Mac Studio M5 Max und M5 Ultra: Alle Specs, Preise und der Verfügbarkeitstermin

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
Mac Studio M5
Bild: Apple

Apple hat am 25. August 2026 einen neuen Mac Studio vorgestellt, wieder mit zwei Chip-Optionen: M5 Max und M5 Ultra. Der M5 Ultra ist mit bis zu 512 GB Arbeitsspeicher und 80 GPU-Kernen der stärkste Chip, den Apple bisher in einen Mac eingebaut hat. Vorbestellungen laufen bereits, die Auslieferung startet am 22. September 2026, Preise beginnen bei 2.999 Euro für den M5 Max und 6.599 Euro für den M5 Ultra.

Wer zu Hause große Sprachmodelle laufen lässt oder in DaVinci Resolve 8K-Material schneidet, für den ist das mehr als ein reines Spec-Update, wie die Zahlen im Detail zeigen.

Kurz zusammengefasst:

  • M5 Max: 18-Core-CPU, bis zu 40 GPU-Kerne, 128 GB RAM, ab 2.999 Euro
  • M5 Ultra: bis zu 36-Core-CPU, 80 GPU-Kerne, 512 GB RAM, ab 6.599 Euro
  • Erstmals Neural Accelerators auch im Ultra-Chip verbaut
  • Neu: Thunderbolt 5, WLAN 7, Bluetooth 6, PCIe-Gen-6-SSD
  • Vorbestellung läuft, Marktstart am 22. September 2026, die 512-GB-Variante folgt im Oktober

Mac Studio M5 Max und M5 Ultra: Die technischen Daten im Überblick

Zum ersten Mal verbaut Apple im Mac Studio zwei Chips derselben Generation. Bisher kombinierte das Gerät oft einen aktuellen Max-Chip mit einem etwas älteren Ultra-Chip. Diesmal ziehen beide gleich.

M5 Max M5 Ultra
CPU-Kerne 18 (6 Super- + 12 Performance-Kerne) bis zu 36 (12 Super- + 24 Performance-Kerne)
GPU-Kerne bis zu 40 bis zu 80
Arbeitsspeicher bis zu 128 GB bis zu 512 GB
Speicherbandbreite 614 GB/s 1,2 TB/s
Neural Accelerators ja ja, erstmals auch im Ultra-Chip
SSD PCIe Gen 6, bis 8 TB PCIe Gen 6, bis 8 TB
Preis (Deutschland) ab 2.999 € ab 6.599 €

Der M5 Ultra entsteht laut Apple weiterhin über die UltraFusion-Technik, bei der zwei M5-Max-Dies mit mehr als 4,4 TB/s Bandbreite verbunden werden. Neu sind Neural Accelerators direkt in der GPU des Ultra-Chips, was vor allem für lokale KI-Berechnungen wichtig ist.

Wie viel schneller ist der M5 gegenüber dem Vorgänger?

Bei den CPU- und GPU-Kernen bleibt der Sprung zum M4 Max und M3 Ultra überschaubar. Deutlich größer fallen die Unterschiede bei KI-Aufgaben aus, weil hier zusätzlich die neuen Neural Accelerators mitrechnen. Apple nennt für den M5 Max gegenüber dem M4 Max eine bis zu 3,9-fach schnellere Verarbeitung von KI-Prompts und eine um bis zu 50 Prozent höhere GPU-Leistung. Beim M5 Ultra im Vergleich zum M3 Ultra sind es bis zu 4,3-fach mehr Tempo bei Text-zu-Bild-Anwendungen und rund 1,3-fach mehr Multithread-Leistung bei der CPU.

Mac Studio M5
Bild: Apple

Für Videoschnitt gibt Apple bei DaVinci Resolves Magic-Mask-Funktion den Faktor 3 an, bei der 3D-Rendering-Software Redshift soll der M5 Ultra rund 1,7-mal schneller arbeiten als der M3 Ultra. Wer bereits einen M4-Max-Mac-Studio nutzt, merkt davon im Alltag wahrscheinlich wenig. Wer noch auf M1 oder M2 sitzt, wird den Unterschied dagegen deutlich spüren.

Preise und Verfügbarkeit in Deutschland

Modell Privat Bildungsbereich
Mac Studio M5 Max 2.999 € 2.759 €
Mac Studio M5 Ultra 6.599 € 6.119 €

Vorbestellungen sind seit dem 25. August 2026 möglich, ausgeliefert wird ab dem 22. September. Wer die maximale Ausstattung mit 512 GB RAM möchte, muss sich bis Ende Oktober gedulden. Wie üblich lässt sich der Preis mit mehr RAM und Speicher schnell nach oben schrauben: Voll ausgestattet mit 16 TB SSD kommt der M5 Ultra auf über 20.000 Euro, ganz ohne Monitor, Tastatur oder Maus. Das macht ihn zu einem der teuersten Macs, die Apple je verkauft hat.

