Nikon hat mit der Z5IIC eine abgespeckte Variante der Z5 II vorgestellt: gleicher 24,5-Megapixel-Vollformatsensor, gleicher EXPEED-7-Prozessor, aber ohne Sucher und mit flacherem Gehäuse. Die Kamera richtet sich an Einsteiger, die von einer Smartphone- oder APS-C-Kamera auf Vollformat wechseln wollen, und kostet ab Mitte Oktober 2026 als Body 1.549 Euro.
Das „C“ im Namen steht dabei nicht für eine neue Sensorgeneration, sondern für den Verzicht auf den elektronischen Sucher. Wer bislang gezögert hat, für den Einstieg ins Vollformat gleich 2.000 Euro und mehr auszugeben, bekommt mit der Z5IIC eine günstigere Alternative, die technisch trotzdem auf dem aktuellen Stand ist.
Nikon Z5IIC: Die wichtigsten Daten im Überblick
Herzstück der Z5IIC ist ein rückwärtig belichteter 24,5-Megapixel-Vollformatsensor in Kombination mit dem EXPEED-7-Bildprozessor, den Nikon bereits aus der Z5 II, der Z6III und der Flaggschiff-Z9 kennt. Der Prozessor sorgt für die deep-learning-basierte Motiverkennung, die zwischen Personen, Tieren (Hunden, Katzen, Vögeln, Fischen) und Fahrzeugen unterscheidet und laut Nikon auch bei Restlicht bis -10 LW noch funktionieren soll.
| Spezifikation | Nikon Z5IIC |
|---|---|
| Sensor | 24,5 MP Vollformat (BSI-CMOS) |
| Prozessor | EXPEED 7 |
| Serienbildrate | bis 14 B/s (bis 30 B/s im High-Speed Frame Capture +4) |
| Bildstabilisator | 5-Achsen-IBIS, bis zu 7,5 Blendenstufen |
| ISO-Bereich | 100-64.000 (erweiterbar auf 50-204.800) |
| Sucher | keiner |
| Display | 3,2 Zoll, klapp- und drehbar, ca. 1,04 Mio. Bildpunkte, Touch |
| Video | 4K UHD bis 60p, Full HD bis 120p, N-RAW 12-Bit |
| Gehäuse | Magnesiumlegierung, 134 × 80,5 × 72 mm, 620 g |
| Farben | Schwarz, Silber |
| Bajonett | Nikon Z-Mount |
| Preis (Body) | 1.549 Euro |
| Verfügbarkeit | Mitte Oktober 2026 |
Kurz zusammengefasst: Die Z5IIC bringt den Sensor und Prozessor der Z5 II in ein flacheres, sucherloses Gehäuse, kostet als Body 1.549 Euro und kommt Mitte Oktober 2026 in den Handel. Kit-Varianten mit NIKKOR-Z-Objektiven liegen je nach Bundle zwischen rund 1.850 und 2.350 Euro.
Ohne Sucher, dafür flacher und leichter
Der auffälligste Unterschied zur Z5 II ist der fehlende elektronische Sucher. Nikon spart dadurch rund 20 bis 25 Millimeter an Bauhöhe und macht die Kamera mit 620 Gramm spürbar leichter als das reguläre Modell. Wer ausschließlich über das 3,2-Zoll-Display arbeitet, etwa beim Fotografieren aus der Hüfte oder beim Vlogging, verliert dadurch wenig. Für alle, die bei hellem Sonnenlicht lieber durch einen Sucher schauen, ist die Z5IIC dagegen die falsche Wahl, dafür bleibt ja die reguläre Z5 II im Programm.
Das Klappdisplay lässt sich um 180 Grad nach vorne drehen, was die Kamera auch für Vlogs und Streaming interessant macht. Zusammen mit UVC/UAC-Unterstützung kann die Z5IIC direkt per USB als Webcam angeschlossen werden, ganz ohne zusätzliche Capture-Karte.
Motivprogramme statt Menü-Dschungel
Nikon zielt mit der Z5IIC klar auf Fotografinnen und Fotografen, die sich nicht mit Blende, Zeit und ISO im manuellen Modus herumschlagen wollen. Dafür gibt es 15 Motivprogramme, die Kamera-Einstellungen automatisch an die jeweilige Szene anpassen, sowie sogenannte „Imaging Recipes“: vorgefertigte Bildstile, die sich direkt in der Kamera anwenden lassen, inklusive einer Film-Grain-Funktion für einen analogen Look. Der AUTO-Modus übernimmt bei Bedarf komplett die Kontrolle.
Praktisch für Schnappschussmomente ist die Pre-Release-Capture-Funktion: Sie speichert bereits bis zu eine Sekunde vor dem eigentlichen Auslösen Bilder zwischen, sodass auch der Moment kurz vor dem entscheidenden Klick nicht verloren geht.
Preis und Verfügbarkeit
Die Nikon Z5IIC kommt Mitte Oktober 2026 in den Handel. Der Body kostet 1.549 Euro, Kit-Varianten mit unterschiedlichen NIKKOR-Z-Objektiven bewegen sich je nach Zusammenstellung zwischen etwa 1.850 und 2.350 Euro. Damit positioniert Nikon die Z5IIC unterhalb der Z5 II und deutlich unterhalb der Z6III, aber oberhalb der APS-C-Modelle der Z50-Reihe.
Fumiko Kawabata, Senior Vice President of Marketing and Planning bei Nikon Inc., begründet den Schritt mit dem Ziel, Vollformatfotografie für eine neue Generation von Einsteigern zugänglicher zu machen. Ob das reicht, um Smartphone-Fotografen zum Kamerakauf zu bewegen, muss sich erst noch zeigen, der Preis jedenfalls liegt spürbar unter dem, was viele für den ersten Einstieg ins Vollformat erwartet hätten.
Fazit
Die Z5IIC ist keine neue Kamera-Generation, sondern eine clever abgespeckte Z5 II: gleicher Sensor, gleicher Prozessor, aber ohne Sucher und mit kompakterem Gehäuse. Für alle, die auf einen Sucher verzichten können und in erster Linie über das Display arbeiten, ist das ein fairer Deal, gerade weil der Preis unter dem des Schwestermodells liegt. Wer regelmäßig bei hellem Licht fotografiert oder generell lieber durch einen Sucher blickt, sollte trotzdem einen Blick auf die reguläre Z5 II werfen.
Quellen: Nikon USA Pressemitteilung, Nikon Deutschland Produktseite
