Steam Machine: FSR 4.1 kommt per Proton Experimental – dazu CAD-Datei und Reservierungs-Fahrplan

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
Steam Machine

Die Steam Machine unterstützt ab sofort AMDs Upscaling-Technik FSR 4.1 – vorausgesetzt, man stellt in den Einstellungen auf Proton Experimental um und das Spiel nutzt den FSR-Upgrade-Mechanismus. Auf diesem Weg lassen sich sogar Titel, die offiziell nur FSR 3.1 mitbringen, automatisch auf die neuere Version heben. Parallel nennt Valve einen Zeitplan für die offenen Reservierungen und stellt eine CAD-Datei des Gehäuses bereit.

Das Wichtigste in Kürze

  • FSR 4.1 läuft auf der Steam Machine über Proton Experimental – ein Spiele-Update ist nicht nötig, wenn der Titel den FSR-Upgrade-Mechanismus unterstützt.
  • Alle Reservierungen sollen bis Ende 2026 ein Kaufangebot erhalten, sortiert per Zufallsverfahren und getrennt nach Modell und Region.
  • Eine offizielle CAD-Datei der äußeren Geometrie steht auf GitLab bereit – Grundlage für eigene Faceplates und Halterungen.

FSR 4.1 auf der Steam Machine – so funktioniert es

AMDs aktuelle Upscaling-Technik FSR 4.1 lässt sich jetzt auch auf der Steam Machine nutzen. Dafür wechselt man in den Einstellungen auf Proton Experimental, außerdem muss das jeweilige Spiel den FSR-Upgrade-Mechanismus unterstützen. Der Clou: Selbst Spiele mit reinem FSR-3.1-Support können so die Vorteile von FSR 4.1 übernehmen, ohne dass die Entwickler ein Update nachliefern müssen.

Proton ist der von Valve und CodeWeavers gepflegte Kompatibilitätslayer, der Windows-Systemaufrufe für das Arch-Linux-basierte SteamOS übersetzt. Die Variante „Experimental“ enthält dabei stets die neuesten Änderungen, während reguläre Proton-Versionen erst nach ausreichender Testphase erscheinen – die aktuelle Hauptversion ist Proton 11.0. Wer sich für das Zusammenspiel von SteamOS und Windows interessiert, findet in unserer Anleitung zum Steam Deck Dual Boot weitere Hintergründe zum Linux-Gaming von Valve. Technische Details zum Upgrade-Prinzip erklärt AMD in einem eigenen Entwickler-Artikel.

Reservierungen: Valve will bis Ende 2026 alle bedienen

In einem neuen Steam-Blogbeitrag erklärt Valve, wie die Warteschlange abgearbeitet wird. Jede Variante – 512 GB oder 2 TB SSD, jeweils mit und ohne Steam Controller – hat eigene Reservierungen samt Warteschlange, und das getrennt für jede Region. Bis Ende 2026 will Valve jedem in der Warteschlange ein Kaufangebot für das gewünschte Modell gemacht haben.

Die eingegangenen Bestellungen bearbeitet Valve täglich, die Reihenfolge bestimmt ein Zufallsverfahren aus der Reservierungswarteschlange. Auf die separate Warteliste greift das Unternehmen erst zurück, wenn die Reservierungen für ein bestimmtes Modell in einer Region komplett abgearbeitet sind. Das erklärt auch, warum die Auslieferung je nach Variante und Wohnort unterschiedlich schnell läuft.

Preise der Steam-Machine-Varianten

Steam Machine 512 GB SSD 2 TB SSD
Ohne Steam Controller 1.039 Euro 1.359 Euro
Mit Steam Controller 1.108 Euro 1.428 Euro

Offizielle CAD-Datei für Faceplates und Zubehör

Ebenfalls neu: Eine CAD-Datei mit der äußeren Geometrie der Steam Machine steht auf GitLab zum Download bereit, hochgeladen vom bekannten Valve-Mitarbeiter Pierre-Loup Griffais. Auf dieser Basis lässt sich passgenaues Zubehör wie Faceplates oder Halterungen entwerfen. Anfang Juli hatte Valve bereits Infos zum Nachbau eines E-Ink-Frontpanels veröffentlicht. Wie stark Valve derzeit auf eigene Hardware setzt, zeigt sich auch daran, dass der Konzern parallel den Steam Store für das VR-Headset Steam Frame vorbereitet.

Fazit

Mit dem Update wird die Steam Machine spürbar attraktiver: FSR 4.1 hebt die Bildqualität in vielen Spielen ohne Entwickler-Aufwand an, der Reservierungs-Fahrplan schafft Klarheit für Wartende, und die CAD-Datei öffnet die Tür für eine kleine Zubehör-Szene. Wer noch auf sein Gerät wartet, dürfte spätestens bis Ende 2026 ein Kaufangebot im Postfach haben.