Microsoft schickt seine günstigeren Surface-Modelle in die zweite Generation: Das Surface Pro 12 Zoll und das Surface Laptop 13 Zoll bekommen mit dem Snapdragon X2 Plus einen neuen Qualcomm-Chip, ein helleres Display und eine überarbeitete Surface Mouse spendiert. Ab dem 13. Oktober 2026 sind beide Geräte erhältlich, in den USA startet das Surface Pro 12 bei 1.149 US-Dollar und das Surface Laptop 13 bei 1.199 US-Dollar.
Damit ersetzt Microsoft die bisherigen Einstiegsmodelle mit Snapdragon X Plus, die noch bei 799 beziehungsweise 899 US-Dollar starteten. Der Aufpreis kommt nicht von ungefähr: Beide Geräte sollen laut Microsoft deutlich mehr Leistung bieten als ihre Vorgänger, vor allem bei Grafik und KI-Berechnungen.
Snapdragon X2 Plus: Das steckt unter der Haube
Herzstück beider Geräte ist der Snapdragon X2 Plus von Qualcomm, ein 6-Kern-Prozessor mit einer Hexagon-NPU, die bis zu 80 TOPS für KI-Aufgaben liefert. Gegenüber der Snapdragon-X-Plus-Generation im Vorgänger nennt Microsoft folgende Verbesserungen:
- Bis zu 17 Prozent schneller bei Office-Anwendungen
- Mehr als 60 Prozent schnellere Grafikleistung
- Bis zu 95 Prozent schnelleres lokales KI-Inferencing
- Bis zu 18 Prozent bessere Energieeffizienz
Beide Geräte laufen unter Windows 11 Home und lassen sich wahlweise mit 16 oder 24 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher sowie 256 oder 512 GB UFS-Speicher konfigurieren.
Surface Pro 12: Kompaktes 2-in-1 mit helligkeitsstärkerem Display
Das Surface Pro 12 Zoll bleibt dem bewährten 2-in-1-Formfaktor mit integriertem Kickstand treu, wiegt 690 Gramm und misst 7,8 Millimeter in der Dicke. Das 12 Zoll große PixelSense-LC-Display löst mit 2.196 × 1.464 Pixeln im 3:2-Format auf, taktet mit bis zu 90 Hz und wird mit 500 Nits um 25 Prozent heller als beim Vorgänger.
Bei den Anschlüssen setzt Microsoft auf zwei USB-C-Ports (USB 3.2, DisplayPort 1.4a), WLAN 7 und Bluetooth 5.4. Für Videotelefonie steht eine 1080p-Frontkamera bereit, auf der Rückseite sitzt eine 10-Megapixel-Kamera. Die Akkulaufzeit gibt Microsoft mit bis zu 15,5 Stunden Videowiedergabe beziehungsweise 13 Stunden aktivem Surfen an (Werte, die wie üblich unter reduzierter Helligkeit gemessen wurden). Tastatur und Slim Pen sind weiterhin separat erhältlich.
Surface Laptop 13: Leichtes Notebook mit langer Akkulaufzeit
Das Surface Laptop 13 Zoll wiegt 1,23 Kilogramm bei 15,6 Millimetern Dicke und kommt im gewohnten Aluminiumgehäuse in den Farben Platin, Schwarz und Violett. Der Touchscreen löst mit 1.920 × 1.280 Pixeln im 3:2-Format auf, taktet mit maximal 60 Hz und erreicht ebenfalls 500 Nits Helligkeit.
Neben zwei USB-C-Anschlüssen (USB 3.2) bietet das Laptop einen USB-A-Port und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, dazu WLAN 7 und Bluetooth 5.4. Die Full-HD-Webcam unterstützt Windows Studio Effects, entsperrt wird per Fingerabdrucksensor im Power-Button, einen Stift-Support gibt es beim Laptop nicht. Bei der Akkulaufzeit legt Microsoft deutlich mehr drauf als beim Pro-Modell: bis zu 22,5 Stunden Videowiedergabe beziehungsweise 18 Stunden aktives Surfen.
