Wer seine Outlook-Signatur am Smartphone mit einem Logo versehen will, muss das Bild bisher erst auf das Gerät herunterladen. Damit ist bald Schluss: Laut Microsoft-365-Roadmap können Outlook-Nutzer unter Android und iOS Signaturbilder künftig direkt aus OneDrive auswählen. Der Rollout startet Ende August 2026 und soll bis Ende September abgeschlossen sein.
Klingt nach einer Kleinigkeit, spart im Alltag aber genau die Umwege, die auf dem Handy am meisten nerven. Und wer das Firmenlogo einmal zentral in OneDrive ablegt, hat es auf jedem Gerät parat.
Was sich am Signatur-Editor in Outlook ändert
Der Signatur-Editor der mobilen Outlook-App bekommt eine zweite Bildquelle. Statt nur auf die Fotomediathek des Geräts zuzugreifen, stehen künftig zwei Wege zur Auswahl: „Aus Dateien auswählen“ öffnet den OneDrive-Speicher, „Aus Fotomediathek auswählen“ bleibt für lokale Bilder erhalten. In der OneDrive-Ansicht filtert Outlook automatisch auf Bilddateien, und zwischen Raster- und Listenansicht lässt sich umschalten.
Microsoft formuliert es in der Roadmap knapp: Benutzer können zusätzlich zur Fotomediathek ihres Geräts auch Bilder direkt aus OneDrive in ihre E-Mail-Signatur einfügen.
Der bisherige Ablauf sah anders aus. Wer das Signaturbild in OneDrive liegen hatte, musste es erst über die OneDrive-App auf das Smartphone laden, danach im Dateipicker wiederfinden und von dort einsetzen. Auf Android landet so eine Datei schnell irgendwo im Download-Ordner, wo der Bildauswähler sie nicht sofort anzeigt. Genau dieser Zwischenschritt fällt weg.
Zeitplan, Plattformen und Roadmap-Eintrag
Der Eintrag läuft in der Microsoft-365-Roadmap unter der Feature-ID 568079, im Message Center trägt die Ankündigung die Kennung MC1437668. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Roadmap-ID | 568079 |
| Message-Center-ID | MC1437668 |
| Plattformen | Outlook für Android und iOS |
| Rollout-Start | Ende August 2026 |
| Abschluss | voraussichtlich Ende September 2026 |
| Cloud-Umgebungen | Worldwide, GCC, GCC High, DoD |
| Standardzustand | aktiviert, keine Admin-Konfiguration nötig |
Bemerkenswert ist die Reichweite bei den Cloud-Umgebungen: Neben der regulären Worldwide-Instanz sind auch die US-Behördenumgebungen GCC, GCC High und DoD von Anfang an dabei. Solche Funktionen erreichen die hochregulierten Instanzen sonst oft mit deutlichem Verzug.
Windows und Web bleiben vorerst außen vor
Die Ankündigung nennt ausschließlich die mobilen Apps. Weder Outlook für Windows noch die Web-Version tauchen im Roadmap-Eintrag auf, und Microsoft macht auch keine Angaben dazu, ob die Funktion später dorthin wandert. Ganz so dringend ist das dort allerdings nicht: Am Desktop lassen sich Bilder ohnehin bequemer aus einem synchronisierten OneDrive-Ordner ziehen. Wie du deine Outlook-Signatur unter Windows erstellst, zeigen wir dir Schritt für Schritt in unserem Ratgeber. Und falls du eine bestehende Signatur nur auffrischen willst, hilft dir unsere Anleitung zum Ändern der Outlook-Signatur weiter.
Was Admins jetzt tun sollten
Aus IT-Sicht ist der Aufwand überschaubar. Die Funktion ist standardmäßig aktiv, ein Admin-Eingriff ist nicht vorgesehen und ein Opt-out nennt Microsoft nicht. Sinnvoll ist trotzdem zweierlei: Support-Teams über die neue Auswahl informieren und interne Anleitungen aktualisieren, in denen der alte Weg über die Fotomediathek beschrieben ist.
Für Unternehmen, die ihr Logo zentral pflegen, ergibt sich außerdem eine praktische Nebenwirkung. Liegt die Bilddatei in einem freigegebenen OneDrive- oder SharePoint-Ordner, greifen alle Mitarbeitenden auf dieselbe Version zu. Bei einem Rebranding muss die Datei nur einmal ausgetauscht werden, statt sie per Mail an die halbe Belegschaft zu verteilen. Ein Hinweis dazu: Outlook fügt das Bild in die Signatur ein, es verlinkt es nicht dynamisch. Wer nach einem Logo-Wechsel eine aktuelle Signatur will, muss sie erneut anlegen.
Outlook mobil: mehr als nur Signaturen
Die Signaturneuerung ist nicht die einzige Baustelle in der mobilen App. Parallel testet Microsoft in der Kalenderansicht das Verschieben von Terminen per Drag-and-drop, sowohl in der Tages- als auch in der Mehrtagesansicht. Für Windows und Web stehen unterdessen ein gemeinsamer Posteingang über mehrere Konten hinweg sowie eine sichtbarere Copilot-Schaltfläche im klassischen Outlook an.
Wer Outlook auf dem Smartphone ohnehin nur widerwillig nutzt, findet in unserer Übersicht der besten E-Mail-Apps für Android passende Alternativen. Und für alle, die gerade erst umsteigen, haben wir eine Anleitung zum Einrichten von Outlook unter Windows.
Fazit
Die neue OneDrive-Auswahl für die Outlook-Signatur ist kein großes Feature, sondern eine dieser Reparaturen an einem Ablauf, den man auf dem Handy sowieso ungern anfasst. Ein Zwischenschritt weniger, ein zentral abgelegtes Logo mehr. Ab Ende August 2026 rollt Microsoft die Funktion für Android und iOS aus. Ob Windows und Web irgendwann nachziehen, ist offen.
