Alpenföhn Matterhorn 2 Serie: Drei Luftkühler im Überblick

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
Alpenföhn Matterhorn 2
Bild: Alpenföhn

Die Alpenföhn Matterhorn 2 Serie besteht aus drei schwarzen Luftkühlern: dem schlichten Matterhorn 2 black und dem optisch aufgewerteten AURORA black (beide 200W TDP, Single-Tower) sowie dem AURORA MAX black, einem Dual-Tower mit 250W TDP und ARGB. Alle drei richten sich an aktuelle AMD- und Intel-Systeme und werden bei der EKL AG im Allgäu entwickelt.

Wer den Namen kennt, weiß: Das Matterhorn war über Jahre einer der beliebtesten Tower-Kühler des Herstellers. Mit der zweiten Generation schickt Alpenföhn die Reihe nun in einem komplett überarbeiteten, durchgehend schwarzen Gewand zurück ins Rennen – und staffelt sie diesmal in drei Ausbaustufen. Wir haben uns angesehen, was die Modelle technisch unterscheidet und für wen sich welches lohnt.

TL;DR: Die Matterhorn 2 Serie auf einen Blick

  • Matterhorn 2 black – Single-Tower, 4 Heatpipes, 200W TDP, ein 120-mm-Lüfter, keine Beleuchtung. Der pragmatische Einstieg.
  • Matterhorn 2 AURORA black – baugleich zum black, aber mit ARGB-Lüfter und beleuchtetem Top-Cover. 200W TDP.
  • Matterhorn 2 AURORA MAX black – Dual-Tower, 6 Heatpipes, vernickelte Kupferbodenplatte, zwei ARGB-Lüfter, 250W TDP. Das Topmodell.

Gemeinsam haben alle drei: Schraubmontage auf Intel und AMD, volle RAM-Kompatibilität durch den kompakten Aufbau, Wärmeleitpaste im Lieferumfang und das Hydraulik-gelagerte 120-mm-Lüfterkonzept mit 500–1.800 U/min.

Matterhorn 2 black – der pragmatische Einstieg

Das Basismodell ist ein klassischer Single-Tower mit vier 6-mm-Heatpipes und Heatpipe Direct Touch, also direktem Kontakt der Wärmerohre zur CPU. Alpenföhn gibt eine Kühlleistung von bis zu 200W TDP an – genug, um aktuelle Mittelklasse-CPUs und auch viele High-End-Modelle im Alltag zu bändigen, solange man kein extremes Overclocking plant.

Mit 158 mm Höhe und 550 g Gewicht bleibt der Kühler vergleichsweise handlich. Die luftstromoptimierten Lamellen und die schwarze Beschichtung sollen nicht nur gut aussehen, sondern laut Hersteller auch die Wärmeabgabe verbessern. Der mitgelieferte 120-mm-Premium-Lüfter dreht zwischen 500 und 1.800 U/min und liegt mit angegebenen 32,5 dB(A) im hörbaren, aber nicht aufdringlichen Bereich.

Wer keinen Wert auf RGB legt und einfach einen soliden, leisen Luftkühler sucht, ist hier richtig. Das erinnert ein wenig an den Alpenföhn Brocken 4 aus unserem Test, nur eine Nummer kompakter und ohne die Brocken-typische Höhe.

Matterhorn 2 AURORA black – gleiche Technik, mehr Show

Der AURORA black ist technisch praktisch identisch zum black: Single-Tower, vier Heatpipes, 200W TDP, dieselben Abmessungen und dasselbe Gewicht. Der Unterschied steckt in der Optik. Statt des schlichten Lüfters sitzt hier ein 120-mm-ARGB-Lüfter im Rahmen, dazu kommt ein beleuchtetes Top-Cover. Wer seinen Build über ein Sichtfenster zeigt und auf abgestimmte Beleuchtung steht, bekommt die gleiche Kühlleistung mit Effekt obendrauf.

Alpenföhn Matterhorn 2
Bild: Alpenföhn

Die RAM-Kompatibilität bleibt erhalten – auch hohe Heatspreader passen dank des platzsparenden Aufbaus problemlos unter den Kühler. Praktisch heißt das: Wer zwischen black und AURORA black schwankt, entscheidet rein über die Beleuchtung, nicht über die Temperatur.

Matterhorn 2 AURORA MAX black – das Dual-Tower-Topmodell

Das stärkste Modell der Serie spielt in einer anderen Liga. Der AURORA MAX black setzt auf einen asymmetrischen Dual-Tower-Aufbau mit sechs Heatpipes und einer vernickelten Vollkupfer-Bodenplatte statt der Aluminium-Kupfer-Kombination der kleinen Modelle. Das Resultat: bis zu 250W TDP Kühlleistung und ein Gewicht von 1.150 g – also gut das Doppelte der Single-Tower.