| Spezifikation | Surface Pro 12 | Surface Laptop 13 |
|---|---|---|
| Prozessor | Snapdragon X2 Plus (6 Kerne), Adreno-GPU, Hexagon-NPU mit 80 TOPS | |
| RAM / Speicher | 16 oder 24 GB LPDDR5X / 256 oder 512 GB UFS | |
| Display | 12″, 2.196 × 1.464 px, 90 Hz, 500 Nits, Touch | 13″, 1.920 × 1.280 px, 60 Hz, 500 Nits, Touch |
| Gewicht | 690 g (ohne Tastatur) | 1,23 kg |
| Akkulaufzeit (Video) | bis 15,5 Std. | bis 22,5 Std. |
| Konnektivität | 2× USB-C, WLAN 7, BT 5.4 | 2× USB-C, 1× USB-A, Klinke, WLAN 7, BT 5.4 |
| Preis ab | 1.149 US-Dollar | 1.199 US-Dollar |
Neue Surface Mouse und Ink Canvas als Zubehör
Passend zum Launch bringt Microsoft eine neue Surface Mouse für 79,99 US-Dollar auf den Markt. Sie ist beidhändig nutzbar, bietet haptisches Feedback beim Andocken von Fenstern und Ausrichten von Objekten, funkt per Bluetooth 6.0 mit Multi-Device-Pairing und lässt sich mit einer zusätzlichen, frei belegbaren Taste für Copilot oder eigene Funktionen ausstatten. Die Maus gibt es in den Farben Schwarz und Platin.
Auf der Software-Seite bringt Microsoft mit Ink Canvas eine neue, KI-gestützte Anwendung für Skizzen, handschriftliche Notizen und Bildgenerierung mit, die zum Marktstart am 13. Oktober im Microsoft Store bereitsteht. Einige der KI-Funktionen setzen laut Microsoft ein Microsoft-365-Abonnement voraus.
Preise und Verfügbarkeit
Beide Geräte lassen sich ab sofort vorbestellen, der Marktstart erfolgt am 13. Oktober 2026 in ausgewählten Ländern. Für den deutschen Markt hat Microsoft zum Zeitpunkt der Ankündigung noch keine Preise genannt. Auf Basis der bisherigen Preisgestaltung ist mit einem Euro-Betrag oberhalb der US-Dollar-Summe zu rechnen.
Parallel zur Einstiegsklasse hat Microsoft auch die höherpreisigen Surface-Pro- und Surface-Laptop-Modelle mit dem stärkeren Snapdragon X2 Elite aufgefrischt: Das Surface Pro startet dort bei 1.599 Euro, das Surface Laptop in 13,8 und 15 Zoll bei 1.699 beziehungsweise 1.799 Euro, jeweils mit OLED-Option in den Elite-Ausführungen.
Einordnung: Mehr Leistung, aber auch mehr Geld
Dass die neuen Einstiegsmodelle teurer werden, dürfte nicht jedem gefallen. Wer bislang für rund 800 US-Dollar in ein Surface Pro eingestiegen ist, zahlt jetzt spürbar mehr. Im Gegenzug bekommt man einen aktuelleren Chip mit deutlich mehr KI-Leistung, ein helleres Display und mit 16 GB RAM im Basismodell mehr Arbeitsspeicher als bei den 8-GB-Einstiegsversionen der vorherigen Generation.
Für Windows-on-ARM-Geräte wie das Surface Pro X, mit dem Microsoft die ARM-Strategie einst gestartet hat, ist die Snapdragon-X2-Generation ein weiterer Schritt zur Kompatibilität mit x86-Software und Windows-Anwendungen, ohne die guten Akkulaufzeiten der ARM-Chips zu opfern.
Fazit
Mit dem Snapdragon X2 Plus zieht Microsoft die Einstiegsklasse von Surface Pro und Surface Laptop technisch näher an die teureren Elite-Modelle heran, lässt sich das aber auch bezahlen. Wer schon länger auf ein Upgrade seines Surface Pro oder Surface Laptop wartet, bekommt ab dem 13. Oktober 2026 spürbar mehr Leistung und Akkulaufzeit, muss dafür aber auch tiefer in die Tasche greifen als bei den Vorgängermodellen.
Quellen: Microsoft Devices Blog