Apple hat am 25. August 2026 den neuen Mac mini vorgestellt. Er kommt mit zwei Chip-Optionen: dem Mac mini M6 für 1.049 Euro und dem Mac mini M5 Pro für 1.999 Euro. Beide Varianten bringen deutlich mehr Rechenleistung, eine doppelt so große Neural Engine und beim M5 Pro erstmals Thunderbolt 5 mit, das Gehäuse bleibt dabei genauso kompakt wie beim Vorgänger.
TL;DR: Der Mac mini M6 startet bei 1.049 Euro (12-Core-CPU, 12-Core-GPU, bis zu 32 GB RAM), der Mac mini M5 Pro bei 1.999 Euro (bis zu 18-Core-CPU, 20-Core-GPU, bis zu 64 GB RAM und Thunderbolt 5). Vorbestellungen laufen ab dem 25. August 2026, im Handel steht das Gerät ab dem 22. September 2026 in 30 Ländern.
Was ist neu am Mac mini M6 und M5 Pro?
Der M6 löst im Mac mini direkt den M4 ab und überspringt damit die M5-Generation, die zuvor nur im MacBook Pro und iPad Pro landete. Apple spendiert dem Chip zwei zusätzliche CPU- und GPU-Kerne (jetzt 12 und 12) und packt in jeden GPU-Kern einen eigenen Neural Accelerator, eine Premiere für den Mac mini. Die Neural Engine selbst ist jetzt doppelt so groß wie beim M4.
Der M5 Pro geht noch einen Schritt weiter: Bis zu 18 CPU-Kerne, bis zu 20 GPU-Kerne, Raytracing der dritten Generation und ebenfalls Neural Accelerators in jedem GPU-Kern. Nach außen sichtbar wird der Unterschied vor allem an den Anschlüssen: Während der M6 bei drei Thunderbolt-4-Ports bleibt, bekommt der M5 Pro drei Thunderbolt-5-Ports, die sich laut Apple auch für Thunderbolt-5-Clustering nutzen lassen, also für die Kopplung mehrerer Mac-mini-Systeme.
Am Gehäuse selbst ändert sich nichts. Apple gibt für beide Modelle weiterhin Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und neu auch Genlock-Unterstützung über USB-C an, praktisch für alle, die den Mac mini mit Kameras oder Displays synchronisieren wollen. Beim Material setzt Apple auf 100 Prozent recyceltes Aluminium im Gehäuse und 100 Prozent recycelte seltene Erden in den Magneten.
Technische Daten im Überblick
| Spezifikation | Mac mini M6 | Mac mini M5 Pro |
|---|---|---|
| CPU-Kerne | 12 | bis zu 18 |
| GPU-Kerne | 12 | bis zu 20 |
| Neural Engine | Dual 16-Core | Dual 16-Core mit Neural Accelerators |
| Arbeitsspeicher | 16 GB, erweiterbar auf 32 GB | bis zu 64 GB |
| Speicherbandbreite | bis zu 170 GB/s | 307 GB/s |
| Anschlüsse hinten | 3× Thunderbolt 4, HDMI, Ethernet | 3× Thunderbolt 5, HDMI, Ethernet |
| Ethernet | 2,5 Gbit (10 Gbit optional) | 2,5 Gbit (10 Gbit optional) |
| WLAN / Bluetooth | Wi-Fi 7 / Bluetooth 6 | Wi-Fi 7 / Bluetooth 6 |
| Preis (Standard) | 1.049 € | 1.999 € |
| Preis (Bildungsbereich) | 929 € | 1.879 € |
Vorne bieten beide Modelle zwei USB-C-Anschlüsse (USB 3) und einen Kopfhöreranschluss mit Unterstützung für hochohmige Kopfhörer.
Preise und Verfügbarkeit
Vorbestellungen für den Mac mini M6 und M5 Pro sind ab dem 25. August 2026 möglich, im Handel stehen die Geräte ab dem 22. September 2026 in 30 Ländern. Im Vergleich zum Mac mini M4, der im Frühjahr noch bei 949 Euro startete, ist der Einstiegspreis damit um 100 Euro gestiegen. In den USA fällt der Sprung laut 9to5mac deutlicher aus: Dort kostet der M6 Mac mini zum Marktstart 899 US-Dollar, während der M4 bei seinem Debüt noch bei 599 US-Dollar lag.
