Samsung Galaxy A27 5G vorgestellt: Snapdragon-Chip, 120-Hz-AMOLED und 6 Jahre Updates

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
Samsung Galaxy A27 5G
Bild: Samsung

Samsung hat das Galaxy A27 5G offiziell vorgestellt – ein Mittelklasse-Smartphone mit 6,7-Zoll-AMOLED-Display (120 Hz), erstmals einem Qualcomm-Snapdragon-Chip statt Exynos und sechs Jahren Update-Garantie. Verkaufsstart ist der 3. Juli, die Preise liegen bei 349 Euro (128 GB) und 439 Euro (256 GB). Unterm Strich ist es ein behutsames Update des Galaxy A26 – mit ein paar echten Verbesserungen, aber auch mit Abstrichen, über die man reden muss.

  • Display: 6,7 Zoll Super AMOLED, Full HD+, 120 Hz, jetzt mit Punch-Hole statt Notch
  • Chip: Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 (4 nm) – löst den Exynos 1380 ab
  • Speicher: 6/8 GB RAM, 128/256 GB, microSD bis 2 TB
  • Akku: 5.000 mAh, 25 W kabelgebunden
  • Software: Android 16 mit One UI 8.5, 6 Jahre OS- und Sicherheitsupdates
  • Preis & Start: ab 349 € (UVP), ab 3. Juli in Black, Blue und Light Pink
  • Haken: IP64 statt IP67, Ultraweitwinkel von 8 auf 5 MP geschrumpft, rund 50 € teurer als der Vorgänger

Mehr Display-Fläche dank Punch-Hole

Vorne bleibt vieles beim Alten – und das ist nicht negativ gemeint. Das 6,7 Zoll große Super-AMOLED-Panel löst weiterhin in Full HD+ auf und kommt mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Scrollen und Animationen wirken dadurch angenehm flüssig, etwas, das in dieser Preisklasse längst nicht selbstverständlich ist.

Der sichtbarste Unterschied zum A26 betrifft die Frontkamera: Statt der tropfenförmigen Notch sitzt nun mittig ein kleines Punch-Hole. Samsung nennt das Ganze Infinity-O-Display und verspricht zusätzlich schmalere Ränder. In der Praxis heißt das: ein etwas aufgeräumteres, moderneres Erscheinungsbild. Geschützt wird der Bildschirm laut den internationalen Datenblättern von Gorilla Glass Victus+. Mit 7,8 mm Bauhöhe bleibt das Gerät schlank, das Gewicht liegt bei rund 200 Gramm.

Snapdragon statt Exynos: der eigentliche Aufreger

Die größte Neuerung steckt im Inneren. Samsung wechselt vom hauseigenen Exynos 1380 auf den Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 im 4-nm-Verfahren. Für viele Käufer der A-Serie dürfte das die eigentlich interessante Nachricht sein – Exynos-Chips standen in der Mittelklasse immer wieder in der Kritik, sei es wegen Effizienz oder Throttling.

Wie groß der Sprung wirklich ist, sollte man nüchtern betrachten. Samsung selbst spricht von rund 7 Prozent mehr CPU- und 8 Prozent mehr GPU-Leistung. GSMArena ordnet den Zuwachs als „leicht“ ein und beziffert ihn auf 10 bis 20 Prozent. Ohne unabhängige Tests unter Dauerlast bleibt das eine Hausnummer auf dem Papier. Spannender als die reinen Zahlen ist der Effizienzgewinn: Ein moderner Snapdragon im 4-nm-Prozess kann sich im Alltag und bei der Akkulaufzeit durchaus bemerkbar machen. Begleitet wird der Chip von schnellerem LPDDR5X-RAM, das laut Samsung deutlich flotter arbeitet als der Speicher im A26.

Kameras: ein Schritt vor, einer zurück

Auf der Rückseite sitzt eine Dreifach-Kamera mit 50-MP-Hauptsensor inklusive optischer Bildstabilisierung (OIS), ergänzt um eine 2-MP-Makrokamera. Die Hauptkamera kann in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde filmen. So weit, so solide.

Der Wermutstropfen: Die Ultraweitwinkelkamera schrumpft von 8 MP beim A26 auf nun 5 MP. Auch die Frontkamera fällt mit 12 MP nominal etwas geringer aus als die 13 MP des Vorgängers – allerdings setzt Samsung hier auf einen neueren Sensor, der die Bildqualität trotz weniger Megapixeln verbessern soll. Megapixel sind eben nicht alles, aber ein Downgrade auf dem Datenblatt bleibt ein Downgrade.

Awesome Intelligence: KI für die Mittelklasse

Beim Thema KI rüstet Samsung weiter auf. Das Galaxy A27 5G baut auf den Awesome-Intelligence-Funktionen der aktuellen A-Serie auf. Circle to Search mit Google erkennt jetzt mehrere Objekte gleichzeitig – man kann also in einem Bild parallel nach Outfit und passenden Accessoires suchen und Kleidung sogar virtuell anprobieren.

