Philips hat mit der Next-Generation DiamondClean 9900 Prestige seine erste elektrische Zahnbürste mit On-Device-KI vorgestellt. Der Clou: Ein Display direkt im Handstück – die sogenannte „Mouth Map“ – teilt den Mund in zwölf Segmente auf und zeigt nach dem Putzen, welche Stellen du vergessen hast. Der Marktstart ist für Herbst 2026 geplant, einen offiziellen Preis nennt Philips bislang nicht.
Damit holt Philips die Putz-Analyse vom Smartphone zurück auf die Bürste. Bisherige Sonicare-Modelle schickten ihre Daten in eine App, die die meisten nach ein paar Tagen nicht mehr öffnen. Beim neuen Flaggschiff passiert das Feedback direkt am Griff, in Echtzeit und während du putzt.
Mouth Map und Lichtring: Feedback direkt am Griff
Herzstück ist die Mouth Map auf dem Display des Handstücks. Die „Smart Coverage“-Funktion verfolgt, wo du schon warst, und markiert die zwölf Segmente, die du ausgelassen hast. Ergänzend reagiert ein Lichtring am Griff in Echtzeit auf Abdeckung, Anpressdruck und Schrubben. Drückst du zu fest auf, regelt die SenseIQ-Technik die Intensität automatisch herunter. Laut Philips steckt dahinter ein KI- und Machine-Learning-Modell der dritten Generation, das komplett auf dem Gerät rechnet. Den Ansatz, das Putzverhalten sichtbar zu machen, kennt man ähnlich von Oral-B, das bei seiner iO-Serie ebenfalls auf Drucksensoren und ein Display setzt.

Technik: bekannter Motor, neue Führung
Unter der Haube arbeitet der leisere Sonicare-Motor, der schon in den Serien 5000 bis 7000 zum Einsatz kommt, kombiniert mit der bewährten „Fluid Action“-Schalltechnologie. Per Wischgeste wählst du zwischen acht Putzmodi und drei Intensitätsstufen. Philips wirbt mit bis zu 20-mal mehr Plaque-Entfernung gegenüber einer Handzahnbürste und 15-mal gesünderem Zahnfleisch im Clean-Modus nach sechs Wochen. Das sind allerdings Herstellerangaben, keine unabhängigen Testergebnisse.
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Modell | Philips Sonicare Next-Generation DiamondClean 9900 Prestige |
| KI & Führung | On-Device-KI (3. Generation), 12-Segment-Mouth-Map im Handstück, Lichtring-Feedback |
| Technologie | Sonicare Fluid Action, SenseIQ mit automatischer Druckanpassung |
| Modi & Intensitäten | 8 Putzmodi, 3 Intensitätsstufen |
| Farben | Silver White, Satin Mauve, Quartz Black, Storm Blue, Midnight Green |
| Zubehör | Ladeglas, wiederaufladbares Reise-Etui |
| Nachhaltigkeit | reparaturfreundlicher Akku, Papierverpackung, Bürstenköpfe zu 70 % biobasiert |
| Marktstart | Herbst 2026 (Europa/USA), weitere Länder bis 2027 |
Preis, Verfügbarkeit und eine Namensverwirrung
Die Next-Generation-Reihe umfasst neben dem 9900 Prestige auch die Modelle 8000, 8500 und 9000. Sie soll ab Herbst 2026 zunächst in Europa und den USA in den ausgewählten Handel kommen. Preise gibt’s aktuell noch nicht.
Wichtig beim Kauf: Philips verwendet den Namen doppelt. Die bereits erhältliche DiamondClean 9900 Prestige von 2021 setzt noch auf eine App-KI statt auf das neue Display im Griff. Die beiden sollte man nicht verwechseln. Wer nicht bis zum Herbst warten will, greift aktuell also zwangsläufig zum älteren Modell.
Fazit
Die Philips Sonicare DiamondClean 9900 Prestige ist ein spannender Schritt: Das Putz-Coaching wandert vom Handy auf die Bürste, wo es sich schwerer ignorieren lässt. Ob der mutmaßliche Flaggschiff-Preis gerechtfertigt ist, entscheidet sich aber erst, wenn zwei Dinge feststehen – der finale Preis und wie zuverlässig die Mouth Map außerhalb der Hochglanz-Demo im Alltag trackt.