Performance: Wie viel schneller ist der neue Mac mini wirklich?
Apple selbst nennt für den M6 gegenüber dem M4 unter anderem eine bis zu 4-mal schnellere KI-Performance, doppelte Grafikleistung und 40 Prozent mehr CPU-Tempo. Bei praktischen Anwendungen sehen die Werte laut Hersteller so aus:
- LLM-Prompts in LM Studio: bis zu 4,8-mal schneller
- Excel-Tabellenkalkulationen: bis zu 1,5-mal schneller
- Cyberpunk 2077 mit Raytracing: bis zu 2-mal schneller
Der M5 Pro legt gegenüber dem M4 Pro nochmal zu: bis zu 4-mal schnellere LLM-Prompts, 1,4-mal schnelleres Rendering in Blender und 1,5-mal schnellere Bildbearbeitung in Affinity. Wer noch einen M2 Pro nutzt, darf sich über deutlich größere Sprünge freuen, etwa 8,5-mal schnellere LLM-Prompts und 4,5-mal schnelleres Rendering.
Ein Kritikpunkt aus der Berichterstattung: Apple nennt zwar relative Steigerungen, aber kaum absolute Werte wie Frames pro Sekunde. Wie stark sich das im Alltag bemerkbar macht, werden erst unabhängige Benchmarks nach Verkaufsstart zeigen.
macOS 27 und Apple Intelligence
Beide Mac-mini-Modelle laufen ab Werk mit macOS 27 und den Funktionen von Apple Intelligence. Die größere Neural Engine im M6 und die Neural Accelerators in den GPU-Kernen sollen vor allem lokale KI-Aufgaben beschleunigen, etwa Bildgenerierung oder das Ausführen kleinerer Sprachmodelle direkt auf dem Gerät statt in der Cloud. Wer sich einen Überblick über Apples weitere Ankündigungen aus diesem Jahr verschaffen will, etwa zum iPhone 18 Pro, findet die Details in unserem Artikel zur Apple Keynote 2026.
M6 oder M5 Pro: Wer sollte zu welchem Modell greifen?
Für die meisten Käufer dürfte der M6 reichen: Büroarbeit, Surfen, Videocalls, leichte Bild- und Videobearbeitung, dafür ist der günstigere Chip gedacht. Sobald es um größere Videoprojekte, 3D-Rendering, lokale KI-Modelle jenseits kleiner Sprachmodelle oder mehrere externe Displays in hoher Auflösung geht, lohnt sich der Aufpreis zum M5 Pro. Die höhere Speicherbandbreite von 307 GB/s macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn viele Daten gleichzeitig verarbeitet werden müssen, etwa bei Videoschnitt in mehreren Spuren oder größeren KI-Workloads.
Einordnung: Lohnt sich der Umstieg?
Der Sprung von M4 direkt zu M6 wirkt auf den ersten Blick nach einer ausgelassenen Generation, ist aber vor allem Marketing: Apple nutzt die aktuelle Chip-Nummerierung, um den Mac mini von der M5-Pro-Variante klar abzugrenzen. Wer bereits einen M4 Mac mini besitzt und ihn nicht für KI-Anwendungen oder Rendering braucht, muss nicht zwingend upgraden. Bei einem M2 oder älter sprechen die Benchmarks dagegen eine deutliche Sprache für den Wechsel.
Der Preisanstieg gegenüber dem Vorgänger ist real, auch wenn er in Deutschland mit 100 Euro moderater ausfällt als in den USA. Wer preissensibel ist, sollte einen Blick auf reduzierte M4-Restbestände im Handel werfen, sofern diese noch verfügbar sind.
Fazit
Mit dem Mac mini M6 und dem Mac mini M5 Pro bringt Apple zwei klar getrennte Leistungsklassen in ein und dasselbe kompakte Gehäuse. Der M6 richtet sich an alle, die einen schnellen, leisen Alltagsrechner wollen, der M5 Pro an alle, die spürbar mehr Speicherbandbreite, Thunderbolt 5 und Rendering-Power brauchen. Ab dem 22. September 2026 stehen beide Modelle im Handel, vorbestellen lässt sich der neue Mac mini bereits ab dem 25. August 2026.
Quellen: Apple Newsroom