Die Suunto Run 2 ist da, und auf der Waage ändert sich: nichts. Der Nachfolger der Suunto Run wiegt weiterhin nur 35 Gramm, hat aber ein deutlich helleres Display, mehr Speicher und mit Offlinekarten eine Funktion bekommen, die der Vorgängerin komplett fehlte.
Suunto positioniert die Run 2 als Einstiegsmodell für Läuferinnen und Läufer, die kein Vermögen für eine GPS-Uhr ausgeben wollen, aber auch nicht auf Kernfunktionen wie präzises Dual-Band-GPS oder eine ordentliche Akkulaufzeit verzichten möchten. Damit trifft sie ziemlich genau ins Fahrwasser der Garmin Forerunner 570.
Suunto Run 2: Display dreimal heller als beim Vorgänger
Das größte optische Upgrade steckt im Bildschirm. Statt der bisherigen 600 Nits schafft das 1,32 Zoll große LTPS-AMOLED-Panel jetzt 2.000 Nits Helligkeit, bei einer Auflösung von 466 x 466 Pixeln. Wer schon mal versucht hat, bei Mittagssonne die Pace auf einer schwachen Smartwatch abzulesen, weiß, warum das kein Nebenschauplatz ist.

Am Gehäuse selbst hat sich wenig getan: 46 x 46 x 11,7 Millimeter, Lünette aus Edelstahl, Displayschutz aus Gorilla-Glas, der Rest des Gehäuses bleibt Kunststoff. Genau diese Materialwahl drückt das Gewicht auf die erwähnten 35 Gramm.
Akku und GPS: mehr Ausdauer trotz stärkerem Display
Trotz des hungrigeren Displays hält der Akku länger durch. Die Kapazität wächst von 295 auf 380 mAh, macht laut Suunto rund 29 Prozent mehr Kapazität. In der Praxis bedeutet das 10 Tage im Alltagsbetrieb (vorher 8) und 24 Stunden mit aktivem Dual-Band-GPS (vorher 20).

Beim Empfang setzt die Run 2 auf L1- und L5-Frequenzen und empfängt zusätzlich zu GPS auch GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS. Suunto spricht von einer „neuen Generation“ der Navigationstechnik mit verbesserter Genauigkeit, was in der Praxis vor allem in Häuserschluchten und unter dichtem Blätterdach den Unterschied machen dürfte.
Offlinekarten ohne Abo: die eigentliche Neuerung
Die Suunto Run konnte das schlicht nicht: Karten offline auf die Uhr laden, ohne eine Subscription abzuschließen. Die Run 2 kann es, weltweit und kostenlos. Für Trailrunning oder unbekannte Strecken ist das der Punkt, der die Uhr tatsächlich von der ersten Generation unterscheidet und nicht nur ein Spec-Sheet-Detail bleibt.
Dazu kommt offline gespeicherte Musik und, neu gegenüber der Run, auch Podcasts. Beides läuft ohne Smartphone in Reichweite.
Sensoren und Fitness-Tracking
Der optische Pulssensor ist neu: ein Zwölfkanal-Sensor mit gekrümmtem 2,5-D-Sensorglas, der laut Suunto auch bei intensiven Belastungen zuverlässiger messen soll. Dazu kommen 32 Sportmodi, durchgehende Herzfrequenzmessung, Schlaf-Tracking, Schrittzähler und Kalorienverbrauch. Wasserdicht ist die Uhr bis 5 ATM, zum Schwimmen reicht das locker.
Eine Lücke bleibt: NFC für kontaktloses Bezahlen gibt es nicht. Wer diese Funktion sucht, landet eher bei Modellen wie der Garmin Fenix 9, die kürzlich mit einem ähnlich umfangreichen Update nachgezogen ist.
Suunto Run 2 im Überblick
| Gewicht | 35 g |
| Gehäuse | 46 x 46 x 11,7 mm, Edelstahllünette, Gorilla Glas |
| Display | 1,32″ LTPS-AMOLED, 466 x 466 px, 2.000 Nits |
| Akku | 380 mAh, bis zu 10 Tage Alltag / 24 Std. Dual-Band-GPS |
| Speicher | 4 GB oder 64 GB |
| GPS | Dual-Band (L1/L5), GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS |
| Wasserdichtigkeit | 5 ATM |
| Sportmodi | 32 |
| Preis | 299 € (4 GB) / 349 € (64 GB) |
Preis und Verfügbarkeit
Die Suunto Run 2 kostet 299 Euro in der 4-GB-Version und 349 Euro mit 64 GB Speicher. Erhältlich ist sie ab sofort direkt über Suuntos Onlineshop sowie im Handel, unter anderem in den Farbvarianten All Black, Feather Gold und Aloe Green.
Fazit
Die Suunto Run 2 macht genau da weiter, wo die erste Generation aufgehört hat, nur konsequenter: gleiches Gewicht, aber ein Display, das man auch in der Sonne noch abliest, ein Akku, der länger durchhält, und mit den Offlinekarten endlich eine Funktion, die bislang gefehlt hat. Für unter 300 Euro ist das ein ziemlich rundes Paket für alle, die eine leichte, zuverlässige Laufuhr suchen und auf NFC-Bezahlfunktionen verzichten können.
