Das Oppo Find X9 Ultra steht in den Startlöchern und verspricht eine echte Revolution in Sachen Smartphone-Fotografie. Der chinesische Hersteller hat nun offiziell Details zur Kamera des kommenden Flaggschiffs verraten – und die haben es in sich. Im Mittelpunkt steht eine in Kooperation mit Hasselblad entwickelte 50-Megapixel-Periskop-Telekamera, die einen zehnfachen optischen Zoom ermöglichen soll. Damit wäre das Find X9 Ultra eines der wenigen Smartphones, das diese Zoomstufe rein optisch erreicht.
Fünffach-Prismen-Periskop: So funktioniert der 10-fache optische Zoom
Die größte technische Herausforderung bei einem zehnfachen optischen Zoom im Smartphone-Format ist der Platzbedarf. Herkömmliche L-förmige Periskopmodule benötigen bei dieser Vergrößerung rund 41 mm an internem Raum – viel zu viel für ein schlankes Gehäuse. Oppo begegnet diesem Problem mit einer sogenannten Quintuple Prism Reflection Periscope Structure, also einem System mit fünf Prismen-Reflexionen. Dadurch wird der benötigte Platz auf lediglich 29 mm reduziert – eine Einsparung von rund 30 Prozent.
Pete Lau, Chief Product Officer bei Oppo, erklärte in einem Post auf LinkedIn, wie das Unternehmen die Technik umgesetzt hat. Das Licht wird im Inneren fünfmal reflektiert, bevor es den Sensor erreicht. Normalerweise würde jede Reflexion die Bildqualität beeinträchtigen, doch Oppo setzt auf ein dreistückiges Prismensystem, das durch eine Nanometer-Blende und eine sogenannte Luftkapsel getrennt ist. Diese Konstruktion soll Streulicht um 99,999 Prozent reduzieren und so einen sauberen Lichtweg zum Sensor gewährleisten.
Technische Daten des Kameramoduls
Der Teleobjektiv-Sensor selbst ist ein speziell gefertigter JNL Ultra-Sensing Sensor mit 50 Megapixeln und einer Blende von f/3.5. Bei zehnfachem optischen Zoom erreicht das System eine Brennweite von 230 mm (Kleinbild-Äquivalent). Durch zusätzliches Sensor-Cropping soll sogar ein 20-facher Zoom in „optischer Qualität“ möglich sein, was einer Brennweite von 460 mm entspricht. Zum Vergleich: Samsungs letzte 10-fach-Telekamera im Galaxy S23 Ultra nutzte einen deutlich kleineren 1/3,52-Zoll-Sensor mit f/4.9 – die Oppo-Lösung bietet also rund das 3,2-Fache an Lichtdurchlass.
Statt einer herkömmlichen prismenbasierten optischen Bildstabilisierung setzt Oppo auf eine Sensor-Shift-Stabilisierung direkt am Teleobjektiv-Sensor. Diese Methode soll besonders bei hohen Vergrößerungsstufen effektiver arbeiten, wo selbst kleinste Handbewegungen sichtbar werden.
Oppo Find X9 Ultra: Erwartete Spezifikationen im Überblick
| Eigenschaft | Spezifikation (erwartet) |
|---|---|
| Display | 6,82 Zoll LTPO AMOLED, 144 Hz, 1440 × 3120 Pixel, bis 3.600 nits |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 |
| RAM / Speicher | Bis zu 16 GB / 512 GB |
| Hauptkamera | 200 MP |
| Ultraweitwinkel | 50 MP |
| Periskop-Tele (3x) | 200 MP, 1/1,28-Zoll-Sensor |
| Periskop-Tele (10x) | 50 MP, f/3.5, JNL-Sensor, 230 mm Äquivalent |
| Frontkamera | 50 MP |
| Akku | 7.050 mAh |
| Laden | 100 W kabelgebunden, 50 W kabellos |
Hasselblad Quick Button und globaler Launch im April
Neben der beeindruckenden Kameratechnik hat Oppo auch ein weiteres Detail zum Find X9 Ultra verraten: An der Seite des Geräts befindet sich ein oranger, druckempfindlicher Quick Button, der an den ikonischen Auslöser der Hasselblad X2DII erinnert. Über diesen Button soll die Kamera per Doppeltipp gestartet, per Druck ausgelöst und per Wischgeste gezoomt werden können – besonders beim Fotografieren mit hohen Zoomstufen ein echter Komfortgewinn.
Oppo hat bereits Vorregistrierungen in China eröffnet. Der offizielle Launch soll im April 2026 stattfinden. Besonders spannend: Das Find X9 Ultra wird erstmals als „Ultra“-Modell auch global verfügbar sein. Laut Berichten ist ein weltweiter Marktstart am 20. April 2026 geplant. Wer sich für die aktuell erhältliche Pro-Variante interessiert, findet das Oppo Find X9 Pro bei Amazon.
Fazit: Oppo Find X9 Ultra könnte neue Maßstäbe setzen
Mit dem Oppo Find X9 Ultra scheint der Hersteller einen echten Meilenstein in der Smartphone-Fotografie anzupeilen. Der zehnfache optische Zoom ohne externe Hilfsmittel wie einen Telekonverter, gepaart mit der Hasselblad-Kooperation und dem riesigen 7.050-mAh-Akku, macht das Gerät zu einem der spannendsten Flaggschiffe des Jahres. Ob die ambitionierten Versprechen auch in der Praxis halten, werden erste Tests nach dem Launch im April zeigen. Klar ist aber schon jetzt: Oppo setzt die Konkurrenz – allen voran Samsung und Vivo – unter Druck.




Samsung ist nicht schwer unter Druck zu setzen