SAMA S50 im Überblick: Kompaktes ATX-Gehäuse mit frontmontiertem Netzteil

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
SAMA S50

SAMA S50 im Überblick: Kompaktes ATX-Gehäuse mit frontmontiertem Netzteil

Wer High-End-Hardware in einem möglichst platzsparenden Gehäuse unterbringen will, muss meist Kompromisse bei Kühlung oder Kompatibilität eingehen. Der neue SAMA S50 tritt an, dieses Dilemma zu lösen: Das kompakte ATX-Gehäuse setzt auf ein frontmontiertes Netzteil, vier vorinstallierte ARGB-Lüfter und großzügige Mesh-Flächen. Dazu gibt es eine A+ Thermal-Zertifizierung und einen attraktiven Preis. Was der S50 im Detail bietet und für welche Builds er sich eignet, fasst dieser Beitrag zusammen.

  • Frontmontiertes Netzteil: verlagert die PSU in ein separates Frontfach und verkleinert so die Grundfläche des Gehäuses.
  • Starke Kühlung ab Werk: vier 120-mm-ARGB-PWM-Lüfter, dichte Mesh-Panels und A+ Thermal-Zertifizierung von PPLP.INFO.
  • Hohe Kompatibilität: GPUs bis 410 mm, CPU-Kühler bis 165 mm und Support für Back-Connect-Mainboards.
  • Komfort beim Bau: werkzeuglose Panels, 47 mm Kabelraum und flexible Laufwerkshalterung.

Frontmontiertes Netzteil als Schlüssel zur kompakten Bauweise

Das prägende Merkmal des SAMA S50 ist sein frontmontiertes Netzteil. Statt die PSU klassisch unter einer Abdeckung im Hauptraum unterzubringen, verlagert SAMA sie in ein isoliertes Fach an der Gehäusefront. Dadurch sinkt die Grundfläche des Towers spürbar, ohne dass dabei der Platz für andere Komponenten leidet. Mit Abmessungen von 475 × 235 × 426 mm (T × B × H) bleibt das Gehäuse angenehm kompakt und reiht sich damit in eine wachsende Zahl an Modellen mit alternativem Innenlayout ein.

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Trotz der kompakten Maße bleibt die Hardware-Kompatibilität bemerkenswert hoch. Der S50 nimmt ATX-, Micro-ATX- und Mini-ITX-Mainboards auf, darunter auch moderne Back-Connect-Designs mit rückseitigen Anschlüssen, bei denen die Kabel auf der Rückseite des Boards verschwinden. Grafikkarten dürfen bis zu 410 mm lang sein, CPU-Luftkühler bis zu 165 mm hoch und ATX-Netzteile bis zu 180 mm tief. Damit eignet sich das Gehäuse sowohl für aufgeräumte Office-Systeme als auch für vollwertige Gaming-Rigs mit aktueller Oberklasse-Hardware. Wer sich für besonders kompakte Systeme interessiert, findet auch im NZXT H2 Flow einen spannenden Small-Form-Factor-Ansatz.

Vier ARGB-PWM-Lüfter und A+ Thermal-Zertifizierung

Beim Thema Kühlung setzt der S50 auf das Zusammenspiel aus dichten Mesh-Panels an Front und Oberseite sowie einem ausgewogenen Innenlayout. Bereits ab Werk sind vier 120-mm-ARGB-PWM-Lüfter verbaut, die für ordentlich Luftstrom und Beleuchtung sorgen, ohne dass direkt zusätzliche Lüfter gekauft werden müssen. Ein integrierter ARGB/PWM-Hub steuert dabei bis zu sechs Lüfter an. Die Beleuchtung lässt sich entweder über eine LED-Taste an der Frontblende regeln oder mit dem Mainboard synchronisieren, um eine einheitliche Systembeleuchtung zu erzielen.

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Wie gut das Konzept aufgeht, belegt die A+ Thermal-Zertifizierung des unabhängigen Testlabors PPLP.INFO – die zweithöchste Stufe der Bewertung. Für anspruchsvollere Setups bietet der S50 reichlich Reserven: Insgesamt lassen sich bis zu elf 120-mm-Lüfter verbauen, verteilt auf Front, Deckel, Rückseite, Boden und eine Seitenposition. Im Deckel findet zudem ein 360-mm-Radiator Platz, sodass auch potente All-in-One-Wasserkühlungen kein Problem darstellen. Damit zeigt sich der S50 deutlich kühlfreudiger, als es seine kompakten Maße zunächst vermuten lassen – ein Aspekt, der etwa beim Airflow-orientierten ENDORFY Arx 500 ARGB ebenfalls im Fokus stand.

Werkzeugloser Zugang und flexibles Kabelmanagement

Auch beim Zusammenbau zeigt sich der S50 praxisorientiert. Seitenteile, Frontblende und obere Abdeckung lassen sich werkzeuglos abnehmen, was den Zugang zum Innenraum deutlich vereinfacht und Zeit bei Montage und Wartung spart. Hinter dem Mainboard-Tray stehen 47 mm Platz für das Kabelmanagement bereit, ergänzt durch mehrere Befestigungspunkte und übersichtliche Kabelführungen. So bleibt die Verkabelung selbst bei voll bestückten Systemen ordentlich – ein Komfortmerkmal, das auch in unserem APNX C1 Test positiv auffiel.

Flexibel zeigt sich der S50 zudem bei den Speicheroptionen. Eine abnehmbare Laufwerkshalterung nimmt bis zu drei 3,5-Zoll-Festplatten oder vier 2,5-Zoll-SSDs auf und passt sich so unterschiedlichen Anforderungen an – vom reinen Gaming-Build bis hin zu speicherlastigen Konfigurationen. Eine gehärtete Glas-Seitenwand rundet das Gesamtpaket optisch ab und gibt den Blick auf die beleuchtete Hardware frei. Wer weitere Gehäuse-Tests sucht, findet diese gebündelt in unserer Übersicht der Gehäuse-Testberichte.

Fazit

Der SAMA S50 macht vieles richtig: Das frontmontierte Netzteil ermöglicht eine kompakte Bauweise, ohne bei Kompatibilität oder Kühlung Abstriche zu machen, und die vier vorinstallierten ARGB-Lüfter samt A+ Thermal-Zertifizierung sind in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Erhältlich ist das Gehäuse in Schwarz und Weiß bei Amazon.de, die UVP liegt zwischen 89,90 und 99,90 Euro. Für preisbewusste Nutzer, die ein vielseitiges und gut gekühltes ATX-Gehäuse suchen, ist der S50 damit ein heißer Kandidat.