Der Skullcandy Crusher 1080 ANC ist ab sofort auf skullcandy.eu bestellbar, die Auslieferung in Europa startet Ende Juli 2026. Für 249,99 Euro bekommst du den ersten Kopfhörer außerhalb von Boses eigenem Portfolio mit Bose QuietControl, Bose TrueSpatial und der Bose WaveForm Audio Engine. Dazu kommt Skullcandys siebte Crusher-Bass-Generation.
Das Wichtigste in Kürze
- Erster Nicht-Bose-Kopfhörer mit Bose QuietControl (adaptives ANC, 6 Mikrofone), TrueSpatial und WaveForm Audio Engine
- Siebte Generation des Crusher Sensory Bass mit überarbeiteter Treiber-Membran
- Bluetooth 5.3 mit LE Audio und Auracast, bis zu 60 Stunden Akkulaufzeit
- Preis: 249,99 Euro (UVP), 20 Euro mehr als der Vorgänger Crusher ANC 2
- Vier Farben, Versand ab Ende Juli 2026
Drei Bose-Premieren in einem Skullcandy-Kopfhörer
Der Crusher 1080 ANC ist bereits das zweite Modell aus dem „Sound by Bose“-Programm, in dem Skullcandy Audiotechnologie von Bose lizenziert. Den Anfang machten die Method 360 ANC und die Method 540 ANC Earbuds vom Frühjahr 2026. Neu ist diesmal der Umfang: Laut Hersteller ist es der erste Kopfhörer außerhalb der eigenen Bose-Modelle mit Bose QuietControl, einem adaptiven ANC-System mit sechs Mikrofonen, das Passform und Umgebungsgeräusche in Echtzeit analysiert. Dazu kommen Bose TrueSpatial, ein kopfbewegungsgesteuerter Spatial-Audio-Modus, der Musik wie über ein Lautsprecherpaar vor dir positioniert, sowie die Bose WaveForm Audio Engine, die den Klang über alle Lautstärkestufen hinweg ausbalanciert halten soll. Für Telefonate ist außerdem Bose SpeechClarity mit an Bord, das es allerdings schon bei anderen Sound-by-Bose-Partnern gab.

Warum das für den Crusher interessant ist: Den Vorgänger Crusher ANC 2 hatte kopfhoerer.de mit 3,75 von 5 Sternen bewertet: klanglich stark, beim Noise Cancelling aber nur Mittelfeld, weil die Unterdrückung vor allem in tiefen Frequenzen griff und in den Mitten schnell nachließ. Genau da soll QuietControl ansetzen: mit einer breitbandigeren, adaptiven Unterdrückung, wie man sie bislang eher aus Boses eigener Preisklasse ab 300 Euro kannte. Auch bei unserem Test der Bose QuietComfort 45 war genau diese Bose-typische ANC-Charakteristik einer der stärksten Aspekte.
Crusher Bass: Die siebte Generation im Detail
Der patentierte Crusher Sensory Bass ist seit über zehn Jahren das Markenzeichen der Serie: ein Dual-Treiber-System aus Vollbereichstreibern und separaten Bassmotoren, die tiefe Frequenzen spürbar statt nur hörbar machen. Beim Crusher 1080 ANC, der siebten Generation, hat Skullcandy laut SoundGuys die Treiber überarbeitet: Eine steifere „Live Edge“-Membran soll gleichmäßiger schwingen und Verzerrungen reduzieren, eine neu geschlossene rückseitige Akustikkammer verbessert passive Isolation und Klarheit. Das war bislang das Dilemma der Serie: Je mehr Bass, desto mehr litt die restliche Klangqualität.
Geregelt wird der Bass-Effekt wie gewohnt über das Drehrad an der linken Ohrmuschel, über die Skullcandy-App oder per Sprachbefehl. Dazu gibt es Preset-Modi für Musik, Film und Podcast sowie einen anpassbaren 5-Band-EQ, mehr Bänder, als Bose bei den eigenen Modellen anbietet.
Bluetooth 5.3, LE Audio und Auracast
Der Sprung von Bluetooth 5.2 auf 5.3 liest sich unspektakulär, LE Audio mit Auracast-Unterstützung ist aber ein echtes Upgrade gegenüber dem Vorgänger, der nur SBC und AAC beherrschte. Auracast erlaubt die gleichzeitige Übertragung eines Audiostreams an mehrere Empfänger, etwa beim gemeinsamen Musikhören oder bei öffentlichen Audio-Streams an Flughäfen und in Museen. Welche klassischen Bluetooth-Codecs der Crusher 1080 ANC zusätzlich unterstützt, verrät Skullcandy auf der Produktseite nicht.
Bedienung, Gewicht und Zubehör
Statt der Tastensteuerung des Vorgängers sitzt beim Crusher 1080 ANC jetzt ein Joystick an der rechten Ohrmuschel, dessen Belegung sich über die App anpassen lässt. Multipoint, Google Fast Pair, Wear Detect mit Auto-Off und ein regelbarer Transparenzmodus namens Stay-Aware runden die Ausstattung ab. Mit 374,2 Gramm liegt der Crusher 1080 ANC allerdings spürbar über den 332 Gramm des Crusher ANC 2. Im Test von Engadget wurde genau das Gewicht bei längeren Hörsessions als Kritikpunkt genannt.
Statt eines Hardcase liegt dem Crusher 1080 ANC eine Rolltop-Tasche bei, die sich per Clip am Rucksack befestigen lässt. Offenbar reagiert Skullcandy damit auf Kundenfeedback zu den sperrigen Cases der Vorgängermodelle.
