Nintendo macht Ernst: Bereits im Frühjahr hatten wir über die geplante EU-Version der Switch 2 mit tauschbarem Akku berichtet. Jetzt hat der Hersteller konkrete Termine und Details bestätigt – und die sind umfangreicher als gedacht. Neben der neuen Switch-2-Revision verschwinden gleich mehrere ältere Produkte komplett vom Markt.
Nintendo Switch-2-Revision kommt schon im Herbst
Auf einer offiziellen Support-Seite bestätigt Nintendo, dass die überarbeitete Nintendo Switch 2 bereits im Herbst 2026 erscheint – deutlich früher als viele erwartet hatten. Der Nutzen für Käufer: Der Akku lässt sich künftig einfacher tauschen, ganz ohne den Umweg über den Nintendo-Support. Der Haken dabei: Die Kapazität sinkt von 5.220 mAh auf 5.172 mAh, also um rund 1 Prozent, während das Gewicht um 10 Gramm auf 411 Gramm steigt.
Auch die Joy-Con 2 werden überarbeitet und erhalten eine vom Nutzer austauschbare Batterie. GameCube- und Nintendo-64-Controller ziehen Anfang 2027 nach. Der Nintendo Switch 2 Pro Controller bekommt bereits im Winter eine neue Revision mit Wechsel-Akku – hier fällt die Kapazitätseinbuße mit 16 Prozent auf nur noch 897 mAh allerdings deutlich stärker aus.
Diese Produkte werden eingestellt
Zeitgleich zieht Nintendo im Februar 2027 einen klaren Schnitt: Alle Versionen der ersten Switch-Generation – inklusive Nintendo Switch Lite und Nintendo Switch OLED – werden dann vom Markt genommen. Das Gleiche gilt für das Pokémon Go Plus+, den Nintendo Switch Pro Controller, den NES-Controller, das SEGA-Mega-Drive-Control-Pad und den SNES-Controller. Überraschend bleiben ausgerechnet die Joy-Con der ersten Generation davon unberührt und weiterhin im Handel.
EU-Recht auf Reparatur als Auslöser
Grund für all diese Anpassungen sind neue EU-Vorgaben: Die Right-to-Repair-Richtlinie verpflichtet Hersteller zu reparaturfreundlicheren Geräten, während die EU-Batterieverordnung ab Anfang 2027 den einfachen Austausch von Akkus zur Pflicht macht. Statt ältere Produkte aufwendig nachzurüsten, zieht Nintendo bei einem Teil des Sortiments offenbar den einfacheren Weg vor: Produkte einstellen, statt sie anzupassen.
