AVM schickt zur IFA 2026 eine komplette neue FritzBox-Generation ins Rennen. Den Anfang macht die FritzBox 6690 Pro, die ab sofort erhältlich ist und als weltweit erster Kabel-Router mit Tri-Band-Wi-Fi 7 antritt. Dazu kommen ein neues Flaggschiff-Design für Glasfaser und DSL, ein 5G-Router mit Powerbank-Betrieb, ein Mesh-Repeater mit bis zu 18 GBit/s sowie zwei neue Smart-Home-Geräte und das Update FritzOS 8.50.
Kurz zusammengefasst:
- FritzBox 6690 Pro: erster Wi-Fi-7-Kabelrouter der Welt, Marktstart am 1. September 2026
- FritzBox DSL/Fiber 7-90: neues Flaggschiff-Design, 12,2 GBit/s Wi-Fi 7, nominiert für den German Design Award
- FritzBox 5630 XGS und FritzBox 6835 5G: Glasfaser mit 10 GBit/s bzw. 5G mit bis zu 2 GBit/s
- FritzRepeater 6700 Pro: Quadband-Mesh-Verstärker mit bis zu 18 GBit/s
- FritzSmart Energy 201 und FritzSmart Thermo 303 erweitern das Smart-Home-Portfolio
- FritzOS 8.50 bringt DNS-Filter, Matter-Bridge und eine überarbeitete MyFritzApp
- Preise zu den meisten Modellen nennt AVM noch nicht
FritzBox 6690 Pro: Erster Kabel-Router mit Wi-Fi 7
Die FritzBox 6690 Pro ist ab heute im Handel und positioniert sich als Nachfolgerin der FritzBox 6660 Cable. AVM bewirbt sie als weltweit ersten Kabel-Router mit Tri-Band-Wi-Fi 7 und integriertem DOCSIS-Modem. Für das smarte Zuhause bringt sie Unterstützung für Zigbee und DECT mit, sodass sich Lampen, Steckdosen und Heizkörperregler direkt über den Router einbinden lassen, ganz ohne separates Gateway.
Wer noch eine ältere Kabelbox nutzt, findet in unserem Artikel zur FritzBox 6660 Cable einen Vergleich zum bisherigen Modell.
FritzBox DSL/Fiber 7-90: Neues Design, 12,2 GBit/s WLAN
Deutlich mehr Aufsehen dürfte die FritzBox DSL/Fiber 7-90 erregen, die AVM als Weltpremiere auf der IFA zeigt. Sie kombiniert DSL- und Glasfaseranschluss (GPON und AON) in einem Gerät und bricht optisch mit dem gewohnten FritzBox-Look: Ein reduziertes, minimalistisches Gehäuse mit nur einer Taste und einer LED, elf Antennen im oberen Gehäuseteil und ein verstecktes Kabelmanagement sollen für Übersicht auf dem Schreibtisch sorgen. Die Wandhalterung passt sogar auf die Bohrlöcher der alten FritzBox 7590. Für das aufgeräumte Design ist die 7-90 für den German Design Award nominiert.
Unter der Haube steckt Tri-Band-Wi-Fi 7 mit bis zu 12,2 GBit/s Gesamtdurchsatz, dazu Multi-Gigabit-Anschlüsse für WAN und LAN sowie DECT und Zigbee für Smart-Home-Geräte. Trotz der hohen Leistung kommt die Box laut AVM bei mittlerer Last mit rund 12 Watt aus und bleibt komplett passiv gekühlt, also ohne Lüfter.
FritzBox 5630 XGS und FritzBox 6835 5G: Glasfaser und Mobilfunk mit Wi-Fi 7
Neben den beiden Flaggschiffen erweitert AVM die Mittelklasse um zwei weitere Wi-Fi-7-Modelle.
FritzBox 5630 XGS
Die FritzBox 5630 XGS ist für XGS-PON-Glasfaseranschlüsse mit bis zu 10 GBit/s ausgelegt. Sie bietet Dualband-Wi-Fi 7 (2.880 MBit/s auf 5 GHz, 688 MBit/s auf 2,4 GHz), einen 10-Gbit/s-Multifunktionsport, drei Gigabit-LAN-Anschlüsse, USB 3.0 sowie Telefonie über DECT, IP/SIP und den analogen Anschluss.
FritzBox 6835 5G
Die FritzBox 6835 5G richtet sich an alle, die schnelles Internet ohne Festnetzanschluss brauchen, etwa im Homeoffice auf dem Land oder als mobile Lösung. Der Router unterstützt 5G und 4G mit bis zu 2 GBit/s im Download und 900 MBit/s im Upload, arbeitet mit Nano-SIM oder eSIM und lässt sich dank USB-C-Stromversorgung sogar an einer Powerbank betreiben. Eine Ausrichthilfe zeigt die optimale Position für den besten Empfang, und die FritzFailsafe-Funktion macht das Gerät zur mobilen Backup-Lösung, falls der Festnetzanschluss ausfällt.
FritzRepeater 6700 Pro: Mesh-Verstärker mit bis zu 18 GBit/s
Für größere Wohnungen und Häuser bringt AVM mit dem FritzRepeater 6700 Pro einen Quadband-Verstärker mit Wi-Fi 7. Er funkt gleichzeitig auf 6 GHz, zweimal 5 GHz und 2,4 GHz und kommt so auf eine addierte Datenrate von bis zu 18 GBit/s. Die beiden 5-GHz-Module erlauben eine zusätzliche Funkstrecke im Mesh-Verbund, was gerade bei mehreren Stockwerken für stabilere Verbindungen sorgen soll. Praktisch: Der Repeater lässt sich per WPS an jedem beliebigen WLAN-Router einrichten und übernimmt dabei automatisch SSID und Passwort.
