Marktstart der PlayStation 6 steht unter keinem guten Stern

Jens Scharfenberg
Jens Scharfenberg · 2 Min. Lesezeit
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Sonys schrittweiser Abschied von der physischen PS5-Disc sorgt weiterhin für Unmut in der Community. Nun mahnt ein bekannter Insider, dass sich der Fehler bei der PlayStation 6 nicht wiederholen dürfe – sonst drohe der neuen Konsole ein missglückter Start.

Wachsender Unmut in der Community

Laut dem YouTuber Moore’s Law Is Dead hat Sony die Wucht der Reaktionen auf die Disc-Entscheidung unterschätzt. In sozialen Netzwerken hagelt es Kritik, sobald PlayStation neue Produkte bewirbt, und etliche Fans kündigen ihre PS-Plus-Abos, die für die Umsatzplanung des Konzerns wichtig sind. Der Insider geht davon aus, dass die Führungsebene diese Entwicklung inzwischen genau beobachtet, da rückläufige Verkäufe drohen könnten. Ein möglicher Start der PS6 bereits 2027 gilt als entscheidend für die weitere Marktdominanz von Sony – ein rein digitales Konzept hält der YouTuber dabei für riskant, sollte die Marke ihre treue Stammkundschaft bereits verprellt haben.

Kompromiss über Collector’s Editions?

Als möglichen Ausweg schlägt der Insider vor, weiterhin kleinere Auflagen physischer Discs für PS5- und PS6-Spiele pressen zu lassen und diese stärker als Collector’s Editions zu vermarkten – ähnlich dem Erfolg limitierter Vinyl-Pressungen in der Musikbranche. Da Sammler für solche Editionen ohnehin einen Aufpreis akzeptieren, ließen sich Produktions- und Versandkosten darüber decken. Ein optisches Laufwerk direkt in der Konsole hält der Insider zwar für unwahrscheinlich, ein separat erhältliches USB-Zubehör zum Auslesen von Discs erscheine für Sony dagegen finanziell machbar. Eine abwärtskompatible PS6 könnte auf diesem Weg sowohl ältere als auch neue physische Spiele weiterhin unterstützen.

Nicht alle Analysten sehen Handlungsdruck

Andere Stimmen aus der Branche sind skeptischer, ob Sony überhaupt einlenken will. Branchenberater Dr. Serkan Toto erklärte gegenüber IGN, der Konzern habe die Gegenreaktionen wahrscheinlich von vornherein einkalkuliert. Die Aufregung dürfte sich mit der Zeit legen, und Sony sei offenbar bereit, einen Teil der Kundschaft zu verlieren, um den lukrativeren Wechsel hin zu einer rein digitalen Zukunft durchzusetzen. Das Thema bleibt damit eng verknüpft mit der allgemeinen Diskussion um den Rückzug aus dem Disc-Geschäft, die zuletzt bereits das gestiegene Interesse an PS5-Jailbreaks befeuert hat und wonach Analysten Nintendo als letzten Konsolenhersteller mit physischen Spielen sehen. Bereits die aktuelle PS5 Pro verzichtet auf ein festverbautes Laufwerk und setzt stattdessen auf ein optionales externes Modell.