Razer hat mit Mako und Mako X zwei neue Desktop-Gaming-Lautsprecher vorgestellt, die kompakten Formfaktor mit vollerem Klang, tieferem Bass und Chroma-RGB-Beleuchtung verbinden sollen. Die Mako X startet bereits am 6. Oktober 2026 für 109,99 Euro, die größere Mako folgt im Dezember für 159,99 Euro. Besonders bemerkenswert: Razer belebt damit einen Namen, den es seit 2008 nicht mehr für Lautsprecher genutzt hat.
Auf einen Blick
- Razer Mako: 2.1-System mit dediziertem Subwoofer, 40 W RMS / 60 W Peak, ab Dezember 2026 für 159,99 €
- Razer Mako X: 2.0-System mit passiven Radiatoren, bis 30 W RMS / 45 W Peak, ab 6. Oktober 2026 für 109,99 €
- Beide Modelle: virtueller 7.1-Surround-Sound, Razer Chroma RGB, USB-C, Bluetooth 5.3 und 3,5-mm-Klinke
- Der Name Mako kehrt nach fast zwei Jahrzehnten zurück: 2008 hatte Razer damit gemeinsam mit THX ein preisgekröntes 2.1-System veröffentlicht
Razer Mako: Voller Klang mit eigenem Subwoofer
Die große Mako setzt auf ein 2.1-Setup aus zwei individuell abgestimmten 2,75-Zoll-Breitbandtreibern und einem separaten 3,5-Zoll-Subwoofer. Razer gibt 40 Watt RMS und 60 Watt Spitzenleistung an, der Frequenzgang reicht laut Hersteller bis 45 Hz herunter. Das angewinkelte Gehäusedesign soll den Klang direkt auf Ohrhöhe lenken, virtueller 7.1-Sound erweitert die Stereobasis für Spiele, Filme und Musik zusätzlich.
Bei der Beleuchtung geht Razer einen ungewöhnlichen Weg: Statt reiner Front- oder Unterseiten-RGB projiziert die Mako ihre Chroma-Beleuchtung nach hinten auf die Wand hinter dem Schreibtisch. Mit 16,8 Millionen Farben und reaktiven Profilen für über 300 Chroma-kompatible Spiele soll daraus ein Lichteffekt entstehen, den man sonst eher von separaten Ambient-Leuchten am Monitor kennt.
Razer Mako X: Gleiches Prinzip, kleinerer Formfaktor
Die Mako X verzichtet auf den externen Subwoofer und nutzt stattdessen integrierte Passivradiatoren, um in einem 2.0-System dennoch spürbaren Bass zu erzeugen. Die Full-Range-Treiber sind identisch dimensioniert (2,75 Zoll), die Leistung liegt bei bis zu 30 Watt RMS und 45 Watt Spitze, der Frequenzgang bei 60 Hz. Razer nennt zudem eine maximale Lautstärke von 83 dB ohne hörbare Verzerrungen.
Praktisch für kleinere Setups: Die Mako X lässt sich bereits über normale USB-Stromversorgung mit bis zu 15 Watt betreiben. Wer die volle Leistung ausreizen will, braucht ein USB-C-Netzteil mit mindestens 30 Watt Power Delivery, das laut Produktseite nicht im Lieferumfang enthalten ist. Statt der Rückprojektion setzt die X-Variante auf einen dezenteren 10-Zonen-Underglow-Effekt unter dem Gehäuse.
Technische Daten im Vergleich
| Spezifikation | Razer Mako | Razer Mako X |
|---|---|---|
| Kanalkonfiguration | 2.1 (mit Subwoofer) | 2.0 (mit Passivradiatoren) |
| Treiber | 2× 2,75″ Full-Range + 3,5″ Subwoofer | 2× 2,75″ Full-Range |
| Leistung (RMS / Peak) | 40 W / 60 W | 30 W / 45 W |
| Frequenzgang (ab) | 45 Hz | 60 Hz |
| Beleuchtung | Chroma RGB Rückprojektion, 16,8 Mio. Farben | 10-Zonen Chroma RGB Underglow |
| Konnektivität | USB-C, Bluetooth 5.3, 3,5 mm | USB-C, Bluetooth 5.3, 3,5 mm |
| Surround | Virtueller 7.1-Sound | Virtueller 7.1-Sound |
| Preis (UVP) | 159,99 € | 109,99 € |
| Verfügbarkeit | Dezember 2026 | 6. Oktober 2026 |
Chroma RGB und Anschlüsse
Beide Modelle verbinden sich wahlweise über ein einzelnes USB-C-Kabel (Strom und Audio gemeinsam), per Bluetooth 5.3 oder klassisch über 3,5-mm-Klinke. Wer eine kompatible USB-C-Stromquelle ab 30 Watt nutzt, bekommt bei beiden Lautsprechern die volle Ausgangsleistung freigeschaltet. Die Steuerung von Beleuchtung und Chroma-Profilen läuft über Razer Synapse, wo sich die Lautsprecher auch in bestehende Chroma-Setups aus Tastatur, Maus und Headset einbinden lassen.
Ein Name mit Geschichte
Dass Razer ausgerechnet den Namen Mako reaktiviert, ist kein Zufall. Das Original erschien 2008 als 2.1-System mit THX-Zertifizierung und wurde seinerzeit unter anderem von Wired für seine Innovation ausgezeichnet. Nach der Einstellung der Serie blieb der Name in der Community präsent: Razer verweist in der eigenen Kommunikation explizit auf jahrelange Nachfragen nach einer Rückkehr. Mit THX inzwischen als Teil des Unternehmens greift die neue Mako-Serie diese Historie auf, kombiniert sie aber mit aktueller Chroma-Technik statt einer reinen Neuauflage.
Wer aktuell schon mit Razer-Peripherie im Chroma-Ökosystem unterwegs ist, etwa mit der Razer Leviathan V2, dürfte die neuen Lautsprecher vor allem wegen der Synapse-Integration interessant finden.
Preis und Verfügbarkeit
Die Razer Mako X startet am 6. Oktober 2026 zu einer UVP von 109,99 Euro, die größere Razer Mako folgt im Dezember 2026 für 159,99 Euro. Beide Modelle sollen über Razer.com, in RazerStores sowie bei ausgewählten Händlern erhältlich sein. Konkrete deutsche Händler oder ein Vorbestell-Link waren zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht bekannt.
Fazit
Mit Mako und Mako X positioniert Razer zwei kompakte Alternativen zu klassischen 2.1-Regallautsprechern gezielt für Battlestations, bei denen Platz auf dem Schreibtisch knapp ist. Technisch bewegen sich beide Modelle im für Desktop-Lautsprecher üblichen Rahmen, das eigentliche Verkaufsargument dürfte die Kombination aus Chroma-RGB-Integration und der Mako-Historie sein. Ob der Klang das Comeback rechtfertigt, lässt sich erst mit einem eigenen Test sagen. Sobald Testgeräte verfügbar sind, schauen wir uns beide Modelle genauer an. Wer nach Alternativen abseits von Razer sucht, findet einen Überblick in unserem Ratgeber zu den besten Soundbars.
Quellen: Razer Newsroom, Razer Produktseite Mako X,