Auf der Spieleentwickler-Konferenz Game Developers Conference 2026 in San Francisco präsentiert MOZA Racing eine Reihe neuer Technologien für Sim-Racing-Enthusiasten. Mit dem Racing Lab AI Coach, der Software MOZA Motion Manager und dem neuen HMA150 Motion Actuator will das Unternehmen seine Hardware- und Software-Plattform deutlich erweitern. Ziel ist eine eng verzahnte Simulationsumgebung, die realistisches Fahrgefühl, intelligentes Training und umfassende Motion-Effekte kombiniert. Die neuen Technologien sollen sowohl Training als auch Immersion im Sim-Racing auf ein neues Niveau bringen.
- Racing Lab AI Coach: KI-gestütztes Trainingssystem mit Echtzeit-Feedback über Lenkradbasis und aktive Pedale
- MOZA HMA150 Motion Actuator: 4-Achsen-Motion-Plattform mit 3 Freiheitsgraden und bis zu 1g Beschleunigung
- MOZA Motion Manager: KI-basierte Motion-Software, die auch Spiele ohne Telemetrie-Support unterstützt
- Offenes Ökosystem: Hardware, Software und KI-Algorithmen werden zu einer integrierten Sim-Racing-Plattform kombiniert
Racing Lab AI Coach: KI-gestütztes Fahrertraining
Mit dem Racing Lab AI Coach stellt MOZA ein neues Trainingssystem vor, das künstliche Intelligenz direkt mit der Sim-Racing-Hardware verbindet. Anders als viele bestehende Tools, die hauptsächlich Telemetriedaten analysieren, greift Racing Lab aktiv in die Steuerung ein. Die KI kann über kompatible MOZA-Lenkbases und aktive Pedale realistische Lenk- und Bremseingaben simulieren. Dadurch lassen sich Fahrtechniken physisch nachvollziehen – etwa ideale Lenkwinkel oder präzise Bremsmodulation.

Herzstück der Plattform ist ein hausintern entwickelter AI Driver, der mithilfe von Reinforcement Learning trainiert wurde. Laut MOZA erreicht dieser KI-Fahrer Rundenzeiten auf dem Niveau professioneller Sim-Racer und kann in bestimmten Szenarien sogar darüber hinausgehen. Das System analysiert Fahrdaten in Echtzeit und erstellt personalisierte Trainingsprogramme, die von Einsteigern bis hin zu erfahrenen Sim-Racing-Piloten reichen.
Das Trainingssystem ist modular aufgebaut und führt Schritt für Schritt durch verschiedene Lernstufen. Neben klassischen Analysen bietet die KI direkte physische Demonstrationen – ein Ansatz, der das Verständnis komplexer Fahrtechniken deutlich vereinfachen soll.
HMA150 Motion Actuator und Motion Manager erweitern die Simulation
Parallel zur KI-Plattform stellt MOZA neue Motion-Hardware und Software vor. Der MOZA HMA150 Motion Actuator bildet dabei das Herzstück der Motion-Simulation. Das System arbeitet mit vier Achsen und drei Freiheitsgraden (Pitch, Roll und Heave) und bietet einen Hub von 150 mm bei Geschwindigkeiten von bis zu 300 mm/s. Spitzenbeschleunigungen von über 1g sollen Bewegungen im Cockpit besonders realistisch darstellen.
Ein technisches Merkmal ist das vollständig integrierte Design. Während viele professionelle Motion-Systeme separate Industrie-Steuerboxen benötigen, integriert MOZA Motorsteuerung und Elektronik direkt in das Aktuator-Gehäuse. Dadurch reduziert sich der Installationsaufwand deutlich – ein Vorteil insbesondere für High-End-Heimcockpits.

Ergänzt wird die Hardware durch den MOZA Motion Manager. Diese Software nutzt KI-Algorithmen, um Bewegungs- und Vibrationsfeedback auch in Spielen ohne offizielle Telemetriedaten zu erzeugen. Statt klassischer Datenfeeds analysiert das System visuelle und akustische Signale des Spiels in Echtzeit.
So können Motion-Effekte auch in Titeln wie Grand Theft Auto V, Red Dead Redemption 2 oder Cyberpunk 2077 erzeugt werden, die nichts mit klassischen Racing-Games zu tun haben. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Motion-Plattform weit über klassische Rennsimulationen hinaus.
Fazit
Mit Racing Lab AI Coach, Motion Manager und dem HMA150 Motion Actuator baut MOZA sein Sim-Racing-Ökosystem deutlich aus. Besonders die Kombination aus KI-gestütztem Fahrertraining und hardwarebasiertem Motion-Feedback hebt den Ansatz von vielen bisherigen Lösungen ab. Preise und genaue Markttermine wurden zur Vorstellung auf der GDC 2026 noch nicht offiziell genannt. Erste Demonstrationen laufen jedoch bereits vor Ort, sodass eine Markteinführung für ambitionierte Sim-Racing-Setups in absehbarer Zeit wahrscheinlich erscheint.