Erste unabhängige Tests: Was Reviewer sagen
Neben der Herstellerankündigung liegt inzwischen auch ein unabhängiger Test vor: Engadget-Redakteur James Trew vergibt in seinem Hands-on-Review 7,8 von 10 Punkten. Sein Fazit: solides ANC, ausgewogener Klang und ein einzigartiges Bass-Erlebnis stehen einem in seinen Augen etwas altbacken wirkenden Design und dem hohen Gewicht bei längerem Tragen gegenüber. Bemerkenswert ist sein Eindruck zur Geräuschunterdrückung: In seinem eigenen Vergleich schlug der Crusher 1080 ANC sowohl den Sennheiser HDB 630 als auch den Soundcore Space One Pro, auch wenn Bose und Sony laut Trew weiterhin die Referenz bleiben. Klanglich beschreibt er den Crusher 1080 ANC als deutlich ausgewogener und offener als ältere Crusher-Modelle, auch ohne aktivierten Bass-Effekt.
Bei rund 270 US-Dollar positioniert sich der Crusher 1080 ANC damit unterhalb von Sony WH-1000XM6, Bose QuietComfort und Sennheiser Momentum 5, aber oberhalb von Mittelklasse-Modellen wie dem Soundcore Space One Pro.
Technische Daten des Skullcandy Crusher 1080 ANC
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Typ | Wireless Over-Ear (geschlossen) |
| Treiber | 36 mm + dedizierte Crusher-Basstreiber |
| Impedanz | 36 Ω ± 15 % |
| Schalldruckpegel | 122,1 ± 2 dB (bei 100 Hz / 0,190 V) |
| Frequenzgang | 20 Hz bis 20.000 Hz |
| ANC | Bose QuietControl (adaptiv, 6 Mikrofone) |
| Spatial Audio | Bose TrueSpatial (Head Tracking) |
| Audio Engine | Bose WaveForm |
| Bluetooth | 5.3 mit LE Audio / Auracast |
| Akkulaufzeit | bis 60 Std. (ANC aus) / 50 Std. (ANC an) |
| Schnellladen | 10 Min. = 4 Std. Wiedergabe |
| Bedienung | Crusher-Drehrad, Joystick, App, Sprachbefehl |
| EQ | 3 Presets (Musik/Film/Podcast) + 5-Band Custom |
| Gewicht | 374,2 g |
| Farben | True Black, Candy, Primer, Cement |
| Preis (UVP) | 249,99 € / 279,99 $ |
| Verfügbarkeit | Bestellbar, Versand ab Ende Juli 2026 |
Preis und Verfügbarkeit
Der Skullcandy Crusher 1080 ANC kostet 249,99 Euro (UVP) und ist ab sofort auf skullcandy.eu bestellbar, die Auslieferung in Europa beginnt Ende Juli 2026. Gegenüber dem Crusher ANC 2 (UVP 229,99 Euro) sind das 20 Euro Aufpreis: für Bose QuietControl, TrueSpatial, WaveForm, LE Audio und überarbeitete Treiber ein vertretbarer Sprung. Zur Wahl stehen die Farben True Black, Candy (Pink), Primer (Beige) und Cement (Grau). Eine Amazon-Angebotsseite gibt es zum Marktstart noch nicht, wir aktualisieren den Artikel, sobald das Modell dort gelistet ist.
FAQ zum Skullcandy Crusher 1080 ANC
Was kostet der Skullcandy Crusher 1080 ANC?
Die UVP liegt bei 249,99 Euro (279,99 US-Dollar), bestellbar ab sofort, Versand ab Ende Juli 2026.
Was ist Bose QuietControl?
Ein adaptives ANC-System mit sechs Mikrofonen, das Passform und Umgebungsgeräusche laufend analysiert und die Unterdrückung entsprechend anpasst. Der Crusher 1080 ANC ist laut Skullcandy der erste Kopfhörer außerhalb von Boses eigenem Portfolio mit dieser Technik.
Ist der Crusher 1080 ANC besser als der Crusher ANC 2?
Beim ANC voraussichtlich ja: Der Vorgänger wurde bei kopfhoerer.de nur mit Mittelfeld-Noten für die Geräuschunterdrückung bewertet, während unabhängige Tests wie das Engadget-Review dem Nachfolger eine deutlich verbesserte, teils klassenführende Unterdrückung bescheinigen.
Unterstützt der Kopfhörer Auracast?
Ja, über Bluetooth LE Audio, zusätzlich zu Bluetooth 5.3, Multipoint und Google Fast Pair.
Fazit: Einordnung
Der Skullcandy Crusher 1080 ANC ist der bislang konsequenteste Versuch der Marke, aus der reinen Bass-Nische herauszuwachsen, ohne das eigene Markenzeichen zu verwässern. Dass ausgerechnet Bose-Technik den größten Schwachpunkt der Serie ausbessern soll, ist naheliegend und laut erstem unabhängigem Test auch spürbar gelungen. Der Aufpreis von 20 Euro gegenüber dem Vorgänger wirkt angesichts von QuietControl, TrueSpatial und WaveForm fair kalkuliert, auch wenn das höhere Gewicht und das aus der Zeit gefallene Design laut Testern reale Kompromisse bleiben. Wer bislang wegen des schwachen Noise Cancellings einen Bogen um die Crusher-Reihe gemacht hat, sollte den 1080 ANC im Blick behalten, sobald erste ausführliche Tests aus der DACH-Region vorliegen.

