Mit dem Teufel STUDIO 5X wagt sich der Berliner Hersteller zum ersten Mal ins Studiosegment vor. Der aktive 3-Wege-Monitor kombiniert einen koaxial angeordneten Mittel-Hochtöner mit einem langhubigen 5,25-Zoll-Woofer und richtet sich an Musikproduzenten, Sounddesigner und alle, die zu Hause ehrlich abhören wollen. Neben dem Standardmodell gibt es mit dem STUDIO 5X BT eine Variante mit Bluetooth 5.0.
Teufel STUDIO 5X: Koaxiales 3-Wege-Konzept statt Zwei-Wege-Kompromiss
Die meisten Nahfeldmonitore in dieser Preisklasse arbeiten mit zwei Chassis, bei denen der Tieftöner auch die Mitten übernehmen muss. Teufel trennt beim STUDIO 5X drei Bereiche sauber voneinander: Ein 135-Millimeter-Tieftöner kümmert sich ausschließlich um den Bass, während Mittel- und Hochtöner koaxial auf einer Achse sitzen. Dieser Aufbau reduziert Intermodulationsverzerrungen und sorgt laut Hersteller für eine präzisere Ortung im Stereobild, weil der Schall aus einem einzigen Punkt statt aus zwei versetzten Chassis kommt.
Entwickelt wurde der Monitor im hauseigenen Berliner Messlabor mit einem Klippel Near-Field-Scanner, der Frequenzgang und Phase dreidimensional im Freifeld erfasst, also ohne Verfälschung durch Raumreflexionen. Herausgekommen ist ein linearer Frequenzverlauf von 37 Hz bis 24 kHz (bei -10 dB), der auch für die Beurteilung des Bassbereichs ohne separaten Subwoofer reichen soll.
Technische Daten im Überblick
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Konzept | Aktives 3-Wege-System, koaxialer Mittel-Hochtöner |
| Tieftöner | 135 mm (5,25″), beschichtetes Papier |
| Mitteltöner | 75 mm, beschichtetes Papier, koaxial |
| Hochtöner | 20 mm Gewebekalotte mit Waveguide |
| Frequenzbereich | 37 Hz bis 24 kHz (-10 dB), 40 Hz (-6 dB) |
| Max. Schalldruck | 106 dB/1 m |
| Verstärker | Class D, 122 Watt RMS gesamt, 3 Kanäle |
| Anschlüsse | XLR/6,3-mm-Kombibuchse, Cinch |
| Bluetooth (nur BT-Modell) | Bluetooth 5.0 mit aptX HD und AAC |
| Maße (B/H/T) | 21,3 × 32,8 × 26 cm |
| Gewicht | 8 kg pro Box |
Phasenlineare DSP-Filter und Waveguide für stabile Transienten
Damit Anschläge von Drums oder gezupften Saiten zeitlich korrekt wiedergegeben werden, setzt Teufel auf phasenlineare DSP-Filter. Sie sollen verhindern, dass Frequenzanteile eines Signals zeitversetzt am Ohr ankommen, was sich besonders beim Mischen als verwaschene Transienten bemerkbar machen würde. Ein speziell berechneter Waveguide vor dem Hochtöner vergrößert zusätzlich den Sweetspot, sodass sich das Klangbild beim Bewegen am Mischpult weniger stark verändert.
Praktisch für den Studioalltag: Weil Mittel- und Hochtöner auf einer Achse liegen, lässt sich der STUDIO 5X ohne Phasenprobleme sowohl stehend als auch liegend betreiben. Auf der Rückseite sitzen zudem Low- und High-Shelf-Filter sowie Orts-Anpassungs-Schalter, mit denen sich der Frequenzgang bei wandnaher Aufstellung korrigieren lässt. Für Mehrkanal- und Atmos-Setups bringt das Gehäuse zwei M6-Gewinde für Stativ-, Wand- oder Deckenhalterungen mit; passende Tischstative hat Teufel zusammen mit König & Meyer entwickelt.
STUDIO 5X BT: Bluetooth-Zuspielung für schnelle Referenz-Checks
Wer zusätzlich unterwegs Referenztracks oder Demos einspielen will, greift zur BT-Variante. Sie überträgt Audio via Bluetooth 5.0 mit aptX HD verlustarm von kompatiblen Android-Geräten und Laptops, während AAC die Verbindung zu iPhones und iPads optimiert. Damit lässt sich der Monitor spontan als Hörstation nutzen, ohne das Audio-Interface umzustecken. In unserem Ratgeber zu den besten Bluetooth-Lautsprechern zeigen wir, worauf es bei der drahtlosen Übertragung generell ankommt.
Preis und Verfügbarkeit
Der Teufel STUDIO 5X ist ab sofort als Paar (ohne Tischstative) für 499,99 Euro bestellbar, die Bluetooth-Version STUDIO 5X BT kostet 549,99 Euro. Beide Modelle gibt es im Teufel Online-Shop und in den Teufel Stores. Zum Marktstart gewährt Teufel in Deutschland 50 Euro Rabatt ab einem Bestellwert von 499 Euro, Kundinnen und Kunden in anderen Ländern erhalten stattdessen eine versandkostenfreie Lieferung.
Fazit: Ehrlicher Einstieg ins Studiosegment
Mit dem STUDIO 5X zeigt Teufel, dass sich das koaxiale Know-how aus dem Hi-Fi-Bereich auch auf professionelle Abhörmonitore übertragen lässt. Ein erster Test von hifi.de bescheinigt dem Monitor eine stabile, präzise Basswiedergabe und ein exaktes Stereobild, sieht aber bei der Detailauflösung in den Höhen noch Luft nach oben im Vergleich zu deutlich teureren Referenzmonitoren von Genelec oder Adam Audio. Für Einsteiger und Hobby-Produzenten, die zwischen Hi-Fi-Sound und Studio-Neutralität pendeln, ist der Teufel Studio 5X für unter 500 Euro trotzdem ein interessantes Angebot.
Wer sich generell für Teufel-Produkte interessiert, findet in unseren Tests zur Teufel Cinebar 22 und zur Teufel Cinebar Duett weitere Eindrücke davon, wie der Hersteller Klangqualität und Preis austariert.