SCHENKER ELEMENT 16 (E26): 16-Zoll-Laptop mit Intel Core Ultra 300, Recycling-Gehäuse und zwei Mal Thunderbolt 4 startet

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
SCHENKER ELEMENT 16
Bild: Schenker

Schenker Technologies bringt das SCHENKER ELEMENT 16 in seine finale Version: Der 16-Zoll-Laptop kombiniert Intels neue Core-Ultra-300-Prozessoren mit einem zu großen Teilen aus Recyclingmaterial gefertigten Gehäuse und einer für die Preisklasse ungewöhnlich einfachen Wartung. Ab sofort ist das Notebook auf bestware.com konfigurierbar und bestellbar, der Einstiegspreis liegt bei 1.499 Euro.

Als Prototyp hatten die drei Unternehmen das ELEMENT 16 bereits im Januar auf der CES 2026 in Las Vegas gezeigt. Gegenüber dieser frühen Version hat sich vor allem beim Arbeitsspeicher etwas getan: Statt der auf der Messe gezeigten 16 GB verlöteten RAM setzt die Serienversion auf ein kleineres, 8 GB großes verlötetes Modul, das sich über einen zusätzlichen SO-DIMM-Steckplatz auf bis zu 72 GB erweitern lässt.

TL;DR: Das Wichtigste in Kürze

  • 16-Zoll-IPS-Display mit 2.560 × 1.600 Pixeln, 400 Nits, 120 Hz und 100 % sRGB-Abdeckung
  • Wahlweise Intel Core Ultra 7 356H (16 Kerne) oder Core Ultra 5 325 (8 Kerne)
  • Gehäuse aus 50 % recyceltem Aluminium und 30 % recyceltem Kunststoff, MIL-STD-810H-zertifiziert
  • Werkzeugloser Zugang zur Unterschale, austauschbarer Akku, SSD, RAM und Tastatur
  • Zwei Thunderbolt-4-Ports mit DisplayPort 2.1 und bis zu 100 Watt Power Delivery, dazu Wi-Fi 7
  • Ab sofort ab 1.499 Euro auf bestware.com, bis 31. August mit 5 % Rabatt

Core Ultra 7 356H oder Core Ultra 5 325: zwei CPU-Optionen mit NPU

Beim Prozessor können Käufer zwischen zwei Varianten der aktuellen Intel-Core-Ultra-Generation wählen. Der Core Ultra 7 356H bringt 16 Kerne mit (4 P-Cores, 8 E-Cores und 4 LPE-Cores), der Core Ultra 5 325 kommt auf 8 Kerne mit jeweils 4 P- und E-Cores. Beide Chips nutzen eine integrierte Intel-Grafikeinheit mit 4 Xe-Kernen und eine NPU, die lokale KI-Anwendungen mit bis zu 50 TOPS (Core Ultra 7) beziehungsweise 47 TOPS (Core Ultra 5) beschleunigt.

Für die Kühlung ist ein Dual-Fan-System mit rückseitigen Luftauslässen zuständig. Laut Schenker hält der Core Ultra 7 356H damit auch unter Dauerlast eine stabile Leistungsaufnahme von 50 Watt, kurzzeitig sind bis zu 65 Watt möglich. Je nach gewählter CPU liegt dem Laptop ein 100-Watt- (Core Ultra 7) oder ein 65-Watt-Netzteil mit USB-C-Anschluss (Core Ultra 5) bei.

RAM bis 72 GB und PCIe-5.0-SSD-Steckplatz

Fest verlötet ist beim ELEMENT 16 lediglich ein 8 GB großer DDR5-5600-Baustein. Über den zusätzlichen SO-DIMM-Steckplatz lässt sich der Arbeitsspeicher um bis zu 64 GB DDR5-5600-RAM erweitern, in Summe sind also 72 GB möglich. Für den Dual-Channel-Betrieb mit voller Bandbreite braucht es dazu ein zum verlöteten Baustein passendes 8-GB-Modul; wer mehr Kapazität will, kann den fest verlöteten Speicher im BIOS zu Diagnosezwecken auch deaktivieren. Für Massenspeicher steht ein M.2-Steckplatz mit PCI-Express-5.0-Anbindung bereit.

Ausstattung Core Ultra 5 325 (Basis) Core Ultra 7 356H (Upgrade)
CPU-Kerne 8 (4 P + 4 E) 16 (4 P + 8 E + 4 LPE)
NPU-Leistung bis 47 TOPS bis 50 TOPS
TDP (Dauerlast / Peak) k. A. 50 W / bis 65 W
Netzteil 65 Watt USB-C 100 Watt USB-C
RAM ab Werk 16 GB (8 GB verlötet + 8 GB SO-DIMM) 16 GB (8 GB verlötet + 8 GB SO-DIMM)
RAM maximal 72 GB 72 GB
SSD 500 GB (Basis) frei konfigurierbar
Aufpreis entfällt 150 Euro

Recycling-Gehäuse mit werkzeugloser Wartung

Displaydeckel und Oberschale bestehen aus Aluminium, Displayrahmen und Unterschale aus Kunststoff. Nach Angaben von Schenker stammen 50 Prozent des verbauten Aluminiums und 30 Prozent des Kunststoffs aus recyceltem Material. Das Gehäuse misst 359,8 x 257 x 19,9 mm, wiegt 1,9 kg und ist nach MIL-STD-810H zertifiziert.

