MacBook Pro 2027: Redesign und schneller Sprung auf den M7-Chip geplant

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
MacBook Pro
Bild: Apple

Für das MacBook Pro 2027 plant Apple laut einem Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman gleich zwei größere Schritte: ein optisches Redesign des Einstiegsmodells und den frühen Wechsel auf den neuen M7-Chip. Beides soll im ersten Halbjahr 2027 kommen, zusammen mit vier überarbeiteten iPad-Pro-Modellen. Es wäre das erste echte Design-Update des günstigsten 14-Zoll-MacBook-Pro seit über fünf Jahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Redesign des Einstiegs-MacBook-Pro (14 Zoll, Codename K104) für das erste Halbjahr 2027 erwartet
  • Neuer M7-Chip im 2-Nanometer-Verfahren mit Fokus auf KI-Berechnungen, angepeilt sind rund 240 GB/s Speicherbandbreite
  • Apple überspringt bei der M6-Reihe offenbar die Pro- und Max-Varianten und beschleunigt den Sprung zum M7
  • Vier neue iPad Pro (11 und 13 Zoll) mit besserer Vapor-Chamber-Kühlung, aber ohne Designwechsel
  • Weltweite Speicher- und Chip-Engpässe könnten den Zeitplan noch verschieben

Was Apple für das erste Halbjahr 2027 plant

Der Frühjahrs-Slot 2027 wird bei Apple voll. Neben dem redesignten MacBook Pro und den vier iPad-Pro-Modellen stehen laut Bericht auch ein Basis-iPhone 18 und eine zweite Generation des iPhone Air auf dem Plan. Apple nutzt das Frühjahr zunehmend, um Produktstarts über das Jahr zu verteilen, statt alles in den Herbst zu quetschen. 2027 ist zudem das Jahr, in dem das iPhone sein 20-jähriges Jubiläum feiert, was den Terminplan zusätzlich aufheizt.

Interessant ist die Reihenfolge bei den Laptops. Ein Zwischenmodell des 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6-Chip (intern J804) soll bereits Ende 2026 erscheinen und behält das aktuelle Gehäuse. Erst das Nachfolgemodell mit dem Codenamen K104 bringt dann 2027 die neue Optik. Wer auf ein wirklich neues Design wartet, muss sich also noch etwas gedulden.

MacBook Pro 2027: Das erste Redesign seit fünf Jahren

Das Einstiegs-MacBook-Pro nutzt seit dem Start der M1-Generation im Herbst 2021 dasselbe Gehäuse. Für das MacBook Pro 2027 plant Apple laut den Quellen einen sichtbaren Bruch: Die Notch im Display soll einer kleinen Kamera-Öffnung (Punch-Hole) weichen, dazu kommen dünnere Bildschirmränder. Optisch orientiert sich das Modell an den höherwertigen MacBook-Pro-Geräten, die Apple zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 vorstellen will.

Diese Premium-Modelle sind der eigentliche Auslöser der Design-Welle. Sie sollen die ersten MacBooks mit Touchscreen und OLED-Display werden. Das günstige Einstiegsmodell erbt anschließend die neue Formsprache, bleibt beim Chip aber eine Stufe darunter. Mehr Hintergrund zu den High-End-Geräten findest du in unserem Bericht zum MacBook Pro mit OLED und M6-Chip.

M7-Chip: Apple überspringt bei M6 die Pro- und Max-Varianten

Der spannendste Teil des Berichts ist die Chip-Strategie. Apple will den Übergang von der kommenden M6- zur M7-Generation deutlich beschleunigen. Um dabei keine Entwicklungsressourcen zu verzetteln, verzichtet der Konzern bei der M6-Reihe angeblich komplett auf M6 Pro und M6 Max und schiebt die Kraft direkt in den M7.

Der M7 wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und bringt spezielle Optimierungen für KI- und Machine-Learning-Aufgaben mit. Die angepeilte Speicherbandbreite liegt bei rund 240 GB/s, was besonders lokalen KI-Modellen zugutekommt. Der Haken für Power-User: Die leistungsstärkeren M7-Pro- und M7-Max-Varianten sollen erst gegen Ende 2027 folgen. Wer maximale Rechenleistung braucht, wartet also länger.

iPad Pro 2027: Mehr Leistung, gleiche Optik

Beim iPad Pro bleibt äußerlich alles beim Alten. Die Displaygrößen von 11 und 13 Zoll bleiben erhalten, ein Redesign ist nicht vorgesehen. Apple testet den Berichten zufolge vier Varianten, die sich vor allem im Inneren unterscheiden. Der Fokus liegt klar auf Performance, je nach Fertigungsstand kommt auch hier der neue M7-Chip zum Einsatz.

