Philips hat in China den neuen Gaming-Monitor Evnia 32M2N8900X enthüllt – und das Gerät bringt einige interessante Upgrades gegenüber dem Vorgänger mit. Das markanteste davon: ein QD-OLED-Panel der 4. Generation von Samsung, das heller als das bisherige Modell leuchtet und nun DisplayPort 2.1 mitbringt. Wer die Philips-Evnia-Serie kennt, wird auch die markante Ambiglow-Hintergrundbeleuchtung wiederfinden – diesmal sogar mit KI-Unterstützung.
Philips Evnia 32M2N8900X: Helleres QD-OLED-Panel der 4. Generation
Der 32M2N8900X setzt auf ein 31,5-Zoll-QD-OLED-Panel, das Samsung intern als „QD-OLED Penta Tandem“ bezeichnet. Das 5-Layer-Tandem-OLED-Design in Kombination mit einer verbesserten Elektrolumineszenz (EL Gen 3) erhöht die maximale Helligkeit spürbar – auf 515 cd/m² bei 10 Prozent Bildfläche in HDR. Damit erfüllt der Monitor die Anforderungen für die Zertifizierung DisplayHDR True Black 500, während das Vorgängermodell 32M2N8900 (ohne X) lediglich True Black 400 vorweisen konnte. Im Vollbild-SDR-Betrieb liefert das Panel 300 cd/m², in HDR auf 3 Prozent Bildfläche sogar bis zu 1.000 cd/m². Wichtig zu wissen: Das neue V-Stripe-Pixel-Design der 5. Panel-Generation kommt hier noch nicht zum Einsatz – Philips nutzt weiterhin das klassische Q-förmige Subpixel-Layout.
Bei den übrigen Bildwerten bleibt man auf gewohnt hohem OLED-Niveau. Die Auflösung beträgt 3.840 × 2.160 Pixel (4K UHD) bei 31,5 Zoll, was einer Pixeldichte von rund 140 ppi entspricht. Die Bildwiederholrate liegt bei 240 Hz, die Reaktionszeit bei 0,03 ms (GtG). Das Kontrastverhältnis beläuft sich auf 1.500.000:1, die Farbtiefe auf 10 Bit. Der sRGB-Farbraum wird zu 100 Prozent abgedeckt, DCI-P3 zu 99,5 Prozent – und auch die Farbtreue kann sich sehen lassen: Der Hersteller gibt einen Delta-E-Wert von unter 2 an. Zudem trägt der Monitor die ClearMR 13000-Zertifizierung.
Anschlüsse: DisplayPort 2.1 als Neuerung
Eine der wichtigsten Neuerungen gegenüber dem Vorgänger ist der Wechsel von DisplayPort 1.4 auf DisplayPort 2.1. Die genaue Bandbreite des Anschlusses hat Philips bislang jedoch noch nicht spezifiziert – ob also UHBR10 (40 Gbit/s) oder gar UHBR20 (80 Gbit/s) zum Einsatz kommt, ist noch offen. Ergänzt wird das Interface durch zweimal HDMI 2.1 sowie zwei USB-C-Anschlüsse: einer mit DisplayPort-Alt-Modus und 65 Watt Power Delivery, ein weiterer mit 15 Watt PD.
Für Multi-Device-Nutzer interessant: Der integrierte KVM-Switch lässt sich über die beiden USB-A-Ports (USB 3.2 Gen 1) realisieren. Daneben unterstützt der Monitor PiP- und PbP-Modi. Ein praktisches Gaming-Feature ist das dynamische Fadenkreuz-Overlay, das seine Farbe automatisch an den Bildhintergrund anpasst. Sound liefern zwei eingebaute 5-Watt-Lautsprecher mit DTS-Unterstützung.
Ambiglow: Ambilight fürs Gaming-Setup
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der Evnia-Reihe bleibt die Ambiglow-Funktion: Ähnlich wie Ambilight bei Philips-Fernsehern sorgen LEDs auf drei Seiten der Monitorrückseite für atmosphärische Hintergrundbeleuchtung. Beim 32M2N8900X kommt dabei KI-Unterstützung zum Einsatz, die die Lichtfarbe dynamisch ans aktuelle Bildgeschehen anpasst. Das dürfte vor allem für immersive Gaming-Sessions ein nettes Gimmick sein.
Technische Daten im Überblick
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Bilddiagonale | 31,5 Zoll |
| Panel-Typ | QD-OLED (4. Generation, Penta Tandem) |
| Auflösung | 3.840 × 2.160 Pixel (4K UHD) |
| Bildwiederholrate | 240 Hz |
| Reaktionszeit | 0,03 ms (GtG) |
| HDR-Zertifizierung | DisplayHDR True Black 500 |
| Helligkeit (SDR, 100% APL) | 300 cd/m² |
| Helligkeit (HDR, 10% APL) | 515 cd/m² |
| Helligkeit (HDR, 3% APL) | 1.000 cd/m² |
| Kontrastverhältnis | 1.500.000:1 |
| Farbraumabdeckung | sRGB 100 %, DCI-P3 99,5 % |
| Farbtiefe | 10 Bit |
| Pixeldichte | ~140 ppi |
| Anschlüsse | 1× DisplayPort 2.1, 2× HDMI 2.1, 2× USB-C, 2× USB-A 3.2 Gen 1 |
| Lautsprecher | 2× 5 W (DTS) |
| Besonderheiten | Ambiglow (KI-gestützt, dreiseitig), KVM-Switch, PiP/PbP |
| Gewicht | 8,09 kg (ohne Standfuß), 9,48 kg (mit Standfuß) |
| VESA | 100 × 100 mm |
Preis und Verfügbarkeit: Noch unklar
Derzeit ist der Philips Evnia 32M2N8900X ausschließlich auf der chinesischen Philips-Produktseite gelistet. Wann – oder ob überhaupt – das Gerät den europäischen Markt erreicht, ist bislang unklar. Das Vorgängermodell Evnia 32M2N8900 (ohne X, True Black 400) ist hierzulande derzeit ab rund 849 Euro erhältlich.
Wer schon jetzt nach einem leistungsstarken 4K-OLED-Gaming-Monitor Ausschau hält, kann sich unsere Übersicht der besten Monitore ansehen. Auch unser Test des ASUS ROG Strix OLED XG27AQDMG gibt einen guten Einblick, was aktuelle OLED-Gaming-Displays leisten können.
Fazit
Der Philips Evnia 32M2N8900X klingt auf dem Papier wie ein sehr überzeugendes Upgrade: Das hellere QD-OLED-Panel der 4. Generation, die DisplayHDR-True-Black-500-Zertifizierung und der moderne DisplayPort-2.1-Anschluss sind klare Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Die Ambiglow-Funktion bleibt ein Alleinstellungsmerkmal, das Philips von der Konkurrenz abhebt. Ob und wann der Monitor in Deutschland erhältlich sein wird, bleibt abzuwarten – wir halten euch auf dem Laufenden.