Bei der Wartung geht Schenker einen Schritt weiter als die meisten Office-Notebooks in dieser Preisklasse: Die Unterschale sitzt nicht verschraubt, sondern über einen werkzeuglosen Schnellverschluss, wodurch sich SSD, SO-DIMM-RAM und das Kühlsystem einfach erreichen lassen. Der 72-Wh-Akku ist ebenfalls verschraubt und austauschbar und trennt beim Öffnen der Unterschale automatisch die Verbindung zum Mainboard, um Kurzschlüsse beim Eigenumbau zu verhindern. Auch Touchpad und Tastatur sind bei Bedarf austauschbar, und selbst die Flachbandkabel zu den seitlichen Anschluss-Platinen sind verschraubt statt gesteckt. Schenker arbeitet nach eigenen Angaben bereits an alternativen Anschluss-Modulen für abweichende Port-Konfigurationen, das Vorhaben befindet sich aber noch in der Entwicklung.

SCHENKER ELEMENT 16
Bild: Schenker

Dieser modulare Ansatz erinnert an das Framework Laptop, das mit austauschbaren Anschluss-Modulen bekannt geworden ist. Schenker nennt sein Konzept selbst „semi-modular“. Anders als beim Framework Laptop ist beim ELEMENT 16 vor allem der Innenraum leicht zugänglich, der Austausch der seitlichen Anschlüsse ist laut Hersteller erst für eine spätere Ausbaustufe geplant.

Zur Akkulaufzeit nennt Schenker rund 12 Stunden beim Video-Streaming und rund 11 Stunden bei Büroarbeit, jeweils gemessen bei 150 Nits Bildschirmhelligkeit im Energiesparprofil.

1600p-Display mit 120 Hz und 180-Grad-Scharnier

Das matte, 16 Zoll große IPS-Display löst mit 2.560 x 1.600 Pixeln auf, erreicht 400 Nits Helligkeit und eine Bildwiederholrate von 120 Hz. Die vollständige Abdeckung des sRGB-Farbraums macht das ELEMENT 16 auch für Bild- und Fotobearbeitung interessant. Ein Scharnier, das sich um 180 Grad öffnen lässt, erlaubt es, den Laptop für Präsentationen flach auf den Tisch zu legen.

Zwei Mal Thunderbolt 4, Wi-Fi 7 und Anschlüsse für 30 Länder

Anschlussseitig setzt Schenker auf zwei Thunderbolt-4-Ports, die jeweils DP80-fähiges DisplayPort 2.1 und bis zu 100 Watt Power Delivery unterstützen. Dazu kommen HDMI 2.1, zwei Mal USB-A 3.2 Gen1, ein microSD-Kartenleser und ein kombinierter 2-in-1-Audioanschluss für Headset und Mikrofon. Eine Beschriftung an der Oberseite der Ports soll das Finden des richtigen Anschlusses erleichtern. Für die Netzwerkverbindung ist Wi-Fi 7 an Bord, für Videocalls eine Windows-Hello-kompatible Full-HD-Webcam mit physischer Abdeckung. Über das BIOS lassen sich Kamera, Mikrofon, WLAN, Bluetooth, SSD und die seitlichen Anschlüsse bei Bedarf komplett deaktivieren.

Die Tastatur gibt es in rund 30 länderspezifischen Layouts inklusive ANSI- und ISO-Versionen, mit Nummernblock, Fn-Lock-Funktion und vierstufig regelbarer, weißer Hintergrundbeleuchtung. Das 131 x 85 mm große Glas-Touchpad ist Microsoft-Precision-zertifiziert und erkennt den Handballen automatisch, um Fehleingaben zu vermeiden.

Preise und Verfügbarkeit

Die Basisausstattung des SCHENKER ELEMENT 16 umfasst einen Core Ultra 5 325, 16 GB RAM, eine 500-GB-SSD und das 1600p-Display mit 400 Nits. Der Startpreis liegt bei 1.499 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Wer mehr RAM, eine größere SSD oder den Core Ultra 7 356H für 150 Euro Aufpreis möchte, konfiguriert sein Gerät direkt im Online-Shop bestware.com. Bis zum 31. August gewährt Schenker zum Verkaufsstart einen Rabatt von 5 Prozent. Wie bei allen direkt über die eigene E-Commerce-Plattform gekauften SCHENKER-Laptops gilt ab Werk eine Garantie von 36 Monaten.

Wer sich generell für die neue Panther-Lake-Generation von Intel interessiert, aber einen anderen Formfaktor sucht, findet mit dem Lenovo ThinkPad X13 Detachable ein weiteres aktuelles Beispiel, allerdings in einem klassischen 2-in-1-Gehäuse ohne den Wartungsfokus des ELEMENT 16. Wer lieber bei Schenker bleibt, aber ein kompakteres Notebook bevorzugt, findet mit dem XMG EVO 15 ein verwandtes Ultrabook aus demselben Leipziger Werk.

Fazit

Mit dem SCHENKER ELEMENT 16 zeigt der Leipziger Hersteller, dass sich Nachhaltigkeit, Wartungsfreundlichkeit und ein konkurrenzfähiges Datenblatt nicht ausschließen müssen. Ob der Sprung vom Messe-Prototyp zur Serienversion beim Arbeitsspeicher sich in der Praxis bemerkbar macht, muss ein Test erst noch zeigen. Als Einstiegspreis für ein Notebook mit zwei Thunderbolt-4-Ports, 1600p-Display und austauschbarem Akku ist der Preis von 1.499 Euro aber durchaus attraktiv.