OPPO bringt mit der Reno16 Serie vier neue Smartphones nach Deutschland und Österreich: das Reno16 Pro, das Reno16, das Reno16 FS und das Reno16 F. Vorbestellen kann man ab sofort, ausgeliefert wird ab dem 3. Juli. Die Einführungspreise reichen von 549 bis 899 Euro, später werden je nach Modell zwischen 699 und 1.099 Euro fällig. Im Mittelpunkt stehen ein auffälliges neues Design, ein Kamerasystem mit bis zu 200 Megapixeln und eine ganze Reihe AI-Funktionen unter ColorOS 16.
TL;DR
- Vier Modelle: Reno16 Pro, Reno16, Reno16 FS, Reno16 F
- Einführungspreise von 549 bis 899 Euro, reguläre Preise 699 bis 1.099 Euro
- Vorbestellung läuft, Marktstart am 3. Juli 2026
- Reno16 Pro mit 200-MP-Hauptkamera und 144-Hz-Display
- Neue ColorOS-16-AI-Funktionen: AI Snap Key, AI Mind Space, AI Mind Pilot
- Zielgruppe laut OPPO: Generation Z
Neues Design: 3D Pop Planet und HoloVerse-Rückseite
Das auffälligste Merkmal der Reihe ist das sogenannte 3D Pop Planet Design. In der Farbvariante Pop White setzt OPPO erstmals die HoloVerse 3D Technology ein. Millionen kleiner Mikrolinsen sollen je nach Lichteinfall und Blickwinkel einen räumlichen Effekt erzeugen, sodass die Rückseite nicht einfach glänzt, sondern wie eine schwebende, mehrdimensionale Fläche wirkt. Ob das im Alltag so spektakulär aussieht wie auf den Renderbildern, muss ein Praxistest zeigen.
Die Rückseite ist aus einem Stück gefertigt und geht ohne sichtbare Kante in das Kameramodul über. OPPO nennt das One-piece Cold-Sculpted Design. Beim Reno16 F kommt in der Pop-White-Variante stattdessen ein transparentes Spritzgussverfahren zum Einsatz. Reno16 und Reno16 Pro haben einen Aluminiumrahmen, das Reno16 F fällt mit größerem Display etwas anders aus.
Display und Performance
Reno16 und Reno16 Pro teilen sich ein 6,32 Zoll großes AMOLED-Display mit 2.640 × 1.216 Pixeln und 460 ppi. Das Pro erreicht in passenden Spielen bis zu 144 Hz, das reguläre Reno16 bleibt bei 120 Hz. Das Reno16 F hat einen größeren 6,57-Zoll-Bildschirm mit 1.080 × 2.372 Pixeln und damit eine geringere Pixeldichte.
Beim Spitzenmodell arbeitet die MediaTek Dimensity 8550 Super Platform zusammen mit 12 GB LPDDR5X und 512 GB Speicher. Wer die China-Version kennt, sollte hier genau hinschauen: International hat OPPO den Chip vom Dimensity 9500s auf den 8550 Super heruntergestuft, und auch das Display ist kleiner als beim chinesischen Reno16 Pro. Das reguläre Reno16 nutzt den Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 mit 8 GB RAM, das Reno16 F den schwächeren Dimensity 7300.
Akkuseitig sind Reno16 und Reno16 Pro mit jeweils 6.000 mAh und 80W SUPERVOOC ausgestattet. Alle Modelle sind nach IP68, IP69 und IP69K gegen Wasser und Staub geschützt. Splash Touch und Glove Touch erlauben die Bedienung mit nassen Fingern oder Handschuhen.
OPPO Reno16 Serie: Die wichtigsten Specs im Vergleich
| Modell | Display | Chip | RAM/Speicher | Hauptkamera | Einführungspreis |
|---|---|---|---|---|---|
| Reno16 Pro | 6,32″ AMOLED, 144 Hz | Dimensity 8550 Super | 12 GB / 512 GB | 200 MP | 899 € (statt 1.099 €) |
| Reno16 | 6,32″ AMOLED, 120 Hz | Snapdragon 7 Gen 4 | 8 GB / 512 GB | 50 MP | 799 € (statt 899 €) |
| Reno16 FS | k. A. | k. A. | 8 GB / 512 GB | k. A. | 649 € (statt 799 €) |
| Reno16 F | 6,57″ AMOLED, 120 Hz | Dimensity 7300 | 8 GB / 256 GB | 50 MP | 549 € (statt 699 €) |
Zum Reno16 FS hält sich OPPO in der Pressemeldung bedeckt, eine vollständige Spezifikationsliste steht noch aus.
Kamera: 200 Megapixel im Pro, viele Spielereien in allen Modellen
Für Selfies und Gruppenbilder setzen alle Modelle auf eine 50-MP-Ultraweitwinkel-Frontkamera mit 100-Grad-Bildwinkel. Auf der Rückseite gibt es jeweils ein Triple-Setup aus Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, Telekamera mit rund 3,5-fachem optischem Zoom und Ultraweitwinkelkamera. Das Reno16 Pro hebt sich mit seiner 200-MP-Hauptkamera ab. Dort kommt ein Samsung-S5KHP5-Sensor mit 1/1,56 Zoll, f/1.8-Blende und OIS zum Einsatz, der auch bei Ausschnittsvergrößerungen Details bewahren soll.
