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Sabrent Rocket 4 Plus G: Schnelle NVMe-SSD mit DirectStorage

Mit der Sabrent Rocket 4 Plus G-Reihe hat der Hersteller eine neue Serie an NVMe-SSDs vorgestellt, die sich vornehmlich an Gamerinnen und Gamer richtet (daher rührt auch das G im Namen). Besonderheit: Die Firmware der PCIe 4.0-SSD ist bereits für die DirectStorage-API von Microsoft optimiert.

Die Sabrent Rocket 4 Plus G im Detail

Auf den ersten Blick handelt es sich bei der neuen Sabrent Rocket 4 Plus G-Serie um eine Reihe ganz gewöhnlicher NVMe-SSDs mit PCIe 4.0-Anbindung im klassischen M.2-Formfaktor. Die konkreten technischen Details formuliert der Hersteller auf der eigenen Website allerdings eher vage.

So ist von einer Geschwindigkeit von über 7.000 MB/s die Rede, während der 3D TLC NAND-Flash 1.600 MT pro Sekunde leisten soll. Konkrete Details zum genutzten Controller oder ähnlichem liefert der Hersteller allerdings nicht.

Sabrent Rocket 4 Plus G
Bild: Sabrent

Wohl aber zu den Kapazitäten, denn die SSD soll in 1 TB, 2 TB und 4 TB angeboten werden, während es bei entsprecher Vorbestellung den bunten Gaming Heatsink kostenlos dazu gibt, der normalerweise mit 29,99 US-Dollar zu Buche schlägt.

Was die Sabrent Rocket 4 Plus G aber so besonders machen soll, ist die neue „O2 Game-Optimized“ Firmware, die bereits auf Microsofts DirectStorage-API hin optimiert ist. Das wirft natürlich zusätzliche Fragen auf.

DirectStorage-API mit Leistungsvorteil im Gaming

Die neu gestaltete O2 GO Firmware der Sabrent Rocket 4 Plus G soll die Leistung der SSD auf ein ganz neues Level heben, verspricht der Hersteller auf der Produktwebsite. „Unsere O2 Go Firmware hilft dabei, den schnellsten Speicher – auf und abseits des Planeten – in ungeahnte Höhen zu katapultieren,“ so das vollmundige Versprechen.

So soll die SSD mit allen Anforderungen mithalten können, die du ihr entgegenwirfst. Klingt ja alles sehr schön, aber was bedeutet das für die Praxis?

Sabrent Rocket 4 Plus G
Die spezielle Firmware der Sabrent Rocket 4 Plus G unterstützt die DirectStorage-API von Microsoft.

Was steckt hinter der DirectStorage-API von Microsoft?

Die DirectStorage-API von Microsoft soll ab dem kommenden Jahr die Leistung von SSDs im Gaming-Betrieb stark verbessern. Microsoft hatte die aus den aktuellen Xbox-Konsolen bekannte Funktion im Juni 2021 vorgestellt und verraten, dass Inhalte in Spielen schneller auf die Grafikkarte geladen werden, ohne die CPU oder den Arbeitsspeicher zu belasten.

DirectStorage übermittelt dabei die Daten von der SSD, auf der die Speicherdaten der Games liegen, direkt über den Arbeitsspeicher an die Grafikkarte. Das soll nicht nur die Ladezeiten drastisch verkürzen, sondern auch das Streaming von Assets wie beispielsweise Texturen verbessern, während die CPU zusätzlich entlastet wird.

DirectStorage-API
Bild: Sabrent

Wie groß der Leistungsvorteil letztlich ausfällt, hängt mit Sicherheit auch von der jeweiligen SSD ab und lässt sich aktuell noch schwer einschätzen. Ob und in welcher Form die Sabrent Rocket 4 Plus G diesen Vorteil durch die neue Firmware ausspielen kann, wird sich allerdings erst im kommenden Jahr zeigen.

Denn der Action-Titel Forspoken, eines der ersten Spiele die die DirectStorage-API nutzen, wurde erst kürzlich auf Januar 2023 verschoben.

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Was bedeutet das für bereits bestehende SSDs?

Der Hersteller bewirbt die Sabrent Rocket 4 Plus G dank der von Grund auf neu gestalteten Firmware als „bereit für die Zukunft“ und speziell „designt für die DirectStorage-API“.

Da stellt sich allerdings die Frage, wie es um bereits existente SSDs wie die Rocket 4 Plus (ohne G im Namen) bestellt ist und ob diese auch die Technologie unterstützen wird. Und falls ja, ob dafür ein Update der Firmware nötig sein wird.

Diese Frage stellte sich auch die Website PCGamer, die kurzerhand direkt beim Hersteller angeklopft und Antworten von William Harmon, Technical Marketing Specialist bei Sabrent, erhalten hat. Er verrät, dass die neue Version der O2 Game-Optimized Firmware zwingend notwendig ist, um DirectStorage nutzen zu können.

Eine neue Firmware für die bereits erhältliche Rocket 4 Plus stünde allerdings nicht in Aussicht. Zu einer konkreten Aussage wollte sich Harmon im Interview nicht hinreißen lassen, merkt allerdings an: „Es ist möglich, die Firmware zu flashen, um die Anforderungen durch DirectSotrage zu erfüllen. Allerdings könnten die Ergebnisse nicht allzu großartig sein.“

Genau aus diesem Grund habe man das Gaming-Modell Sabrent Rocket 4 Plus G an den Start gebracht, das mit 1.600 MT/s schneller ist als die normale Version mit 1.200 MT/s. „In unseren Tests fällt die normale, geflashte Rocket 4 Plus hinsichtlich der Leistung zur neuen G ab.“

Sabrent Rocket 4 Plus G: Preise und Verfügbarkeiten

Die neue Gaming-SSD Sabrent Rocket 4 Plus G kann zumindest in den USA ab sofort direkt beim Hersteller vorbestellt werden. Los geht es ab einer UVP von 169,99 US-Dollar für die Variante mit 1 TB Speicher.

Eine Verdopplung auf zwei Terabyte schlägt mit 299,99 US-Dollar zu Buche, 4 TB kosten hingegen 699,99 US-Dollar. Wann die Auslieferung erfolgen soll, verriet der Hersteller jedoch nicht.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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