Smart Home: FritzSmart Energy 201 und FritzSmart Thermo 303
Auch abseits der Router legt AVM nach. Die FritzSmart Energy 201 ist eine intelligente Steckdose mit Energiemessung, die bis zu 3.680 Watt schaltet und dabei selbst unter 0,2 Watt verbraucht. Sie lässt sich per Sprache über Matter steuern, kompatibel mit Alexa, Apple Home und Google Home, und funktioniert sowohl mit der FritzBox 5690 Pro als auch mit dem FritzSmart Gateway. Marktstart ist im Oktober 2026.
Der FritzSmart Thermo 303 ist der neue Heizkörperregler im Sortiment und löst die bisherige FritzSmart Thermo 302 ab, bleibt aber mit ihr kompatibel. Neu sind eine adaptive Vorheizphase, die den Heizbeginn automatisch an die gewünschte Zieltemperatur anpasst, eine Fenster-auf-Erkennung sowie ein 24-Stunden-Temperaturverlauf direkt am Gerät. Frost- und Kalkschutz, Boost-Funktion und Tastensperre sind ebenfalls mit an Bord, gesteuert wird wahlweise über FritzSmart Control 440, FritzFon oder die FritzApp Smart Home.
FritzOS 8.50 und MyFritzApp: Das ändert sich in der Software
Parallel zur neuen Hardware rollt AVM FritzOS 8.50 aus. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein DNS-Filter gegen Schadsoftware, Phishing und Tracker, eine automatische Priorisierung für Videokonferenzen und andere Echtzeitanwendungen sowie eine erweiterte FritzFailsafe-Funktion. Für ältere Nutzerinnen und Nutzer gibt es künftig einen „Einfachen Modus“ fürs FritzFon inklusive automatisierter Notrufe. Wer das bisherige Update kennt, findet in unserem Beitrag zu FritzOS 8.20 einen Rückblick auf die letzten Neuerungen.
Auch die MyFritzApp bekommt ein Update: Eine neue Smart-Check-Funktion analysiert WLAN-Abdeckung und Router-Position und gibt konkrete Empfehlungen, dazu kommen direkte Links zu Shop- und Serviceseiten sowie ein integrierter FRITZ!-Chatbot. Für Besitzer der FritzBox 5690 Pro sorgt eine neue Matter-Bridge-Funktion für bessere Anbindung an Apple Home, Google Home und Amazon Alexa.
Technische Daten im Überblick
| Modell | Anschluss | WLAN | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| FritzBox 6690 Pro | Kabel (DOCSIS) | Tri-Band Wi-Fi 7 | Erster Wi-Fi-7-Kabelrouter weltweit |
| FritzBox DSL/Fiber 7-90 | DSL, GPON, AON | Tri-Band Wi-Fi 7, 12,2 GBit/s | Neues Design, German-Design-Award-Nominierung |
| FritzBox 5630 XGS | XGS-PON bis 10 GBit/s | Dualband Wi-Fi 7 | 10-Gbit/s-Port, USB 3.0 |
| FritzBox 6835 5G | 5G/4G | Dualband Wi-Fi 7 | Powerbank-Betrieb, eSIM |
| FritzRepeater 6700 Pro | kein eigener WAN-Anschluss (Mesh) | Quadband Wi-Fi 7, 18 GBit/s | 10-Gbit/s-LAN-Port |
Preise, Verfügbarkeit und Einordnung
Konkrete Preise nennt AVM bislang nur indirekt: Die FritzBox 6690 Pro ist ab sofort im Handel, die FritzSmart Energy 201 soll im Oktober 2026 folgen. Für FritzBox DSL/Fiber 7-90, FritzBox 5630 XGS, FritzBox 6835 5G und FritzRepeater 6700 Pro hat der Hersteller noch keinen Preis und keinen festen Verkaufsstart kommuniziert, was bei AVM-Ankündigungen auf Messen nicht ungewöhnlich ist. Zu sehen sind alle Neuheiten auf der IFA 2026 in Halle 7.2c, Stand 111. AVM verweist zudem auf eine europäische Fertigung und Partnerschaften mit SAFENet und VTKE, ein Seitenhieb in Richtung digitaler Souveränität, mit dem der Hersteller pünktlich zu seinem 40-jährigen Jubiläum auf ein politisch aufgeladenes Thema einzahlt.
Fazit: Lohnt sich der Umstieg auf die neue FritzBox-Generation?
Mit der neuen Generation deckt AVM praktisch jeden Anschlusstyp ab: Kabel, DSL, Glasfaser und 5G, überall mit Wi-Fi 7. Konkret kaufen kann man davon aber erst eines: die FritzBox 6690 Pro, die schon heute im Handel steht und Kabelkunden ein spürbares WLAN-Upgrade bringt. Wer an DSL oder Glasfaser hängt, muss sich gedulden. Für FritzBox DSL/Fiber 7-90, FritzBox 5630 XGS und FritzBox 6835 5G hat AVM weder Preis noch Verkaufsstart genannt, und ohne diese beiden Angaben lässt sich schwer sagen, ob sich der Umstieg tatsächlich lohnt. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald AVM konkrete Termine nennt.