Oppo Find X10 Pro Max: Erstes Smartphone mit drei 200-MP-Kameras vorgestellt

Philipp Briel
Philipp Briel · 5 Min. Lesezeit
Oppo Find X10 Pro Max
Bild: Oppo

Oppo hat den Find X10 Pro Max vorgestellt, und das Gerät bringt eine Kamera-Kombination mit, die es so noch in keinem Smartphone gab: Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Periskop-Tele lösen jeweils mit 200 Megapixeln auf. Dazu kommen ein MediaTek Dimensity 9600 Pro im 2-nm-Verfahren, ein 8.000-mAh-Akku und ein Preis, der in China bei umgerechnet rund 890 Euro startet.

Kurz zusammengefasst: Der Find X10 Pro Max ist laut Oppo das erste Smartphone mit drei nativen 200-MP-Kameras. Die Hauptkamera nutzt einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit f/1,5, die Periskop-Tele kommt auf 3-fachen optischen Zoom bei f/2,1, und das Ultraweitwinkel deckt 124° ab. Angetrieben wird das Ganze vom Dimensity 9600 Pro, alle drei Kameras filmen in 8K. Verkaufsstart in China ist der 24. September 2026, ein globaler Launch soll folgen.

Drei 200-MP-Kameras: Was Oppo dem Find X9 Ultra voraus hat

Beim Find X9 Ultra hatte Oppo noch auf größere Sensoren und mehr Akkukapazität gesetzt, beim Find X7 Ultra waren es zwei Periskop-Telekameras. Der Find X10 Pro Max geht einen anderen Weg und bringt bei allen drei Rückkameras dieselbe hohe Auflösung mit, gemeinsam mit Hasselblad entwickelt:

  • Hauptkamera: 200 MP, 1/1,3-Zoll-Sensor, f/1,5, 24 mm, bis zu 17 Blendenstufen Dynamikumfang, optische Bildstabilisierung
  • Periskop-Tele: 200 MP, 70 mm, f/2,1, 3-facher optischer Zoom, Makrogrenze bei 10 cm, CIPA-7,5-Stabilisierung
  • Ultraweitwinkel: 200 MP, 1/1,56-Zoll-Sensor, f/2,2, 124° Bildwinkel, nach Oppo-Angaben doppelt so lichtstark wie beim Vorgänger
Oppo Find X10 Pro Max
Bild: Oppo

Alle drei Objektive nehmen native 200-MP-Fotos auf und filmen 8K-Video, unabhängig von der gewählten Brennweite. Zwischen zwei Aufnahmen in voller Auflösung liegen laut Oppo nur noch 0,7 Sekunden, zehnmal schneller als beim Vorgängermodell. Wer noch weiter heranzoomen will, kann zum optionalen Hasselblad-Teleconverter-Kit greifen, das bis zu 20-fachen verlustfreien Zoom ermöglichen soll. Wie sich hohe Megapixelzahlen im Alltag schlagen, zeigt unser Test des Kodak Ektra, einem frühen Hybrid aus Smartphone und Kamera.

Display, Chipset und Akku des Oppo Find X10 Pro Max

Das 6,78 Zoll große LTPO-AMOLED-Display löst mit 2772 × 1272 Pixeln auf, stellt 10-Bit-Farben dar und taktet mit bis zu 144 Hz. Die Spitzenhelligkeit liegt bei 2.000 Nits, geschützt wird der Bildschirm von Gorilla Glass Victus 2.

Im Inneren arbeitet der MediaTek Dimensity 9600 Pro, gefertigt im 2-nm-Verfahren bei TSMC. Zwei C2-Ultra-Kerne takten mit bis zu 4,55 GHz, dazu kommen sechs weitere Leistungskerne sowie eine neue G2-Ultra-NX-GPU mit verbessertem Raytracing. Oppo spricht von 61 Prozent mehr Effizienz bei Multi-Core-Aufgaben und 17 Prozent mehr Tempo gegenüber dem Vorgänger-Chip. Je nach Ausstattung stehen bis zu 16 GB RAM und 1 TB Speicher zur Verfügung.

