Spotify Playlist Notes: Neues Feature bringt persönliche Songnotizen in Playlists

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
Spotify Playlist Notes
Bild: Spotify

Spotify hat am 17. August 2026 mit Playlist Notes eine neue Funktion vorgestellt: Nutzer und Redakteure können damit einzelne Songs in Playlists mit kurzen Notizen versehen. Eine Notiz erklärt zum Beispiel, warum ein Track in der Playlist gelandet ist, oder liefert Hintergrundwissen zu Künstlern und Alben. Das Feature ist weltweit auf iOS und Android verfügbar, redaktionelle Notizen vorerst nur in sechs Ländern.

Was Playlist Notes von User Notes unterscheidet

Playlist Notes ist keine komplette Neuerfindung, sondern der zweite Schritt eines Features, das Spotify bereits Ende Juli 2026 als User Notes gestartet hatte. Damals konnten Hörer einzelnen Songs in ihren eigenen Playlists private Randbemerkungen hinzufügen, etwa um festzuhalten, wer einem den Track empfohlen hat oder wo man ihn zum ersten Mal gehört hat. Mit dem Ausbau zu Playlist Notes zieht Spotify jetzt auch die eigene Redaktion mit ein: Editoren können auf großen, kuratierten Playlists Kontext zu einzelnen Titeln liefern, etwa zur kulturellen Einordnung eines Songs.

So fügst du eine Notiz zu einem Song hinzu

Die Funktion läuft aktuell nur über die mobilen Apps für iOS und Android:

  1. In einer Playlist die drei Punkte neben dem gewünschten Track antippen.
  2. „Add note“ beziehungsweise „Notiz hinzufügen“ auswählen.
  3. Text eingeben und speichern.

Die Notiz erscheint anschließend für jeden sichtbar, der die Playlist öffnen kann, und verlinkt auf das Profil der Person, die sie geschrieben hat. Wer sensible Details notieren möchte, sollte also vorher einen Blick auf die eigenen Freigabe-Einstellungen werfen.

Redakteure bekommen eigene Profile

Neu sind außerdem Editor-Profile: Sie zeigen Top-Tracks, Alben und die Playlists, an denen ein Redakteur mitgearbeitet hat. Zum Start setzen Spotifys Editoren die Notizfunktion unter anderem auf Today’s Top Hits, RapCaviar, Hot Country, All New Pop, mint und Fresh Finds Hip-Hop ein. Ganz oben in den teilnehmenden Playlists taucht dafür ein „Notes“-Button auf.

Spotify Playlist Notes
Bild: Spotify

Rollout: Wo und für wen das Feature startet

Feature Plattform Verfügbarkeit Mindestalter
User Notes (eigene Playlists) iOS, Android über 100 Märkte weltweit 16 Jahre
Editor-Notizen & Profile iOS, Android USA, Kanada, UK, Irland, Australien, Neuseeland 16 Jahre

Ob Deutschland zu den über 100 Märkten zählt, in denen User Notes bereits laufen, hat Spotify nicht einzeln aufgeschlüsselt. Für die redaktionellen Notizen und Editor-Profile ist hierzulande jedenfalls noch kein Termin bekannt.

Warum Spotify auf Notizen statt neue Algorithmen setzt

Playlist Notes reiht sich in eine ganze Serie von Funktionen ein, mit denen Spotify seine Playlists persönlicher wirken lassen will, von individuellen Playlist-Covern über Song-Übergänge bis hin zum jährlichen Rückblick Spotify Wrapped. Der Gedanke dahinter: Während Apple Music und YouTube Music vor allem an Algorithmen und Klangqualität arbeiten, positioniert sich Spotify zunehmend über soziale Funktionen, die an geteilte Mixtapes aus der Vor-Streaming-Zeit erinnern, nur eben direkt in der App statt auf einer selbstgebrannten CD.

Wer seine Playlists ohnehin gern offline archiviert oder mit eigenen Notizen versieht, findet in unserer Audials-One-Anleitung passende Tipps zum Sichern von Streams. Konkurrent Tidal wiederum setzt eher auf günstigere Hi-Fi-Abos als auf neue Social-Features, um sich von Spotify abzugrenzen.

Fazit

Spotify Playlist Notes macht aus stummen Tracklisten wieder etwas, das nach echter Kuratierung aussieht, mit Kontext von Redakteuren und persönlichen Anmerkungen von Freunden. Nutzerseitig ist die Funktion schon breit ausgerollt, redaktionelle Notizen und Editor-Profile bleiben vorerst auf sechs englischsprachige Märkte beschränkt. Ob und wann Deutschland folgt, dürfte sich zeigen, sobald Spotify die nächste Ausbaustufe ankündigt.

Quellen: Spotify Newsroom