Auch der Objekt-Radierer wurde verbessert und entfernt störende Bildelemente sauberer. Der Transkriptions-Assistent in der Sprachrekorder-App übersetzt Inhalte nun direkt während der Transkription, und das in 22 Sprachen. Als KI-Assistenten stehen Google Gemini und Perplexity zur Wahl, neu hinzu kommt Bixby als dialogorientierter Geräteassistent, der sich per natürlicher Sprache steuern lässt. Wer den Überblick über die vorinstallierten Samsung-Dienste behalten will, findet in unserem Ratgeber zu Samsung-Geräten hilfreiche Tipps.

Sechs Jahre Updates: das stärkste Argument

Was Samsung in dieser Preisklasse weiterhin auszeichnet, ist der lange Software-Support. Das Galaxy A27 5G erhält bis zu sechs Generationen Android-OS- und One-UI-Upgrades sowie bis zu sechs Jahre Sicherheitsupdates ab der weltweiten Markteinführung. Ausgeliefert wird es direkt mit Android 16 und One UI 8.5. Für die Sicherheit sorgen Samsung Knox und der hardwaregestützte Schutz durch Knox Vault. Wer ein günstiges Handy lange nutzen will, bekommt hier eine Update-Garantie, die viele Konkurrenten in dem Segment nicht bieten.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Samsung Galaxy A27 5G
Display 6,7 Zoll Super AMOLED, Full HD+, 120 Hz, Infinity-O (Punch-Hole)
Maße & Gewicht 162,4 × 78,2 × 7,8 mm, ca. 200 g
Prozessor Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 (4 nm), Octa-Core (4× 2,4 GHz + 4× 1,8 GHz)
Speicher 6/8 GB RAM, 128/256 GB, microSD bis 2 TB
Hauptkamera 50 MP Weitwinkel (OIS) + 5 MP Ultraweitwinkel + 2 MP Makro
Frontkamera 12 MP
Akku 5.000 mAh, 25 W kabelgebundenes Laden
Betriebssystem Android 16, One UI 8.5, 6 Jahre Updates
Schutz IP64, Samsung Knox Vault
Farben Black, Blue, Light Pink

Preis, Verfügbarkeit und Einordnung

Das Galaxy A27 5G ist ab dem 3. Juli in den Farben Black, Blue und Light Pink erhältlich. Die 128-GB-Variante kostet laut UVP 349 Euro, für 256 GB werden 439 Euro fällig. Damit liegt das A27 rund 50 Euro über dem Einstiegspreis des A26 zum Marktstart.

Und hier wird es ehrlicherweise etwas heikel: Während der Snapdragon-Wechsel, das Punch-Hole-Design und der lange Support echte Pluspunkte sind, hat Samsung an anderer Stelle gespart. Die Schutzklasse sinkt von IP67 auf IP64 – das Gerät ist also weniger gut gegen Untertauchen geschützt –, der Ultraweitwinkel verliert an Auflösung, und der Preis steigt. Der internationale Fachpresse-Tenor lautet dementsprechend: ein modernes, durchdachtes Mittelklasse-Handy, aber kein Pflichtkauf für A26-Besitzer. Wer ein neues günstiges Smartphone mit langem Update-Versprechen sucht, liegt hier trotzdem richtig.

Verfügbar wird das Gerät bei den üblichen Händlern sein – ein erster Blick lohnt sich etwa bei Amazon. Wer sich generell für Samsungs Geräte-Strategie 2026 interessiert, sollte auch einen Blick auf unseren Beitrag zu den neuen Samsung-TVs 2026 werfen.

Häufige Fragen zum Samsung Galaxy A27 5G

Was kostet das Samsung Galaxy A27 5G?
Die UVP liegt bei 349 Euro für die Variante mit 128 GB und bei 439 Euro für das Modell mit 256 GB Speicher.

Wann kommt das Galaxy A27 5G auf den Markt?
Verkaufsstart ist der 3. Juli in den Farben Black, Blue und Light Pink.

Welcher Prozessor steckt im Galaxy A27 5G?
Ein Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 im 4-nm-Verfahren – erstmals in dieser A-Reihe ein Snapdragon statt eines Exynos-Chips.

Wie lange bekommt das Galaxy A27 5G Updates?
Samsung verspricht bis zu sechs Generationen Android- und One-UI-Upgrades sowie bis zu sechs Jahre Sicherheitsupdates ab der weltweiten Markteinführung.

Was ist der Unterschied zum Galaxy A26?
Das A27 bringt einen Snapdragon-Chip, ein Punch-Hole-Display und schmalere Ränder. Gleichzeitig sinkt die Schutzklasse auf IP64 und der Ultraweitwinkel auf 5 MP – bei einem rund 50 Euro höheren Preis.