OneXPlayer verkauft den X2 Mini Pro nach der Indiegogo-Kampagne jetzt direkt über den eigenen Shop – und ruft dafür stolze Preise auf. Der 8,8-Zoll-Handheld ist das erste Gerät mit AMDs neuem Ryzen AI Max+ 388 und startet bei 2.499 US-Dollar. Nach oben ist viel Luft: Das Topmodell mit Flüssigkühlung kostet 3.229 US-Dollar. Ausgeliefert werden soll ab August 2026.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der OneXPlayer X2 Mini Pro ist der erste Gaming-Handheld mit AMD Ryzen AI Max+ 388 (Strix Halo).
- Die Preise starten bei 2.499 US-Dollar (48 GB RAM, 1 TB SSD) und reichen bis 3.229 US-Dollar für das Topmodell mit Frost-Bay-Flüssigkühlung.
- Statt des ursprünglich beworbenen Ryzen AI Max+ 395 steckt jetzt der 388 mit acht statt 16 CPU-Kernen drin – die volle 40-CU-Grafik bleibt aber erhalten.
- Das 8,8-Zoll-OLED löst mit 1.920 × 1.200 auf und schafft variable 30 bis 144 Hz.
- Marktstart: Vorbestellung direkt bei OneXPlayer, Auslieferung ab August 2026.
OneXPlayer X2 Mini Pro: Preise und Konfigurationen
Beim Preis spielt der X2 Mini Pro in einer eigenen Liga – deutlich über dem, was klassische Windows-Handhelds bislang kosten. Wer den Handheld über den OneXPlayer-Store bestellt, zahlt je nach Ausstattung Folgendes:
| Konfiguration | Preis (USD) |
|---|---|
| 48 GB RAM + 1 TB SSD (Luftkühlung) | 2.499 $ |
| 64 GB RAM + 1 TB SSD | 2.799 $ |
| 64 GB RAM + 2 TB SSD | 2.999 $ |
| Flüssigkühlungs-Variante (ohne Frost-Bay-Dock) | ab 2.579 $ |
| 48 GB + 1 TB + Frost Bay | 2.729 $ |
| 64 GB + 2 TB + Frost Bay (Topmodell) | 3.229 $ |
Das externe Frost-Bay-Kühlmodul schlägt separat mit rund 80 US-Dollar Aufpreis zu Buche. Zum Verkaufsstart gab es für Schnellentschlossene einen Rabatt von 200 US-Dollar. Wichtig für dich als Käufer aus Deutschland: Auf die Dollar-Preise kommen noch Einfuhrumsatzsteuer und je nach Versandweg mögliche Zollgebühren obendrauf. Aus 2.499 US-Dollar werden so schnell weit über 2.400 Euro.
Vom Ryzen AI Max+ 395 zum 388: die stille Abwertung
Der spannendste Punkt steht gar nicht im Preisschild. Ursprünglich hatte OneXPlayer den X2 Mini Pro mit dem Spitzenchip Ryzen AI Max+ 395 beworben. In der finalen Spezifikation ist daraus der Ryzen AI Max+ 388 geworden – ein Wechsel, den frühe Unterstützer der Kampagne so nicht auf dem Zettel hatten.
Der Unterschied ist konkret: Der 395 bietet 16 Zen-5-Kerne, der 388 nur acht Kerne mit 16 Threads. Die integrierte Grafik bleibt dagegen identisch – beide nutzen die Radeon 8060S mit den vollen 40 RDNA-3.5-Compute-Units. Fürs reine Spielen, wo meist die GPU limitiert, dürfte der Unterschied also überschaubar bleiben. Wer den Handheld für stark parallelisierte CPU-Last wie Videoschnitt, Kompilieren oder große lokale KI-Modelle einsetzen will, verliert mit den fehlenden acht Kernen aber spürbar Leistung. Ein Preisnachlass war mit der Abwertung übrigens nicht verbunden.
