Motorola Razr Fold: Erstes Book-Style-Foldable startet am 11. April in Europa

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 4 Min. Lesezeit
Motorola Razr Fold Book-Style-Foldable aufgeklappt

Das Motorola Razr Fold hat nun einen offiziellen Starttermin für Europa: Am 11. April soll das erste Book-Style-Foldable des Herstellers in der Eurozone und in Großbritannien verfügbar sein. Damit kommt Motorola der Konkurrenz in Form des Samsung Galaxy Z Fold7 zuvor und positioniert sich als ernsthafte Alternative im Premium-Foldable-Markt.

Motorola Razr Fold: Europastart am 11. April bestätigt

Motorola hat über seinen offiziellen UK-Account auf X (ehemals Twitter) den Verkaufsstart des Razr Fold bestätigt. In der Eurozone wird das Gerät für 1.999 Euro erhältlich sein, in Großbritannien liegt der Preis bei 1.799,99 Pfund. Interessant: Vorbesteller sollen einen kostenlosen Moto Pen Ultra Stylus sowie ein exklusives FIFA-WM-2026-Erlebnis erhalten.

Ein genauer Termin für den Launch in Nordamerika, Indien oder anderen Märkten steht bisher noch aus. Dort war das Razr Fold zuletzt bei Amazon für 1.889 US-Dollar gelistet. Damit liegt der Preis in einer ähnlichen Region wie beim Samsung Galaxy Z Fold7, das bei etwa 1.899 US-Dollar startet.

Technische Daten des Motorola Razr Fold

Motorola hat beim Razr Fold nicht an Ausstattung gespart. Das auf dem MWC 2026 in Barcelona vorgestellte Gerät bietet beeindruckende Spezifikationen, die in vielen Bereichen über dem liegen, was die Konkurrenz aktuell zu bieten hat.

Spezifikation Motorola Razr Fold
Innendisplay 8,1 Zoll, 2K LTPO pOLED, 120 Hz, bis zu 6.200 Nits
Außendisplay 6,6 Zoll, pOLED, 2.520 × 1.080, 165 Hz, bis zu 6.000 Nits
Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5
RAM 16 GB
Speicher 512 GB (bis zu 1 TB)
Hauptkamera 50 MP Sony LYT-828 (f/1.6, OIS)
Telekamera 50 MP Sony LYT-600, 3× optischer Zoom, bis zu 100× Super Zoom
Ultraweitwinkel 50 MP, 122° FoV, Makro ab 3,5 cm
Selfie-Kameras 32 MP (außen) + 20 MP (innen)
Akku 6.000 mAh (Silizium-Kohlenstoff)
Laden 80W kabelgebunden, 50W kabellos
Maße (offen/geschlossen) 4,6 mm / 9,9 mm
Schutz IP48/IP49
Software Android 16, 7 Jahre Updates
Preis (Eurozone) 1.999 €

Display-Power: Zwei extrem helle Bildschirme

Besonders auffällig ist die enorme Helligkeit beider Displays. Mit bis zu 6.200 Nits beim Innendisplay und 6.000 Nits beim Außendisplay übertrifft das Razr Fold die Konkurrenz deutlich – zum Vergleich: Das Pixel 10 Fold Pro kommt auf maximal 3.000 Nits. Beide Panels unterstützen HDR10+ und Dolby Vision, was vor allem für Streaming und Medienkonsum ein großes Plus ist.

Das Außendisplay läuft in bestimmten Szenarien sogar mit 165 Hz und ist durch Gorilla Glass Ceramic 3 geschützt. So soll das Razr Fold auch ohne Aufklappen vollwertig nutzbar sein.

Kamera-System mit DXOMARK-Gold-Rating

Motorola setzt beim Razr Fold auf ein Triple-50-MP-Kamerasystem mit Sony-Sensoren. Die Hauptkamera nutzt den großen Sony LYT-828 mit 1/1,28-Zoll-Sensor und optischer Bildstabilisierung. Das Periskop-Teleobjektiv mit dem Sony LYT-600 bietet 3-fach optischen Zoom und erreicht per KI-Verarbeitung bis zu 100-fach Super Zoom. DXOMARK hat das Kamerasystem bereits mit einem Gold-Rating ausgezeichnet – als bestes Kamerasystem unter Foldables.

Videoaufnahmen sind in 8K bei 30 fps oder 4K bei 120 fps möglich, inklusive Dolby-Vision-Unterstützung. Damit positioniert sich das Razr Fold auch als ernstzunehmendes Werkzeug für Content Creator.

Riesiger Akku dank Silizium-Kohlenstoff-Technologie

Der 6.000-mAh-Akku ist ein echtes Highlight. Möglich wird die hohe Kapazität trotz der schlanken Bauweise von nur 4,6 mm (aufgeklappt) durch die Silizium-Kohlenstoff-Technologie, die eine höhere Energiedichte ermöglicht. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Z Fold7 kommt auf lediglich 4.400 mAh. Motorola verspricht, dass eine 12-minütige Aufladung über das 80W-TurboPower-Ladegerät bereits für mehr als 12 Stunden Nutzung reicht.

Motorola Razr Fold vs. Konkurrenz: Honor, Oppo und Samsung

Das Razr Fold tritt in einem zunehmend umkämpften Markt an. Das Honor Magic V6 und das Oppo Find N6 sind zwar bereits in China erhältlich, haben aber bisher keinen internationalen Starttermin. Motorola hat hier einen klaren Vorteil: Der globale Rollout beginnt in Europa, während Nordamerika und weitere Märkte im Laufe der kommenden Monate folgen sollen.

Mit dem Moto Pen Ultra Stylus, der Drucksensitivität und Handballenerkennung bietet, hebt sich das Razr Fold zudem als produktives Werkzeug ab – vergleichbar mit Samsungs S Pen, allerdings beim Launch inklusive. Darüber hinaus bringt Motorola eine limitierte FIFA-WM-2026-Edition mit 24-Karat-Gold-Logo auf den Markt.

Fazit: Das Motorola Razr Fold könnte den Foldable-Markt aufmischen

Mit dem Razr Fold liefert Motorola ein beeindruckendes Gesamtpaket ab: Hellere Displays, ein größerer Akku und ein dreifaches 50-MP-Kamerasystem mit DXOMARK-Gold-Rating sprechen für sich. Der europäische Starttermin am 11. April verschafft Motorola zudem einen Zeitvorteil gegenüber Honor und Oppo, die ihre Book-Style-Foldables noch nicht außerhalb Chinas anbieten. Ob das Razr Fold dem Galaxy Z Fold7 ernsthaft Konkurrenz machen kann, wird sich zeigen – die technischen Daten sehen aber vielversprechend aus.