Zwei 120-mm-ARGB-Lüfter und ein beleuchtetes Top-Cover sorgen für die Optik, der asymmetrische Aufbau für Kompatibilität mit hohen RAM-Modulen. Damit zielt der MAX klar auf Gaming- und Workstation-Prozessoren, die ordentlich Abwärme produzieren.

Die Fachpresse hat bereits reagiert: Hardwarezoom zeichnete den AURORA MAX black 2026 aus und sah ihn bei einem Straßenpreis von rund 55 Euro als klare Kaufempfehlung – gute Verarbeitung, unkomplizierte Montage und eine im Alltag leise Geräuschkulisse, die erst bei Maximaldrehzahl deutlich hörbar wird. Für einen Dual-Tower-Kühler mit ARGB ist das ein bemerkenswert fairer Preis.

Die technischen Daten im Vergleich

Modell Matterhorn 2 black AURORA black AURORA MAX black
Bauform Single-Tower Single-Tower Dual-Tower
Kühlleistung bis 200W TDP bis 200W TDP bis 250W TDP
Heatpipes 4 × 6 mm 4 × 6 mm 6 × 6 mm
Bodenplatte Aluminium + Kupfer Aluminium + Kupfer Kupfer (vernickelt)
Lüfter 1 × 120 mm 1 × 120 mm ARGB 2 × 120 mm ARGB
Beleuchtung keine ARGB + Top-Cover ARGB + Top-Cover
Gewicht 550 g 550 g 1.150 g
Drehzahl 500 – 1.800 U/min
Geräuschlevel 32,5 dB(A)
Luftdurchsatz 120,34 m³/h
Sockel AMD AM5, AM4
Sockel Intel 1954, 1700, 1200, 115X, 20XX
Wärmeleitpaste inklusive

Auffällig ist die Sockelliste: Mit dem aufgeführten Sockel 1954 ist die Serie bereits auf Intels kommende Plattform vorbereitet, neben den etablierten LGA-1700- und AM5-Systemen. Das macht die Matterhorn 2 Reihe auch für Aufrüster interessant, die in absehbarer Zeit die Plattform wechseln wollen.

Welches Modell passt zu wem?

Die Aufteilung ist angenehm logisch. Den Matterhorn 2 black nimmt, wer maximale Sachlichkeit will: kein RGB, keine Spielereien, einfach kühlen. Der AURORA black ist die Wahl für alle, die bei identischer Leistung Beleuchtung möchten. Und der AURORA MAX black ist gesetzt, sobald es um leistungshungrige CPUs, Overclocking oder schlicht maximale Reserven geht.

Spannend wird die Serie vor allem durch das Preisgefüge. Wenn das Topmodell mit Dual-Tower und doppelter ARGB-Bestückung für rund 55 Euro über den Ladentisch geht, stellt sich fast die Frage, warum man zum kleineren Modell greifen sollte – außer man hat ein sehr kompaktes Gehäuse, in das die 1.150 g und der breitere Aufbau des MAX nicht passen. Genau hier punkten dann die schlanken Single-Tower.

Wer ohnehin über eine kompakte Kühllösung nachdenkt, findet in unserem Test des Alpenföhn Panorama 2 eine Low-Profile-Alternative für kleine ITX-Systeme. Und falls es doch lieber Wasser sein soll, lohnt ein Blick auf unseren Test der Alpenföhn Gletscherwasser 360.

Verfügbarkeit und Preis

Die komplette Matterhorn 2 Serie ist über die Händler und Distributoren von Alpenföhn gelistet. Den AURORA MAX black gibt es laut Fachpresse für rund 55 Euro; die beiden Single-Tower dürften entsprechend darunter liegen. Wer die aktuellen Preise vergleichen möchte, wird im Handel und bei den üblichen Online-Shops fündig – die offiziellen Datenblätter und Händlerübersichten stehen direkt auf der Produktseite von Alpenföhn bereit.

Fazit zur Alpenföhn Matterhorn 2 Serie

Mit der Alpenföhn Matterhorn 2 Serie schnürt der Allgäuer Hersteller ein stimmiges Trio: ein nüchterner Einsteiger, eine ARGB-Variante für den gleichen Preisrahmen und ein Dual-Tower-Topmodell, das mit 250W TDP und fairem Preis besonders aufhorchen lässt. Die durchgehend schwarze Optik, die hohe Sockelkompatibilität samt Vorbereitung auf Intels Sockel 1954 und die unkomplizierte Schraubmontage machen die Reihe zu einer ernstzunehmenden Option für aktuelle Builds. Einen ausführlichen eigenen Praxistest behalten wir uns vor – die Ausgangslage ist jedenfalls vielversprechend.