Der Silizium-Kohlenstoff-Akku fasst 8.000 mAh, in der EU-Variante sind es laut GSMArena 7.150 mAh. Geladen wird mit bis zu 80 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos. Dazu gesellen sich WiFi 7, Bluetooth 6.2, NFC mit eSE und eine IP69-Zertifizierung, ergänzt durch eine Fünf-Sterne-Bewertung von SGS Schweiz für Sturz- und Stoßfestigkeit. Als Betriebssystem läuft ColorOS 17 auf Basis von Android 17.

Oppo Find X10 Pro Max: Technische Daten im Überblick

Merkmal Oppo Find X10 Pro Max
Display 6,78″, LTPO-AMOLED, 2772 × 1272 px, 144 Hz, 2.000 Nits
Chipset MediaTek Dimensity 9600 Pro (2 nm)
RAM / Speicher bis 16 GB / bis 1 TB
Hauptkamera 200 MP, f/1,5, 24 mm, OIS
Ultraweitwinkel 200 MP, f/2,2, 124°
Periskop-Tele 200 MP, f/2,1, 70 mm, 3x optisch
Frontkamera 50 MP, f/2,0
Akku 8.000 mAh (Global) / 7.150 mAh (EU)
Laden 80 W kabelgebunden, 50 W kabellos
Schutzklasse IP68/IP69
Betriebssystem ColorOS 17 (Android 17)
Farben Moon White, Warm Orange, Light Titanium

Preis und Verfügbarkeit

In China ist der Find X10 Pro Max seit dem 22. September 2026 offiziell, der Verkauf startet dort am 24. September. Die Preise gestaffelt nach Speicherausstattung:

  • 12 GB / 256 GB: umgerechnet rund 885 Euro
  • 12 GB / 512 GB: umgerechnet rund 975 Euro
  • 16 GB / 512 GB: umgerechnet rund 1.040 Euro
  • 16 GB / 1 TB: umgerechnet rund 1.170 Euro

Für Europa nennt GSMArena einen Einstiegspreis von etwa 890 Euro, einen konkreten Termin für den globalen Marktstart hat Oppo bislang aber nicht bestätigt. Wer schon einmal einen Blick auf ungewöhnliche Formfaktoren aus demselben Haus werfen möchte, findet in unserem Artikel zum rollbaren Smartphone-Konzept von Oppo weitere Details zur Entwicklungsrichtung des Herstellers.

Einordnung: Wie schlägt sich das Konzept gegen die Konkurrenz?

Apples iPhone 18 Pro Max geht einen anderen Weg: Dort sitzen drei Kameras mit maximal 48 MP, dazu eine variable Blende von f/1,48 bis f/4,0 an der Hauptkamera und ein Tetraprisma-Tele mit achtfachem optischen Zoom. Statt auf hohe Pixelzahlen setzt Apple auf Software, konkret die Kombination aus Photonic Engine und Deep Fusion. Oppo wählt mit drei identisch aufgelösten 200-MP-Sensoren den umgekehrten Ansatz und wettet auf große Sensorfläche plus native Auflösung. Auch bei anderen Herstellern ist Bewegung im Kamerasegment: Realme hat für sein nächstes Kamera-Flaggschiff ebenfalls verbesserte Sensorik angekündigt.

Ob 200 Megapixel in der Praxis tatsächlich mehr Bilddetails liefern als klassische 48- oder 50-MP-Sensoren mit Pixel-Binning, muss sich erst in unabhängigen Tests zeigen. Wer sich bis dahin die Wartezeit verkürzen will, kann mit den besten Kamera-Apps für Android schon aus dem vorhandenen Smartphone mehr herausholen.

Fazit

Der Oppo Find X10 Pro Max ist ein ungewöhnlich konsequenter Versuch, Kamera-Hardware in den Mittelpunkt eines Flaggschiffs zu stellen. Drei baugleich aufgelöste 200-MP-Sensoren, ein 2-nm-Chip und ein 8.000-mAh-Akku sind auf dem Papier ein starkes Paket, in China ab dem 24. September 2026 verfügbar. Ob und wann das Gerät offiziell nach Deutschland kommt, hat Oppo noch nicht mitgeteilt, wir aktualisieren den Artikel, sobald es dazu Neuigkeiten gibt.