Suunto Smart Heart Rate Belt 2: Neuer Brustgurt mit Bluetooth Multipoint und Laufdynamik-Sensor

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
Suunto Smart Heart Rate Belt 2
Bild: Suuntro

Suunto hat mit dem Smart Heart Rate Belt 2 den Nachfolger seines Brustgurts vorgestellt. Der Gurt verbindet sich per Bluetooth gleichzeitig mit bis zu drei Geräten, misst dank eines neuen Sechs-Achsen-Sensors erstmals auch Laufdynamik-Werte wie Bodenkontaktzeit und Schrittfrequenz und kostet 99 Euro. Damit reagiert Suunto auf eine der größten Beschwerden am Vorgängermodell: die auf ein einziges Gerät begrenzte Verbindung.

Was ist neu am Suunto Smart Heart Rate Belt 2?

Der auffälligste Unterschied zum ersten Smart Heart Rate Belt ist die Bluetooth-Multipoint-Funktion: Der Gurt hält gleichzeitig Verbindungen zu bis zu drei Geräten, etwa einer Suunto-Uhr, dem Smartphone und einem Indoor-Bike gleichzeitig. Wer bisher vor jedem Gerätewechsel erst die Kopplung lösen und neu verbinden musste, kann sich das jetzt sparen.

Dazu kommt ein komplett überarbeiteter Sensor. Das EKG-Frontend erkennt und filtert laut Suunto Bewegungsartefakte im QRS-Komplex heraus, was gerade bei intensiven Intervallen für sauberere Herzfrequenz- und R-R-Werte sorgen soll. Neu ist außerdem ein Sechs-Achsen-Bewegungssensor, der Laufmetriken wie Schrittfrequenz, Bodenkontaktzeit, vertikale Bewegung, Flugzeit und die Links-Rechts-Balance erfasst, ein Feature-Set, das bislang optischen Laufsensoren am Fuß vorbehalten war.

Technische Daten im Überblick

Eigenschaft Suunto Smart Heart Rate Belt 2
Sensor EKG-Frontend mit Artefakterkennung + 6-Achsen-Bewegungssensor
Laufmetriken Schrittfrequenz, Bodenkontaktzeit, vertikale Bewegung, Flugzeit, Links-Rechts-Balance
Konnektivität Bluetooth Multipoint (bis zu 3 Geräte gleichzeitig)
Batterie CR2032-Knopfzelle, ca. 460 Stunden Laufzeit
Lokaler Speicher bis zu 20 Stunden Trainingsdaten
Gewicht (Sensor-Modul) 13 Gramm
Abmessungen (Sensor-Modul) 36,5 × 36,5 × 8,5 mm
Preis 99 Euro
Verfügbarkeit ab sofort im Suunto-Onlineshop

Akkulaufzeit und Speicher deutlich ausgebaut

Eine einzelne CR2032-Batterie soll laut Suunto rund 460 Stunden durchhalten, minimal weniger als beim Vorgänger mit rund 500 Stunden. Dafür wächst der lokale Speicher spürbar: Statt 3,5 Stunden passen jetzt bis zu 20 Stunden Trainingsdaten auf den Gurt. Praktisch heißt das, dass auch ein langer Marathon oder ein Ultralauf ohne verbundenes Gerät vollständig aufgezeichnet wird und die Daten anschließend synchronisiert werden können.

Suunto Smart Heart Rate Belt 2
Bild: Suuntro

Welche Suunto-Uhren unterstützen den neuen Gurt?

Der Smart Heart Rate Belt 2 arbeitet mit der Suunto 9 Peak Pro sowie den Modellen Vertical, Vertical 2, Race, Race 2, Race S, Run, Run 2 und Ocean zusammen. Die Suunto Run 2 haben wir erst kürzlich vorgestellt, sie zählt zu den unterstützten Modellen. Die kürzlich vorgestellte Suunto Core 2 taucht in der offiziellen Kompatibilitätsliste dagegen nicht auf, sie setzt bewusst auf ein reduziertes Outdoor-Konzept ohne eigene Pulsmessung. Wer eine ältere Suunto-Uhr besitzt, sollte vor dem Kauf die Kompatibilitätsliste des Herstellers prüfen, da diese Modelle die neuen Laufdynamik-Daten möglicherweise nicht vollständig auswerten können.

Preis und Verfügbarkeit

Suunto verkauft den Smart Heart Rate Belt 2 ab sofort für 99 Euro über den eigenen Onlineshop, rund 40 Euro mehr als das bisherige Modell. Der Aufpreis lässt sich mit dem neuen Sensor und der Laufdynamik-Auswertung erklären, dürfte aber vor allem für Läuferinnen und Läufer interessant sein, die diese Zusatzwerte auch tatsächlich nutzen. Wer stattdessen nur einen einfachen Ersatzgurt sucht, findet über die aktuellen Suunto-Gutscheincodes teils günstigere Angebote für ältere Modelle.

Fazit

Mit dem Smart Heart Rate Belt 2 löst Suunto ein altes Problem des Vorgängers und legt gleichzeitig bei der Sensorik nach. Bluetooth Multipoint macht den Gurt im Alltag praktischer, die Laufdynamik-Messung liefert Daten, für die man bisher zusätzliche Hardware am Fuß gebraucht hätte. Ob sich der Aufpreis von 40 Euro lohnt, hängt davon ab, wie genau man seine Lauftechnik analysieren möchte. Für alle, die nur eine stabile Herzfrequenzmessung brauchen, bleibt auch das ältere Modell eine solide Wahl, wie unser Vergleich von Fitness-Wearables zeigt.