OneXPlayer X2 Mini Pro: Gaming-Handheld mit Ryzen AI Max+ 388 ab 2.499 Dollar

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
OneXPlayer X2 Mini Pro
Bild: OneXPlayer

OneXPlayer verkauft den X2 Mini Pro nach der Indiegogo-Kampagne jetzt direkt über den eigenen Shop – und ruft dafür stolze Preise auf. Der 8,8-Zoll-Handheld ist das erste Gerät mit AMDs neuem Ryzen AI Max+ 388 und startet bei 2.499 US-Dollar. Nach oben ist viel Luft: Das Topmodell mit Flüssigkühlung kostet 3.229 US-Dollar. Ausgeliefert werden soll ab August 2026.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der OneXPlayer X2 Mini Pro ist der erste Gaming-Handheld mit AMD Ryzen AI Max+ 388 (Strix Halo).
  • Die Preise starten bei 2.499 US-Dollar (48 GB RAM, 1 TB SSD) und reichen bis 3.229 US-Dollar für das Topmodell mit Frost-Bay-Flüssigkühlung.
  • Statt des ursprünglich beworbenen Ryzen AI Max+ 395 steckt jetzt der 388 mit acht statt 16 CPU-Kernen drin – die volle 40-CU-Grafik bleibt aber erhalten.
  • Das 8,8-Zoll-OLED löst mit 1.920 × 1.200 auf und schafft variable 30 bis 144 Hz.
  • Marktstart: Vorbestellung direkt bei OneXPlayer, Auslieferung ab August 2026.

OneXPlayer X2 Mini Pro: Preise und Konfigurationen

Beim Preis spielt der X2 Mini Pro in einer eigenen Liga – deutlich über dem, was klassische Windows-Handhelds bislang kosten. Wer den Handheld über den OneXPlayer-Store bestellt, zahlt je nach Ausstattung Folgendes:

Konfiguration Preis (USD)
48 GB RAM + 1 TB SSD (Luftkühlung) 2.499 $
64 GB RAM + 1 TB SSD 2.799 $
64 GB RAM + 2 TB SSD 2.999 $
Flüssigkühlungs-Variante (ohne Frost-Bay-Dock) ab 2.579 $
48 GB + 1 TB + Frost Bay 2.729 $
64 GB + 2 TB + Frost Bay (Topmodell) 3.229 $

Das externe Frost-Bay-Kühlmodul schlägt separat mit rund 80 US-Dollar Aufpreis zu Buche. Zum Verkaufsstart gab es für Schnellentschlossene einen Rabatt von 200 US-Dollar. Wichtig für dich als Käufer aus Deutschland: Auf die Dollar-Preise kommen noch Einfuhrumsatzsteuer und je nach Versandweg mögliche Zollgebühren obendrauf. Aus 2.499 US-Dollar werden so schnell weit über 2.400 Euro.

Vom Ryzen AI Max+ 395 zum 388: die stille Abwertung

Der spannendste Punkt steht gar nicht im Preisschild. Ursprünglich hatte OneXPlayer den X2 Mini Pro mit dem Spitzenchip Ryzen AI Max+ 395 beworben. In der finalen Spezifikation ist daraus der Ryzen AI Max+ 388 geworden – ein Wechsel, den frühe Unterstützer der Kampagne so nicht auf dem Zettel hatten.

Der Unterschied ist konkret: Der 395 bietet 16 Zen-5-Kerne, der 388 nur acht Kerne mit 16 Threads. Die integrierte Grafik bleibt dagegen identisch – beide nutzen die Radeon 8060S mit den vollen 40 RDNA-3.5-Compute-Units. Fürs reine Spielen, wo meist die GPU limitiert, dürfte der Unterschied also überschaubar bleiben. Wer den Handheld für stark parallelisierte CPU-Last wie Videoschnitt, Kompilieren oder große lokale KI-Modelle einsetzen will, verliert mit den fehlenden acht Kernen aber spürbar Leistung. Ein Preisnachlass war mit der Abwertung übrigens nicht verbunden.

Technische Daten des OneXPlayer X2 Mini Pro

Merkmal OneXPlayer X2 Mini Pro
Prozessor AMD Ryzen AI Max+ 388 (Strix Halo), 8 Zen-5-Kerne / 16 Threads, bis 5,0 GHz
Grafik Radeon 8060S, 40 CUs (RDNA 3.5)
NPU / KI 50 TOPS (XDNA 2), 118 TOPS Gesamtleistung
Arbeitsspeicher 48 oder 64 GB LPDDR5X (bis 8.000 MT/s), Unified Memory für CPU, GPU und NPU
Display 8,8 Zoll OLED, 1.920 × 1.200, 30–144 Hz VRR, 0,1 ms, bis 1.100 Nits (HDR)
Speicher M.2-2280 PCIe 4.0 + Mini-SSD-Slot + microSD, bis 8 TB kombiniert
Leistungsaufnahme 45–120 W konfigurierbar (Akku 55 W, Luftkühlung 80 W, Frost Bay 120 W)
Akku 85 Wh, wechselbar
Anschlüsse USB4, USB 3.2 Typ C, USB-A 3.2, 3,5-mm-Klinke
Besonderheiten Abnehmbare Hall-Effekt-Controller, optionale Magnet-Tastatur (3-in-1), Fingerabdrucksensor, One-Click-Installation lokaler KI-Modelle, OpenClaw-tauglich
Marktstart Vorbestellung direkt bei OneXPlayer, Auslieferung ab August 2026

