PS6 und Project Helix: Analyst rechnet mit Startpreisen von 600 bis 800 Dollar

Jens Scharfenberg
Jens Scharfenberg · 3 Min. Lesezeit
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Die kommenden Konsolen von Sony und Microsoft könnten günstiger ausfallen als bislang befürchtet. Laut einer Analyse von S&P Global Market Intelligence dürften sich die RAM-Preise rechtzeitig zur Veröffentlichung von Project Helix und der PS6 wieder entspannen – mit spürbaren Folgen für die Einführungspreise der neuen Systeme.

Konsolenabsatz derzeit stark rückläufig

Ein von GamesIndustry.biz aufgegriffener Bericht zeigt, wie deutlich sich die aktuelle Speicherknappheit auf den Verkauf aktueller Konsolen auswirkt. Analyst Neil Barbour rechnet für 2026 mit weltweit 33,9 Millionen ausgelieferten Geräten – ein Rückgang von 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben den hohen Bauteilkosten belastet auch ein Mangel an zugkräftigen Exklusivtiteln die Nachfrage, sodass die Verkaufszahlen bis 2027 sogar noch weiter sinken könnten.

600 bis 800 Dollar für die nächste Generation

Die meisten Branchenkenner erwarten Project Helix und die PS6 erst 2027 oder 2028. Bis dahin, so die Einschätzung von S&P Global Market Intelligence, dürften sich die Preise für RAM und Massenspeicher normalisiert haben. Eine zentrale Annahme der Prognose ist demnach, dass sich die aktuelle Komponentenkrise bis 2028 ausreichend entspannt, damit Sony und Microsoft ihre nächste Hardware-Generation zu Preisen zwischen etwa 600 und 800 Dollar beziehungsweise Euro auf den Markt bringen können – vermutlich ohne Mehrwertsteuer. Gelingt der Neustart, könnten laut Barbour bis 2030 wieder 37,4 Millionen Konsolen pro Jahr verkauft werden, davon allein bis zu 17,2 Millionen PS6-Einheiten.

Project Helix bleibt schwer kalkulierbar

Wie teuer Microsofts Project Helix tatsächlich wird, ist weiterhin unklar. Das Unternehmen bezeichnete die Konsole zunächst als „Premiumprodukt“, ehe Xbox-Chefin Asha Sharma ankündigte, mit technischen Innovationen unterschiedliche Preisklassen abdecken zu wollen. Ohne Subventionierung könnte Project Helix sogar teurer als Valves Steam Machine ausfallen. Viele Beobachter dürften der optimistischen Prognose ohnehin skeptisch gegenüberstehen: Schon das digitale Basismodell der PS5 kostet aktuell 600 Euro, während die günstigste Xbox Series X ab dem 1. August im Preis steigen soll. Auch bei den aktuellen Diskussionen rund um den PS6-Marktstart zeichnet sich ab, dass Sony mit einigem Gegenwind rechnen muss.

Uneinigkeit bei der Preisentwicklung

Ob die Speicherpreise tatsächlich wie erwartet sinken, ist unter Analysten umstritten. Große Hersteller wie Samsung und SK Hynix bauen ihre Fertigungskapazitäten zwar aus, konzentrieren sich dabei aber weiterhin stark auf High Bandwidth Memory für KI-Rechenzentren. Während Microsoft offenbar am geplanten Zeitrahmen für Project Helix festhalten will, könnte die angespannte Marktlage die Veröffentlichung der PS6 zusätzlich verzögern.