Technische Daten des OneXPlayer X2 Mini Pro
| Merkmal | OneXPlayer X2 Mini Pro |
|---|---|
| Prozessor | AMD Ryzen AI Max+ 388 (Strix Halo), 8 Zen-5-Kerne / 16 Threads, bis 5,0 GHz |
| Grafik | Radeon 8060S, 40 CUs (RDNA 3.5) |
| NPU / KI | 50 TOPS (XDNA 2), 118 TOPS Gesamtleistung |
| Arbeitsspeicher | 48 oder 64 GB LPDDR5X (bis 8.000 MT/s), Unified Memory für CPU, GPU und NPU |
| Display | 8,8 Zoll OLED, 1.920 × 1.200, 30–144 Hz VRR, 0,1 ms, bis 1.100 Nits (HDR) |
| Speicher | M.2-2280 PCIe 4.0 + Mini-SSD-Slot + microSD, bis 8 TB kombiniert |
| Leistungsaufnahme | 45–120 W konfigurierbar (Akku 55 W, Luftkühlung 80 W, Frost Bay 120 W) |
| Akku | 85 Wh, wechselbar |
| Anschlüsse | USB4, USB 3.2 Typ C, USB-A 3.2, 3,5-mm-Klinke |
| Besonderheiten | Abnehmbare Hall-Effekt-Controller, optionale Magnet-Tastatur (3-in-1), Fingerabdrucksensor, One-Click-Installation lokaler KI-Modelle, OpenClaw-tauglich |
| Marktstart | Vorbestellung direkt bei OneXPlayer, Auslieferung ab August 2026 |
Handheld, Tablet und KI-Maschine in einem
OneXPlayer positioniert den X2 Mini Pro nicht nur als Spielkonsole. Dank abnehmbarer Controller und optionaler Magnet-Tastatur wird das Gerät zum 3-in-1-Konzept: Handheld, Windows-Tablet und Mini-Notebook. Der Arbeitsspeicher ist nicht fest als Grafikspeicher reserviert, sondern wird von CPU, GPU und NPU gemeinsam genutzt – praktisch für große lokale KI-Modelle.
Genau darauf zielt der Hersteller auch mit dem Marketing: Beliebte KI-Modelle wie DeepSeek, Llama oder Qwen lassen sich per Ein-Klick-Installation aufspielen, und die 118 TOPS Gesamtrechenleistung sollen für lokale KI-Assistenten reichen. Beim Kühlkonzept hast du die Wahl zwischen reiner Luftkühlung (bis 80 W Dauerlast) und dem externen Frost-Bay-Modul, das die TDP auf bis zu 120 W hebt. Der wechselbare 85-Wh-Akku und zwei SSD-Schnittstellen runden das Paket ab.
Wer sich für portables Gaming interessiert, aber (verständlicherweise) nicht über 2.500 Euro ausgeben möchte, findet in unserer Übersicht der besten Steam-Deck-Alternativen deutlich günstigere Optionen. Und wenn es dir ohnehin nur ums Spielen ohne teure Hardware geht, lohnt ein Blick auf Cloud-Gaming-Dienste wie Amazon Luna.
Häufige Fragen zum OneXPlayer X2 Mini Pro
Was kostet der OneXPlayer X2 Mini Pro?
Die Preise starten bei 2.499 US-Dollar für die Version mit 48 GB RAM und 1 TB SSD. Mit 64 GB und 2 TB sind es 2.999 US-Dollar, das Topmodell mit Frost-Bay-Flüssigkühlung kostet 3.229 US-Dollar. Für Deutschland kommen Einfuhrumsatzsteuer und eventuell Zoll hinzu.
Welcher Prozessor steckt im X2 Mini Pro?
Der Handheld nutzt AMDs Ryzen AI Max+ 388 aus der Strix-Halo-Familie: acht Zen-5-Kerne mit 16 Threads, bis zu 5,0 GHz Boost und eine Radeon-8060S-Grafik mit 40 Compute-Units.
Warum wurde vom Ryzen AI Max+ 395 auf den 388 gewechselt?
OneXPlayer hat die Konfiguration ohne große Ankündigung angepasst. Der 388 hat mit acht statt 16 Kernen weniger CPU-Leistung, behält aber die volle GPU. Ein Grund für den Tausch – etwa Verfügbarkeit oder Kosten – wurde nicht offiziell genannt.
Wann erscheint der OneXPlayer X2 Mini Pro?
Vorbestellungen laufen direkt über den OneXPlayer-Store. Die Auslieferung aller Konfigurationen soll im August 2026 beginnen.
Fazit: Viel Technik, noch mehr Preis
Der OneXPlayer X2 Mini Pro ist technisch ein beeindruckendes Stück Hardware: Strix-Halo-Leistung, ein hochwertiges OLED und ein cleveres 3-in-1-Konzept in einem Handheld sind eine Ansage. Der Preis ist es allerdings auch. Ab 2.499 US-Dollar plus Steuer und Zoll bewegt sich das Gerät klar jenseits dessen, was die meisten für einen mobilen Spiele-PC ausgeben wollen – zumal die stille Rückstufung vom 395 auf den 388 einen faden Beigeschmack hinterlässt.
Für Enthusiasten, die maximale mobile Rechenleistung samt lokaler KI in Tablet-Form suchen und den Aufpreis verkraften, ist der X2 Mini Pro ein spannendes, wenn auch teures Gerät. Alle anderen fahren mit einer Steam-Deck-Alternative oder einem etablierten Windows-Handheld deutlich preiswerter. Ob AMDs 388er-Chip in der Praxis wirklich so nah am 395 liegt, wie es die identische GPU vermuten lässt, müssen unabhängige Tests zeigen.