Handheld, Tablet und KI-Maschine in einem

OneXPlayer positioniert den X2 Mini Pro nicht nur als Spielkonsole. Dank abnehmbarer Controller und optionaler Magnet-Tastatur wird das Gerät zum 3-in-1-Konzept: Handheld, Windows-Tablet und Mini-Notebook. Der Arbeitsspeicher ist nicht fest als Grafikspeicher reserviert, sondern wird von CPU, GPU und NPU gemeinsam genutzt – praktisch für große lokale KI-Modelle.

Genau darauf zielt der Hersteller auch mit dem Marketing: Beliebte KI-Modelle wie DeepSeek, Llama oder Qwen lassen sich per Ein-Klick-Installation aufspielen, und die 118 TOPS Gesamtrechenleistung sollen für lokale KI-Assistenten reichen. Beim Kühlkonzept hast du die Wahl zwischen reiner Luftkühlung (bis 80 W Dauerlast) und dem externen Frost-Bay-Modul, das die TDP auf bis zu 120 W hebt. Der wechselbare 85-Wh-Akku und zwei SSD-Schnittstellen runden das Paket ab.

Wer sich für portables Gaming interessiert, aber (verständlicherweise) nicht über 2.500 Euro ausgeben möchte, findet in unserer Übersicht der besten Steam-Deck-Alternativen deutlich günstigere Optionen. Und wenn es dir ohnehin nur ums Spielen ohne teure Hardware geht, lohnt ein Blick auf Cloud-Gaming-Dienste wie Amazon Luna.

Häufige Fragen zum OneXPlayer X2 Mini Pro

Was kostet der OneXPlayer X2 Mini Pro?

Die Preise starten bei 2.499 US-Dollar für die Version mit 48 GB RAM und 1 TB SSD. Mit 64 GB und 2 TB sind es 2.999 US-Dollar, das Topmodell mit Frost-Bay-Flüssigkühlung kostet 3.229 US-Dollar. Für Deutschland kommen Einfuhrumsatzsteuer und eventuell Zoll hinzu.

Welcher Prozessor steckt im X2 Mini Pro?

Der Handheld nutzt AMDs Ryzen AI Max+ 388 aus der Strix-Halo-Familie: acht Zen-5-Kerne mit 16 Threads, bis zu 5,0 GHz Boost und eine Radeon-8060S-Grafik mit 40 Compute-Units.

Warum wurde vom Ryzen AI Max+ 395 auf den 388 gewechselt?

OneXPlayer hat die Konfiguration ohne große Ankündigung angepasst. Der 388 hat mit acht statt 16 Kernen weniger CPU-Leistung, behält aber die volle GPU. Ein Grund für den Tausch – etwa Verfügbarkeit oder Kosten – wurde nicht offiziell genannt.

Wann erscheint der OneXPlayer X2 Mini Pro?

Vorbestellungen laufen direkt über den OneXPlayer-Store. Die Auslieferung aller Konfigurationen soll im August 2026 beginnen.

Fazit: Viel Technik, noch mehr Preis

Der OneXPlayer X2 Mini Pro ist technisch ein beeindruckendes Stück Hardware: Strix-Halo-Leistung, ein hochwertiges OLED und ein cleveres 3-in-1-Konzept in einem Handheld sind eine Ansage. Der Preis ist es allerdings auch. Ab 2.499 US-Dollar plus Steuer und Zoll bewegt sich das Gerät klar jenseits dessen, was die meisten für einen mobilen Spiele-PC ausgeben wollen – zumal die stille Rückstufung vom 395 auf den 388 einen faden Beigeschmack hinterlässt.

Für Enthusiasten, die maximale mobile Rechenleistung samt lokaler KI in Tablet-Form suchen und den Aufpreis verkraften, ist der X2 Mini Pro ein spannendes, wenn auch teures Gerät. Alle anderen fahren mit einer Steam-Deck-Alternative oder einem etablierten Windows-Handheld deutlich preiswerter. Ob AMDs 388er-Chip in der Praxis wirklich so nah am 395 liegt, wie es die identische GPU vermuten lässt, müssen unabhängige Tests zeigen.

Quellen