Neu ist die Pop Cam Funktion, die verschiedene Bildstile wie Digicam-, Sofortbild- und Analogfilm-Looks per Fingertipp auf Aufnahmen legt. Im Bereich „Create“ innerhalb der Galerie-App bündelt OPPO mehrere AI-Werkzeuge: AI Remix Collage kombiniert Fotos und kurze Videos zu animierten Collagen und stellt bewegte Motive als Sticker frei. Popout Collage 2.0 lässt Motive aus dem Bildrahmen herausragen. Für Videos gibt es 4K Auto Straighten Video, das Aufnahmen beim Gehen automatisch ausrichtet, sowie Dual View Video 2.0 für stabilere Mehrkamera-Aufnahmen.
ColorOS 16 und die neuen AI-Funktionen
Mit der Reno16 Serie zieht ColorOS 16 auf Basis von Android 16 in die Reihe ein. Erstmals in einem Reno-Modell steckt der AI Snap Key. Über diese physische Taste lassen sich Inhalte direkt erfassen und im AI Mind Space ablegen, einer zentralen Sammelstelle für Screenshots, Notizen und Informationen. Ein ähnliches Konzept kennt man vom Essential Space der Nothing-Smartphones.
Innerhalb von AI Mind Space erkennt der AI Bill Manager digitale Zahlungen und Belege automatisch und baut daraus Ausgabenlisten. Dazu kommt AI Mind Pilot, das mehrere AI-Modelle koordiniert und je nach Aufgabe das passende auswählt oder Antworten verschiedener Modelle nebeneinanderstellt. Für Reisende übersetzt AI Menu Translation Speisekarten und ergänzt einzelne Gerichte um Bilder und Zusatzinfos. Wie gut das funktioniert, hängt stark davon ab, ob die Software Zutaten und regionale Bezeichnungen korrekt erkennt.
OPPO Bubble: Zubehör für kreative Aufnahmen
Parallel zur Reno16 Serie stellt OPPO das Zubehör OPPO Bubble vor. Das nur 35 Gramm leichte Gerät wird magnetisch an kompatiblen Hüllen oder Magnetringen befestigt und hat ein eigenes AMOLED-Display. Das dient als Vorschau-Monitor für die Hauptkamera und erleichtert so Selfies, Gruppenfotos und ungewöhnliche Perspektiven. Aus bis zu zehn Metern Entfernung lässt sich Bubble auch als Kamera-Fernbedienung nutzen, das Display selbst kann man per App mit Bildern, Animationen oder Farben individualisieren. Wir hatten das Bubble-Konzept bereits bei der ersten Vorstellung in China genauer angeschaut.
Preise, Farben und Verfügbarkeit
Die Reno16 Serie kann ab sofort in den offiziellen OPPO-Stores in Deutschland und Österreich vorbestellt werden, ausgeliefert wird ab dem 3. Juli. Bis zum 31. Juli gelten vergünstigte Einstiegspreise:
- Reno16 Pro (Starlight Black, Pop White, 12 GB + 512 GB): 899 € statt 1.099 €
- Reno16 (Purple Black, Pop White, 8 GB + 512 GB): 799 € statt 899 €
- Reno16 FS (Purple Black, Pop White, 8 GB + 512 GB): 649 € statt 799 €
- Reno16 F (Purple Black, Pop White, 8 GB + 256 GB): 549 € statt 699 €
Dazu gibt es Einführungsangebote wie kostenloses Zubehör (unter anderem die OPPO Enco Air5), Studierendenrabatte und zusätzliche Preisvorteile beim Eintausch eines Altgeräts.
Einordnung: Lohnt sich die OPPO Reno16 Serie?
OPPO peilt mit der Reno16 Serie klar die Generation Z an, und das merkt man: Das Design ist verspielt, die Kamera-Modi sind auf Social Media getrimmt, und die AI-Funktionen wollen den Alltag vereinfachen. Der größte technische Sprung steckt im Reno16 Pro mit seiner 200-MP-Kamera. Die übrigen Modelle wirken eher wie behutsame Weiterentwicklungen. Wer aus China importierte Specs im Kopf hat, sollte das internationale Downgrade beim Chip und beim Display einkalkulieren. In einem Preisbereich, in dem auch starke Konkurrenz von Samsung und Xiaomi unterwegs ist, reicht ein hübsches Design allein nicht. Spannend wird, wie sich die Kameras und die AI-Funktionen im Alltag schlagen. Wer sich generell für OPPOs Strategie interessiert, findet in unserem Bericht zur möglichen Degradierung von OnePlus zur Produktreihe weiteren Kontext zum Konzern. Weitere Details liefert die offizielle OPPO-Produktseite.