Anschlüsse, Design und neue Features

Am kompakten Gehäuse ändert sich nichts, wohl aber an den Anschlüssen. Der Mac Studio bekommt bis zu sechs Thunderbolt-5-Ports mit je 120 Gbit/s Bandbreite, dazu WLAN 7 und Bluetooth 6, beide erstmals in diesem Gerät. Bis zu acht externe Displays lassen sich anschließen, alternativ vier Studio-Display-XDR-Monitore mit 5K-Auflösung und 120 Hz.

Mac Studio M5
Bild: Apple

Für Video-Profis interessant: Über USB-C unterstützt der Mac Studio jetzt Genlock zur Synchronisation mehrerer Kameras, und der M5 Ultra kann laut Apple bis zu 33 Streams in 8K ProRes 422 mit 30 fps gleichzeitig verarbeiten. Neu ist außerdem eine Clustering-Funktion: Vier Mac-Studio-Systeme lassen sich per RDMA zusammenschalten und liefern dann rund dreimal schnellere KI-Inferenz als ein einzelnes Gerät. Das dürfte vor allem für kleine KI-Teams interessant sein, die lokale Modelle betreiben wollen, ohne gleich in Nvidia-Server zu investieren.

Für wen lohnt sich der Mac Studio M5?

Apple positioniert das Gerät für Musiker:innen, Fotograf:innen, Softwareentwickler:innen, 3D- und Motion-Design sowie für Filmschaffende und KI-Forscher:innen. Realistischer betrachtet: Der M5 Max reicht für die meisten kreativen Workflows völlig aus, inklusive größerer Videoprojekte und Musikproduktion mit vielen Spuren. Den M5 Ultra braucht eigentlich nur, wer regelmäßig mit unkomprimiertem 8K-Material arbeitet, komplexe 3D-Szenen rendert oder größere KI-Modelle lokal laufen lassen möchte, für die sonst eine Cloud-GPU-Miete fällig würde.

Xcode-Nutzer:innen profitieren laut Apple von kürzeren Kompilierzeiten, und mit dem neuen Core-AI-Framework sowie dem quelloffenen MLX-Framework will Apple Entwickler:innen dazu bringen, KI-Modelle direkt auf dem eigenen Mac statt in der Cloud zu trainieren und auszuführen.

macOS 27 „Golden Gate“ und weitere Software-Neuerungen

Zum Marktstart im Herbst bekommt der Mac Studio macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate“. Das Update bringt mehr Apple-Intelligence-Funktionen in Standard-Apps, ein überarbeitetes Liquid-Glass-Design sowie Verbesserungen bei Fotobearbeitung, Safari und der Systemsuche. Das Update ist wie gewohnt kostenlos und für kompatible Mac-Modelle verfügbar.

Wer nach dem Kauf direkt loslegen will, findet in unserem Ratgeber zu Tastenkürzeln auf der Mac-Tastatur die wichtigsten Shortcuts für den Einstieg. Und falls es doch mal zu einem Garantiefall kommt, lohnt es sich zu wissen, wie man die Apple-Seriennummer prüft.

Einordnung: Lohnt sich der Umstieg?

Bei den reinen Kernzahlen ist der Sprung von M4 Max und M3 Ultra auf M5 Max und M5 Ultra moderat, bei KI-Workloads dank der neuen Neural Accelerators dagegen deutlich größer. Ob sich das für die eigene Nutzung rechnet, hängt stark davon ab, was tatsächlich damit gemacht wird. Für alle, die bereits einen aktuellen Mac Studio besitzen und hauptsächlich Fotos bearbeiten oder Podcasts schneiden, lohnt sich ein Upgrade kaum. Wer dagegen lokale KI-Modelle trainieren, große Sprachmodelle bedienen oder 8K-Rohmaterial in Echtzeit schneiden will, bekommt hier tatsächlich spürbar mehr Leistung, auch wenn der Preis entsprechend mitwächst.

Spannend wird zudem, ob sich die neue Cluster-Funktion in der Praxis bewährt. Vier Mac-Studio-Systeme zusammenzuschalten klingt nach einer interessanten Alternative zu teuren Nvidia-Workstations, allerdings müssen sich Software-Unterstützung und tatsächliche Performance in unabhängigen Tests erst noch zeigen.

Auch bei Preissteigerungen für Chips und Hardware allgemein lohnt sich ein Blick über den Tellerrand: Zuletzt sorgten etwa US-Zölle auf Elektronik und Chips für Unsicherheit in der Branche, auch wenn Smartphones, Laptops und Chips bislang verschont blieben.

Fazit

Der Mac Studio M5 Max und M5 Ultra bringen vor allem bei KI-Aufgaben einen echten Leistungssprung, während sich CPU und GPU im Vergleich zur vorherigen Generation eher moderat verbessern. Mit bis zu 512 GB RAM, 80 GPU-Kernen und neuen Anschlüssen wie Thunderbolt 5 und WLAN 7 bleibt der Mac Studio die stärkste Desktop-Option, die Apple aktuell anbietet, allerdings auch zu einem entsprechenden Preis. Wer produktiv mit KI-Modellen, 8K-Video oder aufwendigen 3D-Projekten arbeitet, bekommt hier ein Werkzeug, das sich rechnen kann. Für alle anderen reicht wahrscheinlich weiterhin der Mac mini oder ein bestehender Mac Studio.

Quellen: Apple Newsroom