Die RTX 5080 Super und die restlichen RTX-50-Super-Modelle sind angeblich fertig entwickelt und teils schon bei den Boardpartnern – trotzdem verschiebt Nvidia den Verkaufsstart auf unbestimmte Zeit. Schuld ist der neue Speicher: Die dichteren 3-GB-GDDR7-Chips kosten aktuell rund dreimal so viel wie die bisherigen 2-GB-Module, und das treibt die Produktionskosten pro Karte um mehrere Hundert Euro nach oben. Ein offizieller Termin steht damit weiter in den Sternen.
Das Wichtigste in Kürze
- Nvidias RTX-50-Super-Serie (u. a. RTX 5080 Super, RTX 5070 Ti Super, RTX 5070 Super) ist laut Leaks fertig und teils bereits an einen Boardpartner ausgeliefert.
- Der Release liegt trotzdem auf Eis – Grund sind die stark gestiegenen Preise für 3-GB-GDDR7-Speicher.
- Ein 3-GB-Chip kostet aktuell rund 60 bis 70 US-Dollar, ein 2-GB-Modul nur etwa 20 US-Dollar – also ungefähr das Dreifache bei nur 50 Prozent mehr Kapazität.
- Die knappen Chips wandern bevorzugt in Nvidias hochprofitable KI-Hardware wie die RTX PRO 6000 Blackwell.
- Zusätzlich wird ein deutlich höherer Stromverbrauch erwartet: Die RTX 5080 Super soll bis zu 415 Watt ziehen.
- Alle Angaben beruhen auf Leaks und inoffiziellen Quellen. Nvidia hat sich bislang nicht offiziell geäußert.
RTX 5080 Super: Hardware fertig, Verkauf gestoppt
Die Geschichte der Super-Modelle hatte zuletzt mehrere Wendungen. Anfang des Jahres hieß es noch, es werde gar keine neuen Ableger der Blackwell-Generation geben. Im Juni sickerte dann durch, dass die Varianten mit mehr Speicher doch kommen sollen. Jetzt der nächste Dreh: Die Karten sind laut VideoCardz fertig und mindestens ein Boardpartner soll die Hardware schon in den Händen halten – der Verkauf steht aber still.
Der Grund ist rein wirtschaftlich. Die neuen Modelle setzen auf dichtere GDDR7-Bausteine mit drei Gigabyte pro Chip statt bisher zwei. Das erlaubt mehr Videospeicher, ohne die Anzahl der Module oder die Breite des Speicherbusses anfassen zu müssen. Für Spieler heißt das: mehr VRAM für speicherhungrige Games und Anwendungen. Für Nvidia und die Partner heißt es aktuell aber vor allem eins – deutlich höhere Einkaufspreise.
Warum der GDDR7-Speicher zum Problem wird
Die Zahlen erklären die Zurückhaltung ziemlich eindeutig. Ein einzelner 3-GB-GDDR7-Chip kostet derzeit zwischen 60 US-Dollar (rund 52 Euro) und 70 US-Dollar (rund 61 Euro). Ein reguläres 2-GB-Modul liegt bei lediglich etwa 20 US-Dollar (rund 17 Euro). Unterm Strich bieten die neuen Chips also nur 50 Prozent mehr Kapazität, sind in der Beschaffung aber rund dreimal so teuer.
Eine Grafikkarte braucht sechs bis acht dieser Module. Damit steigen die reinen Produktionskosten je nach Modell um mehrere Hundert Euro – noch bevor Kühler, Platine und Marge dazukommen. Nvidia hat die Boardpartner deshalb angewiesen, den Verkauf vorerst zu verschieben, bis sich die Marktlage beruhigt.
Dazu kommt ein Verfügbarkeitsproblem. Die 3-GB-Bausteine sind knapp, weil sie im professionellen Bereich stark nachgefragt werden. Nvidia verbaut denselben Speicher in hochprofitablen Produkten für die KI-Infrastruktur, etwa in der RTX PRO 6000 Blackwell oder in Rubin CPX. Bei der Zuteilung der raren Chips haben diese Karten Vorrang – Gaming-GPUs stehen hinten an. Für Spieler bedeutet das schlicht: länger warten.
Diese Modelle sind betroffen – die erwarteten Specs
Die Super-Aktualisierung betrifft mehrere Karten. Im Zentrum steht die RTX 5080 Super, dazu kommen die RTX 5070 Ti Super und die RTX 5070 Super. Auch eine RTX 5050 mit 9 GB soll aus demselben Grund auf Eis liegen. Die folgende Übersicht fasst die kursierenden Leak-Angaben zusammen – noch nichts davon ist offiziell bestätigt.