Um die Abwärme der schnelleren Chips in den Griff zu bekommen, setzt Apple auf eine verbesserte Vapor-Chamber-Kühlung. Sie leitet Wärme über das Verdampfen und Kondensieren einer Flüssigkeit ab und soll verhindern, dass das Tablet unter Dauerlast drosselt. Ein möglicher Nebeneffekt: etwas mehr Gewicht. Wie diese Kühllösung funktioniert und was sie für die Laptop-Ambitionen des Tablets bedeutet, haben wir uns im Detail im Artikel zum iPad Pro mit neuem Kühlsystem angeschaut.

Die Roadmap im Überblick

Gerät Chip Design Erwarteter Zeitraum
MacBook Pro 14″ (J804, Zwischenmodell) M6 unverändert Ende 2026
MacBook Pro High-End (OLED, Touch) M5 Pro / M5 Max neu (OLED, Touchscreen) Ende 2026 bis Anfang 2027
MacBook Pro 14″ Einstieg (K104) M7 neu (Punch-Hole, dünnere Ränder) 1. Halbjahr 2027
iPad Pro 11″ und 13″ (4 Varianten) M7 unverändert, bessere Kühlung Frühjahr 2027
M7 Pro / M7 Max Ende 2027

Hinweis: Alle Angaben beruhen auf Berichten und Leaks, eine offizielle Bestätigung von Apple gibt es bislang nicht.

Speicherknappheit als Risiko für den Zeitplan

Ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt die Lieferkette. Engpässe bei Speicherbausteinen und Silizium belasten die gesamte Tech-Branche und haben bei Apple bereits zu Preiserhöhungen geführt. In Deutschland ist das 14-Zoll-MacBook-Pro dadurch zuletzt um 300 Euro auf 2.199 Euro geklettert. Welche Modelle sonst noch teurer geworden sind, liest du in unserer Übersicht zur Apple-Preiserhöhung 2026.

Sollte sich die Materialknappheit nicht entspannen, könnte sich die Roadmap für 2027 noch verschieben. Eine schnelle Besserung ist aktuell nicht in Sicht, Branchenexperten rechnen frühestens 2027 oder 2028 mit einer spürbaren Entlastung am Speichermarkt.

Häufige Fragen zum MacBook Pro 2027

Wann kommt das neue MacBook Pro mit Redesign?
Das redesignte Einstiegs-MacBook-Pro (Codename K104) wird laut Bericht für das erste Halbjahr 2027 erwartet. Ein Zwischenmodell mit M6-Chip und altem Design soll bereits Ende 2026 erscheinen.

Was ändert sich am Design?
Die Notch weicht einer kleinen Punch-Hole-Kamera, dazu kommen dünnere Bildschirmränder. Das Einstiegsmodell übernimmt die Optik der neuen High-End-MacBooks mit OLED und Touchscreen.

Was macht den M7-Chip besonders?
Der M7 wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt, ist auf KI-Berechnungen optimiert und zielt auf rund 240 GB/s Speicherbandbreite. Apple überspringt dafür offenbar die M6-Pro- und M6-Max-Varianten.

Bekommt das iPad Pro 2027 ein neues Design?
Nein. Die Größen 11 und 13 Zoll und die bekannte Optik bleiben. Neu sind vor allem der schnellere Chip und eine verbesserte Vapor-Chamber-Kühlung.

Sind die Termine sicher?
Nein. Es handelt sich um Berichte und Leaks ohne offizielle Bestätigung. Speicherengpässe könnten die Zeitpläne zusätzlich verschieben.

Fazit

Das MacBook Pro 2027 klingt nach dem Update, auf das viele seit Jahren warten: endlich ein neues Design für das Einstiegsmodell und ein Chip, der Apple im KI-Rennen nach vorne bringen soll. Dass der Konzern dafür die M6-Pro- und M6-Max-Varianten opfert, ist ein ungewöhnlich aggressiver Schachzug und zeigt, wie ernst Apple es mit lokaler KI-Leistung meint. Beim iPad Pro fällt das Update kleiner aus, die bessere Kühlung dürfte im Alltag aber trotzdem einen Unterschied machen. Der große Vorbehalt bleibt die Lieferkette: Solange Speicher knapp und teuer ist, sind sowohl Termine als auch Preise mit Vorsicht zu genießen.

Quellen: Bloomberg, WinFuture.