.
Wie viel RAM bietet das ThinkPad X13 Detachable?
Es ist mit 16, 32 oder 64 GB LPDDR5X-7467 erhältlich. Der Speicher ist fest verlötet und lässt sich nachträglich nicht erweitern.
Was kostet das ThinkPad X13 Detachable?
Der ursprünglich genannte Startpreis liegt bei 1.949 Euro in der Eurozone. Wegen der aktuell hohen Speicherpreise ist eine Anpassung möglich.
Ist das ThinkPad X13 Detachable besser als das Surface Pro 12?
Es bietet mit dem festen Tastatur-Folio, ThinkPad-Sicherheitsfeatures und optional 64 GB RAM klare Vorteile fürs produktive Arbeiten. Das Surface Pro 12 bleibt dafür leichter und günstiger im Einstieg.
Fazit
Lenovo macht mit dem ThinkPad X13 Detachable genau das, was Microsoft beim Surface Pro seit Jahren nur halbherzig angeht: ein Detachable, das sich beim Tippen wie ein echtes Notebook anfühlt. Die Kombination aus festem Folio, bis zu 64 GB RAM und vollständiger ThinkPad-Sicherheitsausstattung ist im Tablet-Segment konkurrenzlos. Zwei Wermutstropfen bleiben: das fehlende OLED-Panel und der Preis, der angesichts steigender Speicherkosten eher nach oben als nach unten tendieren dürfte. Für Business-Anwender, die Wert auf Tastatur und Sicherheit legen, ist das X13 Detachable trotzdem eine der spannendsten Surface-Alternativen des Jahres.

