Die Sharkoon PureWriter W100 ist eine flache mechanische Tastatur im vollen 3-Block-Layout, die sich per 2,4-GHz-Funk oder per USB-C-Kabel betreiben lässt. Sie nutzt leise Low-Profile-Switches von Huano, bringt einen 2.000-mAh-Akku für bis zu 160 Stunden mit und trägt eine Aluminium-Oberseite. Erhältlich ist sie ab sofort zu einer UVP von 59,90 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- Was: Sharkoon PureWriter W100, mechanische Low-Profile-Tastatur im 3-Block-Layout
- Schalter: Huano Linear Silent, linear, 40 g Betätigungskraft, 50 Millionen Anschläge
- Anschluss: 2,4-GHz-Funk per Nano-Empfänger oder USB-C-Kabel, kein Bluetooth
- Akku: 2.000 mAh, bis zu 160 Stunden
- Preis: 59,90 Euro UVP, ab sofort im Handel
Dual-Mode: Funk per Nano-Empfänger oder Kabel
Die W100 arbeitet in zwei Betriebsarten. Kabellos läuft sie über einen 2,4-GHz-Nano-Empfänger, den Sharkoon mit einer Reichweite von bis zu 15 Metern angibt. Wer die Latenz eines Kabels bevorzugt oder den Akku nachladen will, greift zum beiliegenden USB-C-auf-USB-A-Kabel mit 180 Zentimetern Länge. Die Abfragerate liegt in beiden Modi bei bis zu 1.000 Hz, N-Key-Rollover ist ebenfalls an Bord.
Bluetooth fehlt allerdings. Damit fällt das komfortable Umschalten zwischen mehreren Geräten weg, das viele Office-Tastaturen inzwischen bieten. Sharkoon nennt neben Windows-PCs auch die PlayStation 4 und 5 als kompatible Plattformen. Wer stattdessen eine Bürotastatur mit Hot-Swap-Sockeln und PBT-Kappen sucht, findet mit der Sharkoon OfficePal KB70W ein Modell aus dem gleichen Haus mit deutlich anderem Ansatz.
Leise Low-Profile-Switches von Huano
Unter den Tastenkappen sitzen Huano Linear Silent in Low-Profile-Bauform. Sie lösen linear aus, benötigen 40 ± 10 Gramm Betätigungskraft und schalten nach 1,4 ± 0,4 Millimetern. Der gesamte Hub beträgt 3,1 Millimeter, die Lebensdauer gibt Sharkoon mit mindestens 50 Millionen Anschlägen an. Gedämpfte Kontaktpunkte sollen das Klackern reduzieren, das sonst gerade bei flachen Tastaturen mit ihrem geringen Restweg auffällt.
Für Vielschreiber ist das die interessanteste Änderung gegenüber der Ur-PureWriter, die es mit roten und blauen Kailh-Switches gab. Wie sich die flache Bauform im Alltag anfühlt, hatten wir seinerzeit in unserem Test der Sharkoon PureWriter RGB TKL beschrieben. Die Tastenkappen der W100 bestehen aus ABS-Kunststoff und tragen eine Laserbeschriftung, sitzen aber auf Kreuz-Stems und lassen sich deshalb gegen gängige Low-Profile-Sets tauschen.
Aluminium-Oberseite, Lautstärkerad und RGB
Das Gehäuse ist 27 Millimeter hoch, 430 Millimeter breit und 122 Millimeter tief. Ohne Kabel wiegt die Tastatur 616 Gramm, was für die Aluminium-Oberseite spricht: Sie hält das Chassis flach und trotzdem verwindungssteif. Über dem Ziffernblock sitzt ein Drehregler für die Lautstärke, den man in dieser Preisklasse selten findet.
Die RGB-Beleuchtung lässt sich in mehreren Effekten anpassen, vier LED-Profile speichert die Tastatur im 32 kB großen Onboard-Speicher. Der Rest der Konfiguration läuft über die FN-Ebene, dort liegen Medien- und Office-Funktionen sowie die Lichtsteuerung. Eine Software liefert Sharkoon nicht mit, und die Tastenbelegung lässt sich nicht frei ändern. Wer Makros und Remapping braucht, ist mit einer kompakteren Tastatur wie der Corsair Clipper Pro Mini 60 besser beraten.
Akku: 2.000 mAh für bis zu 160 Stunden
Der verbaute Lithium-Ionen-Akku fasst 2.000 mAh. Die von Sharkoon genannten 160 Stunden gelten für den Funkbetrieb ohne aktive Beleuchtung. Mit eingeschalteter RGB-Beleuchtung sinkt die Laufzeit deutlich, wie bei jeder beleuchteten Funktastatur. Geladen wird über dasselbe USB-C-Kabel, das auch für den kabelgebundenen Betrieb zuständig ist, tippen lässt sich dabei weiter.
Technische Daten der Sharkoon PureWriter W100
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Layout | 3-Block-Layout, 104 Tasten (ANSI) bzw. 105 Tasten (ISO) |
| Schalter | Huano Linear Silent, Low Profile, mechanisch |
| Betätigungskraft | 40 ± 10 g |
| Auslöseweg / Gesamthub | 1,4 ± 0,4 mm / 3,1 mm |
| Lebensdauer | min. 50 Millionen Anschläge |
| Tastenkappen | ABS, Low Profile, Laserbeschriftung |
| Oberseite | Aluminium |
| Verbindung | 2,4 GHz (Nano-Empfänger, bis 15 m) oder USB-C |
| Abfragerate | bis 1.000 Hz |
| Rollover | N-Key-Rollover |
| Akku | Lithium-Ionen, 2.000 mAh, bis 160 Stunden |
| Beleuchtung | RGB, anpassbare Effekte, 4 Profile |
| Speicher | 32 kB onboard |
| Bedienelemente | Lautstärke-Drehregler, FN-Ebene |
| Maße | 430 × 122 × 27 mm |
| Gewicht | 616 g (ohne Kabel), 662 g (mit Kabel) |
| Kabel | USB-C auf USB-A, 180 cm |
| Kompatibilität | Windows, PlayStation 4, PlayStation 5 |
| Farbe | Schwarz |
| UVP | 59,90 Euro |
Preis und Verfügbarkeit
Die Sharkoon PureWriter W100 kostet 59,90 Euro und ist ab sofort erhältlich, unter anderem bei Alternate. Der Preisvergleich bei Geizhals listet sie derzeit ab rund 59,85 Euro. Bei Amazon lohnt ebenfalls ein Blick.
Preislich ist das eine Ansage. Angekündigt hatte Sharkoon das Modell im Frühjahr noch für etwa 70 Euro, geworden sind es 59,90 Euro. Das ist derselbe Preis, den die erste PureWriter 2017 gekostet hat, nur gibt es jetzt Funk, einen Akku, leise Schalter und ein Aluminium-Deck dazu.
Fazit
Die Sharkoon PureWriter W100 füllt eine Lücke, die überraschend lange offen war: eine flache mechanische Tastatur im vollen Layout, kabellos, leise und für unter 60 Euro. ABS-Kappen, fehlendes Bluetooth und die nicht änderbare Tastenbelegung zeigen, wo gespart wurde. Für ein Setup, in dem hauptsächlich getippt und nebenbei gespielt wird, ist das aber ein sehr vertretbarer Tausch.
Quellen: Sharkoon,