| Modell | Speicher (erwartet) | Speichertakt | Leistungsaufnahme |
|---|---|---|---|
| RTX 5080 Super | 24 GB GDDR7 (statt 16 GB) | bis zu 32 Gbps | bis zu 415 W |
| RTX 5070 Ti Super | 24 GB GDDR7 (statt 16 GB) | 28 Gbps, 256 Bit | noch offen |
| RTX 5070 Super | 18 GB GDDR7 (statt 12 GB) | noch offen | noch offen |
| RTX 5050 (9 GB) | 9 GB GDDR7 (3× 3-GB-Chip) | noch offen | noch offen |
Besonders die RTX 5080 Super macht mit einem satten Sprung auf sich aufmerksam: Von 16 auf 24 GB Speicher plus schnellerem Takt (32 statt 30 Gbps) klettert die Bandbreite in Richtung 1 TB/s. Wer eine aktuelle Grafikkarte für den Gaming-PC sucht, muss sich vorerst aber weiter im bestehenden RTX-50-Lineup umschauen.
Mehr VRAM, mehr Watt: höherer Stromverbrauch erwartet
Die neuen Speichermodule kosten nicht nur mehr, sie brauchen offenbar auch mehr Energie. Frühe Einträge im Netzteil-Kalkulator von Seasonic deuten darauf hin, dass die Leistungsaufnahme spürbar steigt. Für die RTX 5080 Super sind dort bis zu 415 Watt hinterlegt – ein Plus von 55 Watt oder rund 15 Prozent gegenüber dem Standardmodell mit 360 Watt.
Interessant ist das Warum: Die Anzahl der Rechenkerne bleibt laut aktuellen Infos unverändert. Der Mehrverbrauch geht also primär auf das neue Speicherdesign zurück. Möglich ist außerdem, dass Nvidia die Taktraten leicht anhebt, um den höheren Verbrauch überhaupt zu rechtfertigen. Wer ohnehin über ein Upgrade nachdenkt, sollte das Netzteil im Blick behalten – und passend dazu vielleicht gleich checken, wie sich ein Nvidia-Setup mit G-Sync optimal einrichten lässt.
Wann kommt die RTX 5080 Super?
Genau das ist die große Unbekannte. Einen offiziellen Termin gibt es nicht, und Nvidia hat bislang weder die Specs noch die Verzögerung kommentiert. Einzelne Berichte spekulieren inzwischen auf ein Fenster Ende 2026 oder rund um die CES 2027 – gesichert ist davon aber nichts. Solange die Speicherpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben, dürfte Nvidia wenig Interesse daran haben, die Karten mit knapper Marge oder zu hohen Preisen auf den Markt zu drücken.
FAQ zur RTX 5080 Super und der RTX-50-Super-Serie
Warum verzögert Nvidia die RTX 50 Super?
Weil die benötigten 3-GB-GDDR7-Speicherchips aktuell etwa dreimal so teuer sind wie die bisherigen 2-GB-Module und zusätzlich knapp verfügbar sind. Das treibt die Produktionskosten pro Karte um mehrere Hundert Euro nach oben.
Welche Modelle gehören zur RTX-50-Super-Serie?
Bekannt sind bislang RTX 5080 Super, RTX 5070 Ti Super und RTX 5070 Super. Auch eine RTX 5050 mit 9 GB soll betroffen sein.
Wie viel Speicher bekommt die RTX 5080 Super?
Laut Leaks 24 GB GDDR7 statt bisher 16 GB, kombiniert mit schnellerem Speichertakt von bis zu 32 Gbps.
Wie hoch ist der Stromverbrauch der RTX 5080 Super?
Einträge im Seasonic-Netzteilkalkulator nennen bis zu 415 Watt – rund 55 Watt mehr als beim Standardmodell.
Gibt es einen Release-Termin für die RTX 5080 Super?
Nein. Einen offiziellen Termin gibt es nicht. Manche Berichte spekulieren auf Ende 2026 oder die CES 2027, bestätigt ist davon jedoch nichts.
Fazit: Sinnvolle Karten zur falschen Zeit
Ehrlich gesagt ist die Verzögerung nachvollziehbar. Eine RTX 5080 Super mit 24 GB VRAM wäre auf dem Papier ein starkes Upgrade – nur bringt sie niemandem etwas, wenn der Speicher die Karte so teuer macht, dass am Ende weder Nvidia noch die Käufer glücklich werden. Dass die knappen 3-GB-Chips lieber in die margenstarke KI-Hardware wandern, passt ins Bild: Solange sich mit einem Speicherbaustein im Rechenzentrum mehr verdienen lässt als im Gaming-PC, ziehen Gamer den Kürzeren.
Für dich heißt das konkret: Wer jetzt eine neue Grafikkarte braucht, sollte nicht auf die Super-Modelle spekulieren, sondern im aktuellen RTX-50-Lineup zugreifen. Wer warten kann, wartet – und behält die Speicherpreise im Auge. Wartest du auf die Super-Varianten oder hast du ohnehin gerade keinen Bedarf an einer neuen GPU? Schreib es gern in die Kommentare.
Quellen: VideoCardz, WinFuture, Tom’s Hardware, TweakTown (Seasonic)

